Die Aussagen, die mir zu den letzten Erklärungen dieses "ganz normalen Fans" einfallen, lasse ich ebenso stecken, wie jeden weiteren Kommentar. Denn wenn jemand mitdiskutiert, der 80% einer über 2000 Mitarbeiter starken Belegschaft für austauschbar erklärt, verbunden mit der Erklärung, er habe nichts gegen diese Leute, dann sind wir beim Größenwahn angelangt. Mag sein, daß darin auch die Erklärung für alle Dinge liegt, die gerade in Wolfen passieren und möglicherweise will man dort auch 80% der Fans austauschen und gibt noch fünf weitere Spieler ab, um auch insoweit diese Quote zu erreichen. Über solche Dinge sollten wir uns dann nicht den Kopf zerbrechen, sondern einfach die Antwort auf dem Platz geben lassen.
Beiträge von Aufreger
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Also Besserwisser, überleg doch mal was du hier immer von dir gibst. Von dem Krisengespräch welches du erwähnst ist absolut lächerlich. Zwischen Tretschok/Hodul und dem Vorstand herrscht reger Kontakt. Es ist ja nicht so, dass beide alles im Alleingang machen. Der Vorstand ist auch an der Vorbereitung der neuen Serie beteiligt. Warten wir doch alle einfach die nächsten 2-3 Wochen ab. Und dann werden wir sehen. Wenn sich die Situation bis dahin nicht verbessert hat können sich immernoch alle das Maul zerledern. Bis dahin würde ich einfach mal abwarten.
Aber Besserwisser, ich kann mir vorstellen das ein Tag an der Linie bei der Zelle schon recht langweilig ist. Deshalb ist es schon verständlich, dass ihr euch solchen Müll erzählst. Achso, wo warst du eigentlich in denn letzten Serien.
Und hier mal ne kurze Def. zum Besserwisser:
Der Besserwisser gehört zur Gattung der Klugscheisser. Er zeichnet sich besonders dadurch aus, dass er immer meint alles besser zu wissen als andere. Er hat zu allem etwas zu sagen wobei er selten recht behält. Zu seinem Leidwesen muss er feststellen, dass er kein Genie ist, obwohl er gerne so darstehen würde.
Legt man die hier häufig kritisierte Wolfener Informationspolitik zugrunde, dann kann Baertchen ja nur Vorstand sein... Wer auch immer er ist, in jedem Fall zielt er heftig unter die Gürtellinie, wenn er von der "langweiligen Linie bei der Zelle" spricht. Denn diese langweilige Linie ist es, die die Region Bitterfeld-Wolfen überhaupt leben läßt und die den Aufstieg der Wolfener Fußballer ermöglicht hat. Und - so hört man zumindest - an dieser Linie stehen ja wohl auch so einige Wolfener Spieler.Ansonsten, ich hatte es schon geschrieben: Wir sind alle sehr gespannt, ob diese Wolfener Strategie aufgeht. Tatsache ist, daß alles was öffentlich bekannt ist, nämlich der Spielerkader (vor allem hinsichtlich der Zahl der Spieler), die Ergebnisse der Freundschaftsspiele und die Zeit bis zum Saisonstart, dagegensprechen.
Aber es stimmt, manchmal muß man einfach Neues machen, Herr Klinsmann war damit ja auch erfolgreich...
Und noch eine kurze Bemerkung zu der hier immer wieder getroffenen Feststellung, daß sich die Wolfener Spieler, die jetzt in Sandersdorf sind, den Streß Oberliga nicht antun wollen: Erstens hat man den Eindruck, daß sie sich den Aufstiegstrainer durchaus gern antun. Zweitens stand der Aufstieg von Wolfen so früh fest, daß zumindest der Vorstand hätte schon mal fragen können, wer denn bleibt, drittens, wenn Tretschok wirklich erst seit 30 Tagen eingebunden ist, dann hätte der Vorstand schon eine ganze Liste von in Frage kommenden Spielern vorlegen müssen, denn ein Verein fängt eine Saison üblicherweise nicht ohne Spieler an.
Und aus allen diesen Gründen wundern sich die Außenstehenden und sorgen sich offensichtlich die Fans.
Das sollten aber die Handelnden ganz souverän aushalten können, wenn tatsächlich hinter alldem ein Konzept steht und, daß möchte ich nochmal ausdrücklich betonen, da muß man niemanden wegen seiner täglichen Arbeit beleidigen.
