FC SLOVAN LIBEREC - SK SIGMA OLOMOUC 2:0 (1:0)
Finchen und ich waren so zwischen 15 und 20 Mal zu Gast im "U Nisy", in deren VIP-Bereich war es für uns eine Premiere. Es war ein Komplettwochenende mit Hotelübernachtung im nahegelegenen Hotel "Riesenfass" in Javornik. Superstark organisiert von einem ehemaligen SGD-Geschäftsführer, die VIP-Tickets überreichte der ehemalige FV Oberlausitz-Präsident Johann Stein persönlich. Der wichtige Heimsieg ließ den Abend dann im Hotel natürlich gebührend ausklingen...
Sooo sicher, wie es das Ergebnis aussagt, war es überhaupt nicht. Beide Teams starteten motiviert, die Partie entwickelte sich ansehnlich. Gefühlt hatten die Gäste einen Ticken mehr vom Spiel, Slovan allerdings schneller und zielstrebiger Richtung Sigma-Gehäuse. Das erste Mal holte es uns nach einer Viertelstunde aus den Polsterstühlen, als Gebre Selassie sich rechts durchtankte und Christian Frydek das Ding ins linke Dreiangel nagelte. Ein Traumtor. In der Folge drückte Olmütz stärker auf das Slovan-Tor, die Jungs vom Jeschken konnten sich zweimal bei ihrem Torhüter Knobloch bedanken, der jeweils im Eins gegen Eins der Sieger blieb. Kurz vor dem Pausenpfiff noch eine tolle Aktion von Slovan-Stürmer Jusuf Hilal, der aus der Drehung das Leder an die Querlatte drosch. Den hätte der Gästekeeper nie und nimmer bekommen.
Auch nach dem Seitenwechsel das selbe Bild, Sigma wollte - konnte aber nicht so richtig, weil Slovan auch einen guten Tag erwischt hatte. Nach einer Ecke lag der mitgegangene Verteidiger Challus plötzlich im Strafraum, der VAR aus dem Prager Keller meldete sich prompt, Schiri Batik guckte nur ganz kurz auf den Bildschirm und entschied sofort auf Elfer. Diesen verwandelte Wiederkehrer Jusuf Hilal zum umjubelten 2:0. Wobei man anmerken muss, dass trotz geringer Zuschauerzahl die Stimmung die gesamten 90 Minuten über das ganze Stadion verteilt schon extrem gut war. Liberec verlegte sich in Folge jetzt mehr auf das Kontern, versuchte ein paar gute zu fahren, verstrickte sich aber in der finalen Aktion immer so ein bissel. Auf der Gegenseite waren noch zwei-dreimal Luftanhalten angesagt, Knobloch rettete eine Viertelstunde vor Schluß das dritte Mal vor dem sicheren Einschuß. Am Ende jubelten die Jungs von der Neiße über das ordentliche Spiel und die drei Punkte.
Zuschauer: 2.295
Torfolge: 1:0 Frydek (15.), 2:0 Jusuf Hilal (57., Elfmeter)