Beiträge von celeon

    @ Bozkurt


    Warum in Teufels Namen sol ich mir Gedanken darüber machen, warum ich keine OL-Mannschaft trainiere? Es gibt z.B. - aus meiner zugegeben ausgesprochen subjektiven Sicht - gute bis sehr gute Trainer in Vereinen wie dem VfB Hermsdorf (Schmidt), FC Nordost (Rohde), Frohnauer SC (Mastmann) oder auch Tasmania 73 (Reichel), um nur einige zu nennen, die allesamt auch nicht Oberliga trainieren. Die aber auch allesamt z.T. schon seit vielen Jahren in ihren Vereinen tätig sind und über Jahre hinweg kontinuierlich gute Arbeit abliefern. Schon mal daran gedacht, dass es Trainer gibt, die vielleicht nicht um jeden Preis "nach oben" wollen? Für die es noch etwas anderes als Fußball gibt? Die vielleicht auch noch nie ein höherklassiges Angebot bekommen haben? Denen unterm Strich der Beruf oder/und die Familie wichtiger sind?


    Nur zur Info: Ich hatte mit 31 Jahren als seinerzeit jüngster VL-Trainer den TSV Rudow als Trainer übernommen, mußte allerdings nach 1 1/2 Jahren den Job an den Nagel hängen, als ich meine 2. Firma aufbaute und mein 2. Kind unterwegs war. In der Folgezeit half ich meinem Heimatverein als (Spieler-) Trainer in der 2. Männer-Mannschaft und den Senioren aus, um - nach Zustimmung seitens meiner Familie und nach dem Verkauf von 2 meiner 3 Firmen - wieder ins "Trainergeschäft" einzusteigen, als keiner mehr einen Pfifferling auf den TSV Rudow gesetzt hatte. Seit gut zwei Jahren habe ich nun also wieder "Blut geleckt", mir macht das "Trainer-Dasein" Spaß und - und zugehört, jetzt kommt das Wichtigste - völlig unabhängig von der Liga. Sofern die Bedingungen stimmen, um leistungsorientiert zu arbeiten. Und dabei helfen mir auch meine paar OL-Einsätze als Aktiver... :ja:


    Soderle: Jetzt habe ich vorgelegt und - bildlich gesprochen - die Hosen heruntergelassen. Jetzt sei ein Kerl und beantworte doch mal die Fragen von Harry: Wo hast du gespielt, wo warst du als Trainer tätig, welche Lizenz hast du oder hast du nicht? Und wer bist du?


    Mit sportlichen Grüßen


    Peter Heinrich - Trainer FSV Union Fürstenwalde


    @ battigoal10


    Nicht alle über den berühmten Kamm scheren, bitte. Hier sind (fast) alle cool geblieben. Eine differenziertere Betrachtungsweise würde der Diskussion hier eher hilfreich sein, meine ich... 8)

    Sorry Bozkurt, aber deinen Ausführungen ist nun wahrlich nicht leicht zu folgen. Um aber ehrlich zu sein: Das ist mir auch völlig egal, denn deine Beiträge langweilen nur... :muede:


    Da wir uns hier nun gegenseitig unserer Abneigung versichert haben, sollten wir das jetzt dabei belassen und auf`s eigentliche Thread-Thema zurückkommen. Denn ich muss zugeben: Ich habe fürchterliche Angst von dir verhauen zu werden... :lach:

    Zunächst einmal: Mit deiner Aussage hast du völlig Recht. Jeder muss irgendwo für sich entscheiden, ob einem ein Trainer gefällt/zusagt oder nicht. Und Beiträge im Internet geben über die Qualität eines Trainers nun wahrlich keinen Aufschluss. Der Erfolgt allerdings - so leid es mir tut - irgendwo schon...