Hätte die Saison schon angefangen, würde ich vorschlagen: "Rote Karte" für Baertchen, in der Vorbereitung kann man die Augen zudrücken...
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Ich habe mal eine frage. Ich bin gerade auf schicht und höre Wolfen verliert 4:1 gegen Bannewitz ?? Stimmt das wirklich ????
Das stimmt wirklich! Und es waren nicht etwa die schweren Beine gegen Ende des Spiels, sondern Bannewitz schoß seine Tore zum 3:0 Pausenstand in der 2., 26. und 40. Minute. Naja, hat aber ja alles nichts zu bedeuten, denn wir wissen ja, daß das alles zum Programm gehört und der Regionalligaaufstieg ist ja auch erst für 2010 geplant, in diesem Jahr soll ja lediglich der Klassenerhalt und der Landespokalsieg rausspringen.
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In der 1. HZ spielten: Bölke, Georg, Scherz, Markow, Mieth, Weimann, Raychouni, Lukac ???, Petre Dragan (oder so ähnlich), Tscheche Nr 3 und noch ein mir nicht bekannter Spieler
In der 2. HZ kamen Hahn, Brendel, Hebsacker (mit neuem Haarschnitt), Sponer und Dan Lochmann zum Einsatz.Leider nahm sich der Stadionsprecher eine Auszeit.
Handelt es sich um Mounier Raychouni, über den man bei Transfermarkt erfährt, daß er libanesicher Nationalspieler ist und es bei seinen Stationen Torgelow und BFC Preussen auf immerhin 10 Spiele und sage und schreibe 211 Minuten in der Oberliga Nordost Nord gebracht hat, bevor er 2007 den BFC Preussen in unbekannte Richtung verließ?
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Aufreger und Du , Ihr seid sicherlich Kumpel , oder ? Und beide kommt Ihr aus dem S.dorf .
Natürlich sind wir alle Kumpel und aus Sandersdorf, wie kann das anders sein. Und wir sind das Böse, wir haben Euern Aufstiegstrainer entführt und dazu Euere Spieler mit vier mal Training pro Woche bedroht, so daß die alle zu uns gekommen sind. Und dann haben wir noch eine Mauer um Wolfen gezogen, daß auch keine neuen Spieler reinkommen. Und schließlich haben wir dann Herrn Tretschok auch noch gesagt, daß die neue Saison erst im Januar beginnt und deshalb alle Zeit der Welt ist und daß es außerdem garnicht gut ist, zuviele Spieler zu haben, eigentlich sind nämlich schon drei einer zuviel.Und vor allem haben wir dem Wolfen-Fan Michael ein Mittel verabreicht, daß ihm blindes Vertauen ermöglicht.
Leider ist das aber nur ein Traum von Macht, denn tatsächlich habe ich nur eine vage Ahnung, wo dieses Sandersdorf liegt, nämlich ganz offensichtlich nahe Bitterfeld-Wolfen , welches man allerdings aus früheren Zeiten schon Dank des Zugfahrens in ewiger Erinnerung behält.
Außerdem sind meine Wortmeldungen nicht einmal Kritik, sondern Ausdruck höchster Verwunderung, weil in Wolfen alles anders gemacht wird, als bei allen anderen Vereinen. Aber wenn Ihr dann die von Kortschagin erwähnten Spieler Kracher, Brecher und Knipser verpflichtet habt, die ja auf dem Transfermarkt wie Fallobst angeboten werden, dann spätestens habt Ihr alle Zweifler eines Besseren belehrt und ich werde mich in aller Form entschuldigen, daß ich mich so sehr gewundert habe.
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Dank Eurer Anworten werde ich noch zum Wolfen-Experten....
"Aufreger! Du bist wohl neugierig?
Die wissen schon was sie machen. Mit dem Babelsberger Duo ergeben sich für uns ganz andere Möglichkeiten als mit Olaf Schaller. Es dauert eben noch, bis die Mannschaft steht und eingespielt ist."
Ich habe also nachgekramt und bin zu dem Ergebnis gekommen, daß es mit Olaf Schaller für Euch immer nur besser wurde. Klar, daß da einiges Ungewöhnliches getan werden muß, um "ganz andere Möglichkeiten" auszuschöpfen.
