ZitatOriginal von Iwan
Ohne Einschränkungen ?
Wenn sich die echten Hooligans wirklich an einen (Ehren)"Kodex" halten und dies als seperaten "Sport" betreiben, dann akzeptieren sie ja schon Einschränkungen. Die organisierten Treffen fernab vom Fußball und vom Stadion nach abgemachten "Regeln" (z.B. 30 vs.30 im Wald) könnten sie ja durchaus als Sportart kultivieren, was die zwielichtigen Kreise ja mit inzwischen zu Sport erklärten Schlägereien wie "Vollkontakt" oder "Extreme Fight" schon vollzogen haben.
Das was BILD&Co. als Holligans aufspießen sind die üblichen Fußballrandalierer. Das denen, nach dem Kodex der angeblich ehrenwerten Althauer, die Bezeichnung Hoolligan garnicht zusteht kümmert die wenig (den Schriftzug Hooligan schleppen ja pubertierende Jungglatzköpfe in dafür anfälligen Gegenden als kommerzielle Modemarke ohnehin uniform über die Schulhöfe). Die glauben nur weil sie in einem gut gefüllten Stadion Anschluss an eine große Masse, für die Spieldauer gleichgesinnter gefunden haben, die einfachsten Gesetze des Zusammenlebens (Achtung körperlicher Unversehrtheit, Achtung der Würde Anderer, Achtung des Eigentums Anderer) übertreten und brechen zu können. Die Zugehörigkeit zur gleichen Fangruppe suggeriert ihnen (und bietet ihnen häufiig auch) Schutz vor der, normalerweise für sowas fälligen Verfolgung durch die Polizei.
Aber selbst Fußballrandalierer hätten nur einen Bruchteil von Spaß an und Motivation für ihr Tun, wenn es nicht die große Gemeinde der klammheimlich von sowas faszinierten Gewaltspanner gäbe, die natürlich nie an sowas teilnehmen würden, aber zufällig immer wenn es mal wieder eine Szene von Zerstörungswut oder Klopperei gibt, mit heimlichem Grinsen da stehen und sich nach besonders auffälligen "Aktion" noch die ganze folgende Woche im wohl temperierten Zimmer, am sorgfältig aufgeräumten Schreibtisch via Internet über ihre "Erlebnisse" einer, nach sowas lechzenden Gemeinde den Underground-Jounailisten geben können, um sich danach wohlich in pseudopolitischen Diskussionen über "Polizeigewalt", "strikte Distanzierung von Gewalt", "sozialen Ursachen" und anderen Abschweifungen die Zeit zu vertreiben. Zur Krone des Unterhaltungswertes ist dabei dann natürlich immernoch der schaurig schöne Erlebnisbericht weitgereister (oder geschickt googelnder) Leute, das es irgendwo in fernen Landen noch tausendmal brutaler, heftiger und wilder zugeht. Das ist dann die beste Gelegenheit sich noch scheinheiliger von "sowas" zu distanzieren und sowas zu verurteilen, während man heimlich bedauert nicht dabei gewesen zu sein ... (mind. 100m Sicherheitsabstand dazwischen vorrausgesetzt, wozu hat die Digicam schliesslich den Zoom).
:top: volle zustimmung