Kröpeliner SV II - Heiligenhäger SV 1:1 (0:1)
Tore: 0:1 Frehse (24.); 1:1 Ma. Hermann (90.+3)
Schiedsrichter: Günther Vogel
Bei schönem Fußballwetter wollten die KSV´er die Hinspielniederlage (1:3) vergessen machen. Doch wieder blieben Spieler kurzfristig abgemeldet und sogar unabgemeldet dem Rasen fern. Im Aufstiegskampf sollte man da doch mal seine Einstellung überdenken. Aber dennoch bekam man eine schlagkräftige Truppe zusammen.
Schon nach wenigen Minuten zeigten beide Mannschaften, dass sich keiner verstecken will. Kröpelin agierte anfangs etwas defensiver als gewohnt um Sicherheit ins Spiel zu kriegen. Die schnellen Spitzen Christian Penck und Roy Steinmüller sollten die Konterchancen nutzen. Zu den Kontern kam es dann nach ca. 7 Minuten auch – aber diese Chancen wurden leichtfertig vergeben. So z.B. Dirk Wuttig, der frei vor dem Tor zum Lupfer ansetzte aber dieser in den Bäumen hinterm Tor hängen blieb. Desweiteren waren die vielen Freistöße im Mittelfeld auffällig, da Schiedsrichter Vogel fast jeden Körperkontakt abpfiff. Daraus konnten die Mannen des KSV sich Chancen herausarbeiten. So kam Michael Hermann gleich drei mal zu besten Torchancen, aber seine Kopfbälle verfehlten das Ziel, bzw. kamen nicht gefährlich aufs Tor. Aus solchen dicken Möglichkeiten muss man mehr machen……und das sich das Auslassen solcher Möglichkeiten rächt ist nichts Neues! So bekam Heiligenhagen einen Freistoß aus 25 Metern Torentfernung zugesprochen. Bei dem strammen Schuss von Frehse hatte Torhüter Lutz Retzlaff keine Chance. Der Ball schlug zum 0:1 in den linken Torwinkel ein (24.).
Nicht aufstecken war nun die Devise. So kam Michael Hermann aus 25 Metern zum Torschuss, den der Gäste-Torwart noch mit den Fingerspitzen an die Latte lenkte.
Nach einer Flanke von Jan Wähnke „verpasste“ ein Heiligenhäger Spieler das Eigentor und Christian Penck konnte den abgefälschten Ball aus spitzem Winkel leider nicht im leeren Tor unterbringen. Auch nach einer Ecke von Thomas Michel, die der Torwart unterlief hätte der Ausgleich fallen können, aber mehrere Spieler verpassten knapp.
Die Gäste spielten zwar weiterhin fleißig mit, verpassten aber immer wieder den Abschluss.
In der letzten Spielminute der 1. HZ kam Kröpelin noch einmal zu einer guten Konterchance aber Dirk Wuttig, der auf dem linken Flügel frei durch war, wurde unsanft von den Beinen geholt – Halbzeit.
Alle Kröpeliner wussten, dass in diesem Spiel noch einiges drin ist, wenn man einfach so weiter spielt und auch mal einige der vielen Chancen nutzt.
Aber in der 2 HZ kamen diese Chancen eben nicht mehr so zu Stande, da viele Abspielfehler, bzw. ein Pfiff der Referees die Partie prägte. Dennoch wurde auf beiden Seiten hart um jeden Ball gekämpft. Natürlich entstanden auch Konterchancen für Heiligenhagen, bei denen sie teilweise in Überzahl aufs Tor der Heimmannschaft liefen, aber diese wurden nicht konsequent ausgespielt. So z.B. H. Muranko, der das Abspiel auf 2 freistehende Mitspieler verpasste und lieber harmlos aufs kurze Eck schoss. Den einzig gefährlichen Torschuss bot Roy Steinmüller, aber der Torwart bekam wieder die Fingerspitzen an den Ball und lenkte ihn an die Latte. So verging die Zeit und lief für den Gast aus Heiligenhagen. Torschüsse der Kröpeliner aus der Distanz verfehlten das Ziel und gute Freistoßmöglichkeiten wurden leichtfertig vergeben. Auch viele Versuche durch Einzelaktionen scheiterten schon vor dem Abschluss.
In der Schlussphase versuchte der KSV noch mal alles und holte Standards rund um den Strafraum raus. In der letzten Szene des Spiels kam der Gäste-Torhüter aus seinem Tor um einen lang geschlagenen Eckball von Thomas Michel abzufangen, kehrte aber auf halben Weg wieder um, als er merkte dass er nicht an den Ball kam. Mathias Hermann stand am zweiten Pfosten goldrichtig und köpfte den Ball links oben ins Tor. So wurde doch noch verdient ein Punkt eingefahren. Dennoch ist es aufgrund der vielen vergebenen Chancen eher ein 2 Punkte – Verlust. Es war ein faires Spiel, dass leider viel zu oft durch die vielen Pfiffe des Schieris unterbrochen wurde und somit kein Spielfluss aufkam.
Kompliment an die Spieler des HSV, die sich zu einer richtig guten Mannschaft entwickelt haben. Der Sieg wäre im Rennen um den Aufstieg wichtig gewesen, aber „hätte, wenn und aber………“. Fakt ist, am nächsten Samstag geht es zum Spitzenspiel nach Bützow. Ein Ergebnis wie im Hinspiel (4:3 für den KSV) ist wünschenswert. Hoffen wir darauf mal wieder alle Mann an Bord zu haben um auch mal wieder frische Kräfte von der Bank bringen zu können.
Aufstellung:
Retzlaff - Schümann, Johannison (Kords 75.), Schliep, Ma. Hermann - Wähnke, Mi. Hermann, Michel, Wuttig - Penck, Steinmüller
Reserve: Lübz, Creuznacher
Es fehlten:
Geufke, Koch, Bienas, M. Abshagen, Kreiter (krank), Schütt, Kraatz, Schulz, Levetzow, Schäfer (verletzt), Steiner (verletzt)