[quote='Kortschagin',index.php?page=Thread&postID=773977#post773977]Es gibt schon reichlich Spieler, die gerne in und für Wolfen spielen wollen.
Und warum tun sie es dann nicht? Oder sind das alles Spieler ohne Oberligaformat und wollen Hodul und Tretschok dann lieber nur acht Leute auflaufen lassen, als sich nachsagen zu lassen, untaugliche Spieler verpflichtet zu haben?
Ich erinnere mich aber auch noch gut daran, dass es in Wolfen auch schon "Schaller raus!" Rufe gab, man lautstark über Kövari meckerte weil er das Tor nicht traf und über Bergs wurde auch oft genug gelästert.
Kövari ist doch der Mann, der Geschichte schrieb... Habt Ihr deshalb einen hauptamtlichen Sportdirektor, weil Ihr einen braucht, der schreiben kann (sorry, ist die blanke Ironie)
Bergs meint wohl Frank Berger, zu dem kann ich ja einiges sagen, da ich schon Trainer über ihn sprechen hörte, die schier verzweifelten, weil er einfach keine Lust hat, Fußball zu spielen, obwohl er es viel besser kann, als ganz viele andere. Schädlich hat es immer wieder vergeblich versucht, Halata hat ihn dann nochmal aus der Versenkung geholt und zum Kapitän gemacht, aber Berger will sich nicht quälen und so endet er jetzt (wahrscheinlich nur im Wortsinn, aber es klingt so gut) bei einer Dorfmannschaft.
Will sagen, das Problem sind nicht die Abgänge nach Sandersdorf (Jeckel ist alt und mehr verletzt als einsatzbereit, Michalak ist nur alt, Bernard ist auch mehr verletzt, jetzt auch noch ein Motoradunfall, Bebber kam zu Euch, weil er nicht Oberliga spielen will), sondern die fehlenden Zugänge. Ich hätte da Leute erwartet wie Petrik und Mutzschler oder Talente aus Tretschoks Fußballschule, durchaus Hampel, aber auch Feller oder Streit, der sich jetzt beim Vfl Halle warmhält. Aber so, wie es zur Zeit aussieht, ist es doch nur traurig und genau genommen müssen, so Ihr wirklich am ersten Spieltag antretet, Hodul und Tretschok hinschmeißen, weil sie keine ihnen entsprechende Mannschaft bilden konnten... aber Kommando zurück! Es bleiben noch fast vier Wochen. Und es gibt noch soviele "unbekannt" hinter Abgängen der Ligen 1 bis 5, die durchaus Verstärkungen wären.
Mal sehen, wie es morgen gegen Jena läuft. Hoffentlich hat unser Stadionsprecher die Aussprache konsonantenreicher Namen geübt.
Wenn es nur an der Aussprache liegt, da weiß ich genau, daß Euer Sportdirektor diese beherrscht, der durfte sogar schon Spiegel-online-Interviews geben.... "Ich beziehe kein Arbeitslosengeld" sprach er da vor einigen Jahren zwischen Berlin und Babelsberg.
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FC Grün-Weiß Wolfen
Zugänge:
Ivan Markow (VfB Lübeck), Christian Bölke (VfB Sangerhausen), Patrick Brendel (VfL Halle 96), Nico Scherz (ZFC Meuselwitz)Abgänge:
Nils-Oliver Göres (1. FC Magdeburg II), Hagen Bernard, Marcus Jeckel, Mario Kövari, Frank Berger, Stefan Bebber, Sandro Michalak (alle Sandersdorf), Matthias Tuchel (SV Dessau 05), Ray Kirst (Brachstedt), Keule Rößner, Pfeiffer (beide eigene Zweite), Henzel (unbekannt)Was passiert da in Wolfen? Gab es soetwas schon mal?
In 4 Wochen spielt Wolfen in Auerbach. Am Saisonende hatte Wolfen 21 Spieler, 12 Spieler sind gegangen, bleiben noch 9, 4 Zugänge sind 13, davon 3 Torhüter. Und jetzt gibt es schon seit Tagen keine Meldung, daß von den Probespielern jemand verpflichtet wird.
Auf Wolfens Homepage ist zu lesen, daß eine Mitgliederversammlung verlegt wurde auf einen nicht bekannten Termin.