    Das mit den Liebligen ist immer so`ne Sache. Der eine Trainer steht auf Zauberer, der andere auf intelligente Spieler, der nächste auf Kampfschweine. Wieder einer hat etwas gegen Spieler mit Ecken und Kanten, ein anderer stellt sich mit den alten Spielern gut, um keinen Ärger im Team zu haben, wieder einer streichelt die Jungen im Team und wieder einer kann mit Spielern anderer Kulturen nichts anfangen. Machen wir uns nichts vor: Es gibt viele Gründe, warum ein Trainer "Lieblingsspieler" hat oder nicht. Hinzu kommt auch noch der "Standort des Betrachters". Hier hat der Beitrag von "Hätte" den wahren Kern treffend dargestellt. Abliefern, abliefern, abliefern! Wenn ein Spieler sich stetig korrekt verhält, sich immer den A... aufreißt und fußballerisch in der entsprechenden Liga nicht das totale Suppenhuhn ist, wird ein Trainer auf kurz oder lang nicht umhin, ihn einzusetzen. Warum auch? Er würde sich damit letztlich nur selbst schaden. Doch keine Frage: Auch hier gibt es natürlich Ausnahmen... 8)

    Das man mit dem hier schon kolpoltiertem "Vitamin C" hinsichtlich der Zulassung resp. des Erwerbs eines Trainerscheines ggf. Vorteile hat, läßt sich tatsächlich nur schwerlich wegdiskutieren. Aber genau auf diesem Grunde wurde u.a. dieser "Aufnahmetest" entwickelt. Hier hat man nun einige "objektive" Test-Kennzahlen, die bei der Bewertung eines Bewerbers mit herangezogen werden können. Inwieweit diese das Gelbe vom Ei sind kann ich nicht beurteilen. Vermutlich nicht. Aber zumindest wird einigermaßen sichergestellt, dass der zukünftige Übungsleiter selbst mit dem Pilleken umgehen kann. Zumindest einigermaßen... 8)


    Und natürlich kann man der Aussage nur zustimmen, dass ein Trainerschein noch lange keinen guten Trainer ausmacht. Allerdings fallen mir keine richtig gute Trainer ein, die keinen haben!


    Letztlich gibt es eine Menge Bewertungskriterien, nach denen man einen Trainer kategorisieren kann. Die Gewichtung dieser Kriterien hängt dann wiederrum auch sehr stark von der Position des Betrachters ab. Unterm Strich wird es aber imer auch ein Kriterium geben, welches seit jeher am Ende den Ausschlag gibt - den Erfolg. Und damit wären wir schon wieder bei den meßbaren, "objektiven" Kennzahlen... =)


    @ Hätte


    Damit zeichnest du die Traumvorstellung eines Trainers. Nur: Es ist eben ein Traum! De facto ist es doch so, dass leider viel zu viele Spieler immer wieder nach Entschuldigungen suchen - und leider auch finden! Und es viel zu viele Spieler gibt, die versuchen mit dem geringsten Aufwand immer das Maximum herauszuziehen. Liegt eben auch in der Natur des Menschen. Das geht ja auch durchaus mal gut. Dauerhaft allerdings mit Sicherheit nicht! Spielertypen wie du, die man z.T. bremsen muss, die oftmals zu selbstkritisch sind und die bereit sind immer wieder abzuliefern, findet man - in unseren Klassen - nicht gerade wie Sand am Meer. Deutlich öfter sehe ich mich mit Spielern konfrontiert, die mit Anfang zwanzig schon denken, dass sie den Olymp einreissen werden. Aber bitte ohne dieses lästige Training und das Laufen und die taktischen Vorgaben und den "sportlichen" Lebenswandel und die Rücksichtnahme auf andere.


    @ Bozkurt


    Ich kenne dich nicht, ich weiß nicht, wo und unter wem du gespielt hast. Aber eines meine ich nur aus deinen Forums-Beiträgen ableiten zu können: Ein guter Trainer wirst du nicht... :freude:

    Interessant scheint mir zu sein, dass gerade ein Horst Hrubesch jemanden wegen Unfähigkeit nach Hause schickt. Habe das "Kopfball-Ungeheuer" bei Fortbildungen "genießen" können und muss leider sagen, dass er rein didaktisch kaum etwas zu bieten hatte - um nicht zu sagen, dass es eher grausam war!


