Hä was soll man denn hören???

Na sowas zum Beispiel:
"TuS 1896 Sachsenhausen versinkt im Chaos
Manager Fred Lange und Trainer Obrad Marjanovic schmeißen hin / Spieler und Sponsoren in Aufregung
Der Aufstieg des TuS 1896 Sachsenhausen vom Vorort-Verein der Kreisstadt hin zum Spitzenclub in der Brandenburgliga ist eng mit dem Namen Fred Lange verbunden. Seit mehr als einem Jahrzehnt zog der 54-Jährige an der Seite von Vereinschef Harry Doede die Fäden. Damit ist seit Montag Schluss.
„Ich habe jetzt viel Freizeit.“ Mehr will Lange zu den Geschehnissen nicht sagen. Aber ja, eine Ära sei zu Ende gegangen. Nicht ohne Folgen: Vereinsmitglieder sind in Aufruhr, Spieler sprachlos, Geldgeber entsetzt. Trainer Obrad Marjanovic reagierte sofort, kündigte seinen Abschied zum Saisonende an. „Wenn ein Verein gegen die erste Mannschaft arbeitet, ist das die Konsequenz“, erklärte der Berliner gegenüber der MAZ. Die im März gewählte Führungscrew der Fußballabteilung um Ingo Piochacz, André Beutler und Eckhard Ludwig brauche keinen Trainer, der erfolgsorientiert arbeitet und spielen lässt. „Sollen sie doch künftig Breitensport betreiben.“
Marjanovic betont, sein Schicksal immer von der Personalie Fred Lange abhängig gemacht zu haben. „Wir haben uns geschworen: ,Wenn einer geht, geht der andere mit’.“ Die Leute, die jetzt im Verein das Sagen hätten, „sind nicht die, die mir Erfolg wünschen“. Der 50-Jährige spricht von einem schleichenden Prozess. „Schon im Winter, als wir klarer Herbstmeister waren, ging es los. Immer wieder wurde betont, dass wir im Falle der Meisterschaft nicht aufsteigen dürfen. Wenn ein Spieler so was immer wieder an den Kopf geknallt bekommt, kannst du dir ausrechnen, was passiert.“ Marjanovic fand sich mit der Entscheidung ab, verkaufte diese so gut wie möglich an die Mannschaft. „Wir wollten es nächstes Jahr wieder versuchen, hätten den Kader dazu gehabt. Dies ist aber nicht das Ziel von einigen Leuten. Die Abteilung arbeitet gegen alles, was positiv ist.“
Derartigen Aussagen tritt deren Chef Ingo Piochacz entgegen, äußert sich ansonsten aber nicht zu den Entwicklungen. „Ich verstehe die Aufregung nicht. Das ganze Theater geht mir komplett gegen den Strich.“ Auch sein Stellvertreter André Beutler sieht keinen Grund, sich verteidigen zu müssen. „In einem Verein kann es unterschiedliche Auffassungen geben. Ich weiß gar nicht, was wir verbrochen haben.“
Marjanovic schon. Eine Erste könne aus seiner Sicht in einem Verein nicht auf einer Stufe mit der Reserve und dem Nachwuchs stehen. „Wenn sie nicht das Aushängeschild ist, verbrennen wir fremde Gelder.“ Marjanovic betont, als Trainer immer Ziele verfolgen zu wollen. „Beschäftigungstherapie ist nicht mein Ding. Wenn der Platzwart über den Weg der ersten Mannschaft entscheidet, hast du als Trainer und Manager da nichts mehr zu suchen. Mit den Leuten kann ich nicht arbeiten.“ Leicht fällt dem Coach der Schritt nicht. „Umfeld, Zuschauer, Mannschaft – alles war perfekt. Und wir waren noch nicht an dem Punkt, wo wir das Optimale aus diesen Bedingungen herausgeholt haben.“
Gerüchten, wonach die ganze Mannschaft geht, trat Marjanovic entgegen. „Auch die schlechteren Spieler pokern jetzt natürlich hoch. Aber die Guten werden sicher schnell Angebote von anderen Vereinen bekommen.“
Was dann passiert, vermag Kapitän Martin Pilz nicht zu sagen. „Ich bin sprachlos. Es ist schade um das Ganze.“ Die Mannschaft sei am Dienstagabend von den Geschehnissen unterrichtet worden – durch den Trainer. „Vom Verein war niemand da, der Stellung genommen hat.“
Der Vorsitzende Harry Doede tat sich auch gestern schwer, passende Worte zu finden. „Es ist zum Heulen, wie ein Verein über Nacht kaputt geht. Was da abgezogen wurde, damit bin ich nicht einverstanden.“ Nun sei es an der Abteilungsleitung, Farbe zu bekennen.
