Beiträge von Bubi

    Tach junger Mann!
    Um jetzt mal auf Dein gesehenes Spiel einzugehen. Es war ein Derby, was teilweise an die Grenzen ging. Neustadt mit ihren LL-erfahrenen Spielern wollte sich es nicht nehmen lassen, von relativ vielen jungen aber durchaus gute bis sehr gute Spieler den Rang im Kreis ablaufen zu lassen. Das hat an diesem Tag den Unterschied ausgemacht. Um auf Deine gelben Karten einzugehen, Wittstock hatte nur 5! und Neustadt 6! Also 11 gelbe Karten davon 8 in der 1. Halbzeit. Alle waren berechtigt. Ein entscheidender Punkt war der Zweikampf vorm 2:1. Grundsätzlich muß der Schiedsrichter nicht abbrechen und schon gar nicht im Mittefeld. In so einer hitzigen Partie wäre es von Vorteil für ihn gewesen, wenn er es getann hätte. Das Spiel beruhigt sich, alle holen Luft und weiter gehts. Aber beide Parteien taten nicht viel für die Fairnis. Weder in diesem Fall den Ball ins aus spielen oder mal die Hand geben. Von den sogenannten Fan´s( über Wittstocker Megafon nur 86!) war von Beginn an Stimmung da. Man muß aber auch unterscheiden über Positive oder Provozierende. Provozierend wäre richtig gewesen. Ebenfalls sogenannte Neustädter Fans sprangen drauf an. Der Höhepunkt war die Fastschlägerei auf der Trebüne. Jetzt noch am Ende von einem Elfmeter ( übrigens Strafstoß, Elfmeter gibts nur in Pokalspielen) von oder für Landbau zu sprechen, zeugt nicht für viel Hirn. Der Osten ist lange her, aber Dein Dosseteich noch immer da. Mach doch mal ne Dampferfahrt darauf. In der Zeitung gelesen, gaben beide Trainer sehr gute und treffende Kommentare dazu ab. Beide und ihre Co-Trainer machen sehr gute Arbeit und bereichern den Fußballkreis. Hut ab von der guten jungen Wittstocker Truppe. Aber auch Lehrgeld gehört dazu. Wäre dieses Spiel am Anfang der Saison gewesen, der Ausgang offen. Neustadt war gewarnt und wollte es allen beweisen. Das war für diesen Tag das i-tüpfelchen.

    Im Kreisderby traten, laut Presse zum ersten mal seit Jahrzehnten, beide Teams in Neustadt gegeneinander an. Um es vorweg zu nehmen, es war ein hitziges, hartes, teils unfaires Spiel, mit einem überforderten Schiedsrichtergespann. Diese Atmosphäre übertrug sich auf die Zuschauerränge und es kam zu unschönen Szenen und sogar kurzen Handgreiflichkeiten zwischen beiden Fanlagern.


    Vor knapp 250 Zuschauern, davon gut 100 Wittstockern, merkte man schon vor Spielbeginn dat es knisterte. Neustadt wollte wohl mit allen Mitteln unserer jungen Aufsteigertruppe zeigen, wer die Nr.2 in OPR ist. Schon nach wenigen Minuten gab es die erste gute Chance für Neustadt, aber Apitz im Wittstocker Tor reagierte glänzend. Fast im Gegenzug fiel dann das 0:1 für den FKH durch Wolter. Es gab nun Chancen auf beiden Seiten, erst ein Wittstocker Abwehrfehler ermöglichte den Ausgleich. Nun begann Hektik und Härte in das Spiel einzuziehen. Der Schieri unterbrach oft und verteilte, vor allem gegen Wittstock, inflationär viele gelbe Karten. Vor dem 2:1 für Schwarz - Rot lagen zwei Spieler beider Teams am Boden, das ganze Stadion wartete auf den Pfiff, nur der Schieri ließ weiterspielen und der Ball landete irgendwie im Wittstocker Tor. Immer wieder wurde durch die Neustädter Bank, durch rufen, schreien und gestikulieren versucht, auf das Spiel Einflusszu nehmen, was oft auch gelang. Mit 2:1 ging es in die Pause. Nach der Pause ging es hin und her und ein abermaliger Abwehrfehler ermöglichte Neustadt das 3:1. Nun eskalierte, angestachelt auch durch abfällige Gesten der Neustädter Spieler, die ihren Jubel übertrieben und die Wittstocker Fans provozierten, auch das Geschehen auf den Rängen. Es gab verbale Duelle und eine Rangelei auf der Tribüne. Die Gemüter beruhigten sich nur schwer. Das Spiel war nun knüppelhart auf beiden Seiten und der Wittstocker Spieler Reschke sah glatt Rot. Es war nicht zu übersehen, dat der Schieri dem Spiel kaum noch gewachsen war, sich weiter von der Neustädter Bank beeinflussen ließ und das Heimteambevorteilte. Kurz vor Schluss gab es noch Elfmeter für "Landbau", den Torjäger Döbbelin sicher verwandelte.


    Objektiv gesehen ein verdienter Sieg für Neustadt, m it einem starken Döbbelin, aber unschöne Begleitumstände und eine Atmosphäre, die von Feindseligkeit geprägt war und bestimmt im Rückspiel eine Fortsetzung findet. Auch die Neustädter Spieler und Verantwortlichen hatten daran ihren Anteil und die Fairness wurde in meinen Augen von ihnen als Heimteam mit Füssen getreten. Man sollte sich als Heimteam der Landesliga freuen, dass so viele auswärtige Fans die Kasse klingeln lassen, aber bei diesen Begleitumständen überlegen sich einige ältere Wittstocker, ob sie sich Neustadt nochmal antun. Toll das soviele Hansa anhänger ihr Team unterstützten. Neustadt - Man sieht sich im Frühjahr.