    Fakt ist, dass die B-Lizenz heuer nur mit wesentlich mehr Aufwand zu erhalten ist, als noch vor knapp 20 Jahren (als ich sie machte). Entgegen anderslautenden Gerüchten wurde einem die B-Linzenz seinerzeit nicht "hinterher geworfen", de facto wurde allerdings tatsächlich nicht alles sooo genau genommen. Seinerzeit gab es keinen "Zulassungs-Test" und - meines Wissens - auch nicht unbedingt eine Warteliste. Zudem reichten Bestätigungen von den Vereinen, dass man bereits eine zeitlang als Jugendtrainer tätig gewesen ist, um zugelassen zu werden. Kontolliert hatte das damals keiner soweit ich mich erinnern kann. Und auch die Prüfungen an sich liefen relativ "familiär" ab. Da wurde nicht knallhart bewertet, sondern es gab schon während der Prüfung Hinweise, wie man das eine oder andfere besser machen könnte...


    Nichts desto trotz: Wer den "Sprung" in einen B-Lizenz-Lehrgang geschafft hat und fußbalerisch nicht die totale Bratze ist, der hat nur dann Probleme, wenn er a) nicht willens oder in der Lage ist zu "lernen", b) nicht in der Lage ist eine Gruppe anzuleiten oder c) - und das ist wohl das häufigste Problem - bei den Lehrproben seine Einheit einfach falsch aufbaut (falsche Übungsauswahl!) resp. das Alter (Jugend/Erwachsene) nicht entsprechend berücksichtigt.

    Zitat

    Original von Promoter


    Nach meiner Meinung bräuchten die Klubs eigentlich keinen Förderpreis, ich glaube immer noch fest daran, dass man mit harter Arbeit, Eventveranstaltungen und mit den richtigen Kontakten, einen Klub über Jahre in die Profiliga bringen könnte. ( Aber das hatten wir ja schon dikutiert und ich stoße dort bei euch nur auf Granit). Aber eine Möglichkeit muß es doch geben, Traditionsvereine wieder salonfähig zu machen. Und die gibt es auch!!! Ich werde nach der Lösung suchen!!! :idea:


    Das hört sich schon ein wenig anderes an. Entscheidend finde ich tatsächlich den Punkt "harte Arbeit". Oder anders ausgedrückt: Wer viel Zeit investiert wird auch viel(es) bewegen!


    Und noch etwas: Du beißt bei niemandem auf Granit! Im Gegenteil: ich denke, du solltest deinen Weg gehen, auch, wenn es von allen Seiten Kritik "hagelt". Und glaube mir eines: Man MUSS ab und an unbequem sein und sich selbst treu bleiben, nur dann wird man am Ende auch etwas erreichen. Und vor allen Dingen immer reinen Gewissens in den Spiegel schauen... ! :smile:

    Man schaue sich doch einfach mal die Bundesliga-Karte an: Berlin, München, Hamburg, Stuttgart, Dortmund, Hannover, Frankfurt, Bremen, Gelsenkirchen. Alles mehr oder weniger Metropolen resp. mit entsprechendem Einzugsgebiet. Cottbus, Mönchengladbach, Mainz, Aachen werden es hier auf Sicht schwer haben sich zu etablieren, weil die Infra-Struktur einfach nicht mehr hergibt. Leverkusen und Wolfsburg spielen u.a. auch nur deshalb da oben, weil`s Werksteams sind. Und in Liga 2? Burghausen, Unterhaching, Führt, Offenbach, Braunschweig, Kaiserslautern, Jena, Rostock, Augsburg, Karlsruhe etc. Eben keine Großstädte. Ergo kann man davon ausgehen (Ausnahmen bestätigen auch hier natürlich die Regel), dass man den großen Fußball auch nur in großen Städten aufziehen kann. Platz in einer Stadt für 2 Topteams scheint nicht da zu sein. St. Pauli, 1860 München, Stuttgarter Kickers, Arminia Hannover, Fortuna Köln, Union Berlin/BFC Dynamo/TeBe/Blau-Weiß 90 sind Beispiele hierfür. Und meist gibt es in diesen Städten dann auch immer eine klare Hackordung (David u. Goliath), wobei es nur höchst selten geklappt hat, diese Vorzeichen zu vertauschen (siehe Bayern/1860).