„Der Verein ist in meinen Augen Geschichte.“ Zu dieser Erkenntnis kommt Andreas Gollasch, der eine Firma in Zehlendorf betreibt und den TuS seit Jahren auch finanziell unterstützt. Den Umgang mit Trainer und Manager könne er nicht gutheißen, die neue Ausrichtung nicht nachvollziehen. „Ich steige aus“, kündigte er an – und rechnet damit, dass es ihm viele Sponsoren gleichtun.
Spieler Robert Wiesner sagte nur einen Satz. „Sachsenhausen ist Fred Lange.“ (Von Stefan Zwahr)"
MAZ
... oder sowas:
TuS Sachsenhausen funkt SOS
Erdbeben beim TuS Sachsenhausen: Wegen unüberbrückbarer Differenzen mit der Fußball-Abteilung wird Fred Lange, Manager der ersten Männermannschaft, zum Saisonende von seinem Posten zurücktreten. Auch Trainer Obrad Marjanovic und einige Spieler werden den Verein zum 30. Juni verlassen.
Die Nachricht schlug ein wie eine Bombe. Der Schock bei Fans, Sponsoren und Spielern des Brandenburgligisten sitzt tief. Nach einer Sitzung der Fußball-Abteilung am Montagabend, an der auch Lange teilnahm, soll es zum Zerwürfnis gekommen sein. Wie unsere Zeitung aus Mannschaftskreisen erfahren hat, sollen Mitglieder der Abteilung gezielt gegen den Manager und die erste Mannschaft gearbeitet haben. Den Verantwortlichen waren nach Aussage eines Akteurs wohl die vielen Spieler aus Berlin ein Dorn im Auge.
"Wenn ich erfolgreichen Fußball spielen will, kann ich nicht nur auf junge Spieler aus der Region setzen", sagte Trainer Marjanovic, der unter den Funktionsträgern um Abteilungsleiter Ingo Piochacz nicht mehr arbeiten will. "Fred Lange hat mich nach Sachsenhausen geholt, damit wir erfolgreichen Fußball spielen. Und wenn jemand dagegen ist, bin ich fehl am Platz."
Fehl am Platz sieht sich auch Kapitän Martin Pilz, der zum 30. Juni aus dem Verein austreten wird. "Ich wollte eigentlich bei TuS bleiben, aber mein Verbleib war an Bedingungen geknüpft", machte er klar. Eine sei gewesen, dass das Team zusammenbleibt, einschließlich Manager und Trainer. "Es ist schade, wie das alles gelaufen ist." Auch Mittelfeldspieler Patrick Reiß gehört zu den Leistungsträgern, die Sachsenhausen den Rücken kehren. "Teile des Vorstandes der Fußball-Abteilung haben gegen Fred Lange und die erste Männermannschaft gearbeitet. Damit macht eine Zusammenarbeit keinen Sinn mehr", gab Reiß deutlich zu verstehen. Trainer Obrad Marjanovic vermutet hinter "der Intrige" gegen Lange und sein Team einen systematischen Plan.
Dagegen wollte Ingo Piochacz von Dissonanzen innerhalb des Vereins nichts wissen. "Mir ist nichts bekannt und Austritte liegen mir auch nicht vor." Er sprach aber von "schwebenden Sachen, die hier passieren". Manager Fred Lange wollte sich zu den Vorgängen bei TuS nicht äußern. Einer der Leidtragenden des Streites dürfte Harry Doede sein, der als Präsident des Klubs nun die Wogen glätten und dafür sorgen muss, dass der Verein nicht zerbricht. "Er muss den Verein jetzt retten", sagt Marjanovic, der sich in Sachsenhausen wohlgefühlt und gerne mit den Spielern zusammengearbeitet hat. Wie viele seiner Kicker den Brandenburgligisten nun verlassen, weiß er nicht genau, sagt aber auch: "Mindestens die Hälfte tritt aus dem Verein aus." Jetzt können die Spieler die letzten beiden Saisonspiele als Plattform nutzen, um sich für andere Klubs zu präsentieren. Anfragen werden wohl nicht lange auf sich warten lassen.
OGA