Einheit Kamenz - Stahl Riesa 4:2 (1:0)
1:0 Karel Vrabec (15.)
1:1 Alexander Schidun (58. Eigentor)
1:2 Thomas Kutsche (66.)
2:2 Sebastian Heine (70. FE)
3:2 Franz Josef Zech (78. Eigentor)
4:2 Karel Vrabec (85.)
Zuschauer: 172, ca.70 Riesaer
Eigentlich können wir die Punkte gleich mit der Post nach Kamenz schicken, denn an einen Punktgewinn dort, kann ich mich nicht erinnern und da auf dem kleinen Kunstrasenplatz gespielt wurde, sanken die Chancen gleich nochmals.
Gestern waren wir endlich mal wieder mit dem Aufsichtratsvorsitzenden seiner Frau ihrem Auto unterwegs und aus eigentlich zu dritt, wurde eine lustige Fahrt zu sechst, obwohl das Spiel nicht viel Grund zu Freude lieferte.
Nach zuletzt durchwachsenen Leistungen hatte ich auch nicht viel Hoffnung und so sollte es auch kommen.
Kamenz von Beginn an mit Druck auf die wackelige Stahlabwehr. Erste Möglichkeit nach 60 Sekunden und in Minute 4 lief der erste allein auf Hesse zu. So ging das dann im ca. 4 Minuten Takt weiter und Stahl konnte sich bei Marcus Hesse, der einen Sahnetag erwischte, bedanken, dass es zur Halbzeit nur 1:0 stand. In der 15. war aber auch er gegen Vrabec chancenlos. Stahl fand erst nicht statt, denn gegen pressende Gastgeber wurden die Bälle meist nur hinten herrausgeschlagen oder landeten Dank unpräziser Spielweise beim Gegner. Lediglich zwischen Minute 20 und 30 brachte man 3 Schüsse, 2x Wolf 1x Krechlak, auf das Wochnik Gehäuse zustande. Kamenz dagegen muss sich vorwerfen lassen, dass sie die vorhandenen klaren Möglichkeiten nicht nutzten, denn dann führen sie zur Halbzeit mit 4/5:0 und wir könnten uns nicht mal beschweren. So blieb wenigstens noch Hoffnung auf Besserung und vielleicht einen Punkt.
Halbzeit 2 begann jedoch gleich mit einer Großchance (47.), als 2 Kamenzer nach einem Eckball allein am langen Pfosten stehen. Jedoch scheiterten sie immer wieder am besten Riesaer, Marcus Hesse. Stahl selber bräuchte bis Minute 54, bis Marcel Fricke mal gefährlich aufs Gastgebertor schoss.
4 Minuten später gab's plötzlich Freistoß für Stahl. 18 Meter vorm Tor und halblinks. Marcel Fricke feuert den Ball Richtung Wochnik, der kann den Ball nur Abklatsch und trifft dabei Alex Schidun und dann prallt der Ball ins Tor. Überraschung! Erstaunlicherweise brachte das Kamenz aus dem Takt. Das Zusammenspiel klappte nicht mehr und Stahl wurde gleichwertig. In der 66. Freistoß 18 Meter halbrechts. Wieder schreitet Marcel zur Ausführung, passt diesmal jedoch 10 Meter nach links, wo Zecke Kutsche alleingelassen abzieht und verwandelt. Zwar hob der Linienrichter die Fahne, aber der gute Schiri Gunnar Stary gab den Treffer nach kurzer Diskussion, wg. Abseits, dann doch. Plötzlich lagen wir in Führung, geht da etwa was?!!??? Ääh... NEIN
Denn keine 3 Minuten später kann ein durchlaufender Kamenzer nur geschoben werden und es gibt Elfer, den Sebastian Heine sicher verwandelt. Damit war das kurze Zwischenhoch vorbei und als sich Heine kurz darauf links durch die Stahlabwehr tankt und letztendlich Franz Josef Zech nur den Ball ins eigene Tor lenken kann, war das Spiel gleich wieder gedreht. In der 85. noch ein Freistoß zwei Meter vor der Eckfahne links. Der eben eingewechselte Felix Rehor bedient den vor dem kurzen Pfosten wartenden Karel Vrabec, der unbedrängt das Spiel endgültig entscheidet.
Fazit: siehe Überschrift....... Wie zu erwarten, hatten wir eigentlich keine Chance und nur durch die Nachlässigkeit der Gastgeber sind wir überhaupt in Führung gegangen, aber.......
So in der Besetzung gehören wir auch nicht zu den Top Mannschaften der Liga und ich hoffe mal, dass das eine befreiende Spiel vielleicht nächsten Samstag gegen Zwenkau ist. Schließlich ist in der benachbarten Nudelfabrik dann auch Frühlingsfest und im Frühjahr schlagen bekanntlich die Knospen aus.
Positiv wäre noch die Stimmung zwischen den Verantwortlichen und Fans beider Mannschaften zu erwähnen . Da nur auf einer Seite wirklich Zuschauerplätze waren, stand man zwangsläufig beieinander. Trotz unterschiedlicher Meinungen, teils unter den anwesenden Rentnern, wurden diese eher auf die lustige Art ausgetauscht und es wurde sogar gemeinsam
zum Pinkeln auf den Wall des Rasenplatzes gegangen.