    Fakt bleibt nun mal, dass es g e r a d e in Berlin schwierig sein dürfte, einen Verein nach oben zu pushen. Wobei ja dieses "pushen" genau das Problem ist (siehe TeBe, Blau-Weiß 90, SCC in größeren Rahmen oder auch Germania 88 im kleineren!). Hier sind zu viele Vereine, zu viele Mitredner, zu viele Posten und für den Fußball einfach eine zu große Konkurrenz. Leider... :nein:

    Aus deinen Gedanken ergeben sich nahezu unendlich viele Fragen. So z.B.: Wie soll man die genannten "Zahler" dazu bekommen so viel Geld auszugeben? Oftmals muss ja auch eine gewisse "Überparteilischkeit" gewahrt bleiben. Demnach fällt das Land Berlin als Sonsor schon einmal weg, schließlich gibt es noch zig andere Sportarten, die ebenfalls nach "Fördergeldern" lechzen. Mal abgesehen davon, dass unsere Stadt ja sexy ist und kein Geld hat resp. mega-pleite ist. Als nächstes stellt sich die Frage, wofür eine solch`horrende Summe verwendet werden darf. Fördergelder fließen fast ausschließlich in Verbindung mit sehr strengen Vorgaben. Und ich glaube kaum, dass solch`eine Kohle z.B. in neue Spieler für die 1. Mannschaft oder Handgelder oder einen neuen Trainer o.ä. verwendet werden dürfte. Bevor ich aber jetzt vom Hundertstel ins Tausendstel komme, kann man`s auch abkürzen: Ich glaube kaum, dass dies der richtige Weg ist...


    Kommt ein Verein schnell an "das große Geld" läßt sich leider nur allzu oft beobachten, dass der Verein selten in der Lage ist auf allen entscheideneden Ebenen mit zu wachsen. Oftmals werden Unmengen an Gelder z.B. in die 1. Mannschaft, oftmals gar nur in eine paar wenige, söldnerisch veranlagte Spieler, gepumpt und wenn der Geldhahn versiegt bricht alles zusammen. Sinnvoller ist es, sich kontinuierlich - und zwar an allen Fronten - weiterzuentwickeln und beharrlich seine Ziele zu verfolgen...


    Nehmen wir z.B. meinen jetzigen Verein. Mit der Vereinführung wurde gemeinsam definiert, wo man sich in 1-2 Jahren und wo man sich in 5 Jahren gerne sehen würde. Nun ist man dabei, hierfür a) die logistischen Möglichkeiten zu schaffen (Vergrößerung der Sportanlage, Stadionbau etc.) b) die personellen Recourcen optimal einzusetzen und sukzessive zu erweitern (Trainer im Männer- u. Jugendbereich inkl. Schulungen, Vorstand resp. sportliche Leitungen) und c) die finanziellen Rahmenbedingungen (Sponsoring, Vereinsaktivitäten etc.) zu schaffen bzw. schrittweise aufzustocken. Allen ist aber auch klar: Auch Rom ist nicht an einem Tag erbaut worden, soll heißen: Planen läßt sich vieles, Erfolg läßt sich aber nun mal nicht immer so einfach planen! Man weiß aber auch: Wenn man in den entscheideneden Positionen innerhalb eines Vereines die richtigen Leute hat, sich alle richtig ins Zeug legen, dann ist der Erfolg doch oftmals nur eine Frage der Zeit. Und genau die will man sich - trotz allem verständlichem und auch notwendigem Ehrgeiz - auch nehmen!


    Das Problem in Berlin liegt hingegen klar auf der Hand: Zu viele Vereine, zu viele Menschen die sich mehr an ihre Stellung oder ihren Posten klammern, als den Fortschritt und die Innovation zu sehen und zu viele Konkurrenten durch andere Sportarten, Vereine, Verbände etc. Da ist selbst der "kontinuierliche Weg" ein sehr schwerer. Da bieten kleine Städte oder Gemeinden auf den ersten Blick weitaus bessere Möglichkeiten, sich entsprechend zu positionieren. Da beginnen die Probleme erst richtig, wenn man regionalbedingt an Grenzen stößt, die ohne die richtig großen Sponsoren/Unternehmen dann auch nict mehr zu stemmen sind. Sponsoren, die in Berlin allen "kleinen" Vereinen letztlich die kalte Schulter zeigen, spätestens dann, wenn man - so wie du, lieber Promoter - gleich richtig groß einsteigen will...

    Verstärkungen alleine sind nicht entscheidend. Die Frage bei Hilal wird sein: Schafft Kemal es den Job als Spielertrainer (so hatte ich zumindest gehört) in einem schwierigen Umfeld und einer völlig umgekrempelten Truppe optimal auszufüllen!? Ich denke nicht, dass er sich einen Gefallen damit tun würde, selbst die Töppen zu schnüren. Vielleicht in Ausnahmefällen. Gut. Aber regelmäßig? Das, denke ich, wäre fatal!


    Zudem sollte man eines nicht unberücksichtigt lassen. Sollte Hilal viele Spieler von BAK bekommen, ist nicht zwingend davon auszugehen, dass diese das Team grundsätzlich weiterbringen. Es bleibt zumindest zu vermuten, dass "heruntergeschickte" Spieler in einer tieferen Klasse eher dazu neigen, die Aufgabe/Spiele auf die leichte Schulter zu nehmen, da sie sich eher zu höherem berufen fühlen...


    Wie gesagt: Eine Mannschaft verhindert den Abstieg. Nicht elf Einzelspieler...

    @ Goalie


    Burim Restelica war 6 Monate als Spieler bei mir, bevor er der Kohle wegen (kein Vorwurf, sondern vollkommen verständlich) zum FC Liria wechselte. Richtig ist, dass ich ihn seither (also seit 2 Jahren) nicht mehr gesprochen habe und er sich auch bei uns angeboten hatte. Sollte sich sein Deutsch in dieser Zeit erheblich verbessert haben, so würde mich das sehr freuen. Seinerzeit - und da war er schon seit einigen jahren in Deutschalnd - war dem nicht so. Da hab`ich nichts verwechselt... :freude:

    ... ein Knipser, der sich jedoch nur schwerlich integrieren läßt, da - nach vielen Jahren in Deutschald - die deutsche Sprache noch immer nicht seine Stärke ist. Ist ansonsten ein eher ruhiger und zurückhaltender Typ. Und als Trainer schwierig zu handhaben, da taktische Dinge nur schwer vermittelbar sind.... :ja:


    Da hätte man besser daran getan, Alex Bley zu halten. Schon alleine in Hinblick auf zukünftige Entwicklungsmöglichkeiten...

    Hmm... ich denke kaum, dass es viele Trainer in der LL oder VL Berlin gibt, die unbedingt davon ausgehen im Profi-Bereich trainieren zu müssen. Denn tatsächlich unterscheiden sich die Arbeiten im Profi- u. Amateurbereich erheblich. Und: Die Schwerpunkte verschieben sich zusehends. Die reine, klassische Trainerarbeit "auf`m Platz" nimmt im Profibereich de facto einen deutlich klieneren Stellenwert ein, als im Amateurbereich. Trainer, die gerne "mit der Mannschaft arbeiten" fühlen sich demnach im Amateurbereich sicherlich wohler, als "ganz oben". Und was die Art und Weise anbelangt: Auch und insbesondere ein Trainer kann es niemals allen recht machen. Darf und sollte aber auch nicht sein Ziel sein.


    Und noch einen Hinweis zu "Profitrainern": Ich habe bei einigen internationalen Trainerkongressen gesessen, mir die Praxisarbeit von einigen DFB- und BL-Trainern angucken können und mir so einige Referate (u.a. von Daum, Hitzfeld, Skibbe, Finke etc.) angehört. Und dazu kann ich nur sagen: Unglaublich welche Leute - insbesondere beim DFB - Posten erhalten und auf die Trainer-Gilde losgelassen werden! Mehr als einmal habe ich mich dabei ertappt, wie ich beide Hände über dem Kopf zusammengeschlagen habe! Ich weiß, ich weiß: Das klingt jetzt überheblich, arrogant und was weiß ich nicht noch alles. Ich gebe aber zu bedenken: Ein - zugegeben in seiner Hochzeit "weltmeisterlicher" - Fußballer wie Andreas Brehme, der nachweislich nichts mit den "Satzbau-Initialen" SPO anzufangen weiß ("Ist das nich`n`Software-Hersteller!") hat in der Bundesliga trainiert! Oder Lothar Matthäus! Oder Berti Vogts, der sogar Nationaltrainer war. Sorry - da dreht sich mir der Magen um! Allesamt wie gesagt Weltklasse-Fußballer. Aber als jemand, der erwachsenen Männern Wissen vermitteln soll, der auch Phsychologe, Entertainer und Leader in Personalunion sein muss, kann ich doch erwarten, dass er ohne eine Lupe zwei zusammenhängende Sätze findet!


    Ich lehne mich sogar noch etwas weiter aus dem Fenster, denn dieses sind ja keine Einzelfälle: Der deutsche Fußball in der Gesamtheit leidet u.a. (nicht nur!) auch darunter, dass viel zu viel "Inzucht" (oder besser: "Posten-Hin-und-Her-Schieberei") in Vereinen und Verbänden (vorgelebt vom DFB), Einzug gehalten hat. Innovationskraft von außen, dass Verlassen breitgetretener (und ausgelutschter) Pfade und der Mut zu Neuem ist in Deutschland einfach nicht existent. Selbst in England, dem Mutterland des Fußballs und eines der traditionsbewußtesten und "national-stolzesten" Ländern der Erde, hatte man sich für einen schwedischen Nationatrainer entschieden! Und dann kommt Klinsmann, muss unnötig viel Kraft dafür verschwenden, um erste Teile dieser Strukturen aufzubrechen und alle feiern seine neuen Wege. Wege, die alles andere als neu sind. Wege, die z.B. in den USA, in der Wirtschaft und in anderen Sportarten bereits seit sehr langer Zeit erfolgreich begangen worden sind. Wege, die er nur umgeleitet hat, in Richtung deutscher Fußball. Und Klinsi war das beste Beispiel für eine Arbeitsweise, die sich nach und nach in der Zukunft - auch bis in den Amateurbereich - durchsetzen wird. Individualisierung ist das Schlagwort. Und: Teamwork. Nicht nur auf dem Platz, sondern vor allem drumherum...


    Viel Arbeit und viel Wissen gehören im Profibereich mit Sicherheit dazu. Sie sind sozusagen die "Basics". Wer`s allerdings schafft, wirklich neue Wege zu beschreiten, dem gehört mein Respekt! :ja:

    Die Frage ist sicherlich berechtigt. Und wie im Leben - in dem die Halbwertszeiten in allen Bereichen des Lebens teilweise rapide sinken - so ist`s auch im Fußball. "Treue", "Vereinzugehörigkeit" und im gewissen Rahmen auch das Thema Loyalität sind beiden Spezies im Laufe der letzten Jahre mehr und mehr abhanden gekommen. Mittlerweile ist es nun mal Usus, bei den kleinsten Unstimmigkeiten/Differenzen getrennte Wege zu gehen. Wobei ich bzgl. des Trainerdaseins zu bedenken gebe: Selbst unterklassige Vereine haben z.T. illusionäre Vorstellungen und hochtrabende Zukunftspläne, die bei näherer Betrachtung oftmals bar jeder Vernunft und ohne wirklich ordentliches Fundament sind - und somit zum Scheitern verurteilt. Und wenn die Zielvorgabe nicht erreicht wird, ist es nicht zwingend die Vereinsführung, die hieraus für sich die Konsequenzen zieht, sondern das vielzitierte schwächste Glied in der Kette wird ausgetauscht. Einfacher geht`s ja nicht...


    Und die Spieler? Die gucken zuallererst einmal darauf, dass sie selbst ihre Schäflein ins Trockene bringen. Das ist nicht zu verurteilen, sondern eine naheliegende, menschliche Reaktion. Fällt unter die Rubrik "Selbsterhaltungstrieb". Oder auf Neudeutsch: Jeder ist sich selbst der nächste...!


    Trainer werden allenthalben irgendwo entlassen. In schöner Regelmäßigkeit. Selbst dann, wenn die Mannschaft sich vielleicht eindeutig für den Trainer ausspricht. Dass aber Spieler sich bei derartigen (Willkür-) Entscheidungen ggf. konsequent verhalten und dem Verein dann sagen "mit mir nicht", passiert nur in absoluten Ausnahmefällen!!! In der Regel gibt es dann viel blabla, unterm Strich wird dann aber weiter gemacht wie zuvor. Wie gesagt: Alles menschlich...


    Und die Trainer? Keine Frage: Sie sind mittlerweile oftmals ebenso söldnerisch veranlagt wie die Spieler. Aber es ist schon faszinierend, dass Spieler i.d.R. bestimmte sportliche Probleme zu 90 % auf den Trainer schieben! Das macht ein Trainer im Normalfall nicht. Kann er ja auch nicht. Denn täte er das, wäre die Vertrauensbasis zur Mannschaft nicht mehr vorhanden und die weitere Zusammenarbeit zum Scheitern verurteilt. Das mit den 90 % ist im übrigen ein Erfahrungswert. Denn allein in dieser Winterpause habe ich ca. 15 Spielergespräche geführt. Und bei ausnahmslos allen wurde der Trainer als Hauptübel ausgemacht! Für mich einfach nur erschreckend, kann ich mir doch ausmalen, wie meine Ex-Spieler alles in allem von mir denken - und (hinter dem Rücken) reden... :naja:


    Fazit: Es lebe das hire-n´-fire-Prinzip!!! :D

    Das mit der "richtigen Rakete" ist immer so `ne Sache. Zum einen kostet solch`ein Spieler i.d.R. richtig Kohle. Und zum anderen bleibt die Frage, welche "Rakete" zu einem Club geht, der den letzten Platz in der VL ziert, in 17 Spielen lediglich 6 Punkte aus der Habenseite verbuchen konnte und ganze 9 Tore zustande gebracht hat. Eben. Wohl keiner. Und auch, wenn es so wäre: Stellt sich immer noch die Frage, ob er zu einer Mannschaft paßt, die beinahe ausschließlich dank seiner Kameradschaft noch am Leben ist... :idea:


    Das Culle kein gelernter Stürmer ist stimmt sicherlich. Durch seine körperbetonte Spielweise hat er aber immer auch die Chance, sich Situationen zu erarbeiten. Voraussetzung hierfür ist aber eine 100%ige körperliche Fitness. Leider plagt er sich jedoch derzeit mit einer Zehenverletzung herum... :sad:

    Jedenfalls nicht in Fürstenwalde! Dort hatten nur die Türken Spaß am Biertrinken (sofern überhaupt erlaubt), denn der SV Yesilyurt gewann den Vergleich gegen den Brandenburger Landesligisten verdient - wenn auch etwas zu hoch - mit 4:1 Toren... :biggrin:

    Natürlich wird es sehr schwer. Aber: Der Verein hatte alle Möglichkeiten ausgeschöpft und sich richtig ins Zeug gelegt, dass scheinbar Unmögliche noch möglich zu machen. Super-viel hängt von den ersten 3 Spielen ab. Kommt man gut aus den Startlöchern ist tatsächlich noch alles drin. Bleibt man stecken wird`s im Verlaufe der Saison kaum noch Hoffnung auf Rettung geben...