Laut Transfermarkt (dort wird Wolfen sogar nur mit sieben Spielern aufgeführt, wovon zwei tatsächlich Abgänge sind) hat Wolfen aber einen Trainer und einen Sportdirektor. Der Trainer hat eine internationale Lizenz, der Sportdirektor ist Rene Tretschok, also ein gut bekannter ehemaliger Bundesligaprofi, der Deutscher Meister und Europacupsieger war.
Nun frage ich mich, was hat das zu bedeuten. Die Abgänge und die fehlenden Neuverpflichtungen sowie die abgesagte Mitgliederversammlung und, was hier ja auch stand, die fehlenden Trikots für die neue Saison deuten daraufhin, daß Wolfen noch vor dem ersten Spieltag zurückzieht.
Trainer und Sportdirektor hingegen würden sich auch bei einem Profiverein ordentlich lesen (na zumindest in der 2. oder 3. Liga), deuten jedenfalls daraufhin, daß soviel Geld da ist, daß man sich die beiden leisten kann. Die neu verpflichteten Spieler haben aber allenfalls durchschnittliches Oberliganiveau (Scherz, Markow), die Probespieler sind auch keine Granaten, also selbst wenn Bettels, Hebsacker sowie die unbekannten Ägypter(?) oder Tschechen verpflichtet würden, ergäbe sich die Situation, daß die dem Papier nach qualifiziertere sportliche Leitung eine im Vergleich zum letzten Jahr eher schlechtere und uneingespielte Truppe hätte. Oder kommen da noch kurz vor Transferschluß Spieler aus dem Profibereich, die dort keine Verträge mehr bekommen???
Oder wird die Katze erst kurz vor Schluß aus dem Sack gelassen und die wahre Mannschaft trainiert immer heimlich in einer Lagerhalle des Hauptsponsors
Naja, auf jeden Fall habe ich Mitleid mit den Wolfener Fans, denn mit denen wird ja nach der Aufstiegseuphorie ein seltsames Spiel gespielt, aber vielleicht ist das alles ja eine Überlistungsstrategie, von der wir Normalverbraucher einfach keine Ahnung haben... und deshalb halte ich jetzt auch wieder die Klappe.
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Piesteritzer warten weiter auf die Entscheidung
Amtsgericht verlegt Verkündungstermin - Präsident Georg sieht Fehler
von Michael Hübner, 03.06.08, 20:05h, aktualisiert 03.06.08, 20:16h
Piesteritz/MZ. Die Fußball-Verbandsliga - am Sonnabend geht der letzte Spieltag über die Bühne - steht vor einer Verlängerung. Grund dafür ist der Rechtsstreit zwischen dem FC Grün-Weiß Piesteritz und dem Landesverband. Am Dienstag sollte vor dem Amtsgericht in Magdeburg bei einem so genannten Verkündigungstermin die Entscheidung fallen. Doch das wurde jetzt auf den 24. Juni vertagt.
Die Verantwortlichen im Volkspark haben erstmals in ihrer fast 90-jährigen Vereinsgeschichte die Zivilgerichtsbarkeit eingeschaltet. Damit wehren sich die Kicker gegen ein umstrittenes Urteil des Sportverbandsgerichts. In Dessau wurde der peinliche Wechselfehler vom inzwischen feststehenden Oberliga-Aufsteiger Wolfen beim Saisonauftakt im August in Piesteritz - die Gäste gewannen 1:0 - nur mit einer Geldstrafe geahndet. Die Grün-Weißen aus dem Volkspark fordern aber die drei Zähler aus dem Spiel (die MZ berichtete).Inzwischen hat der Verband mit Werner Georg einen neuen Präsidenten. Und der Chef spricht von einer "negativen Seite" der fast abgelaufenen Saison. Es wurden Fehler gemacht, argumentiert er, und keiner wolle dafür einstehen. Georg sieht die Schuld für die verzwickte Situation "bei allen Beteiligten". Wolfen habe einen Kicker eingewechselt, der nicht auf dem Spielprotokoll stand und damit nicht spielberechtigt war. "Das Schiedsrichter-Kollektiv durfte diesen Wechsel nie zulassen", so der Experte, der auch die Ausrede des verantwortlichen Assistenten kennt: Es habe geregnet, und das Protokoll sei aufgeweicht gewesen. Georg nimmt selbst das Verbandsgericht nicht in Schutz. "Entscheidend sind unsere Statuten", sagte er. Im Klartext: Piesteritz gehören die drei Zähler.
Doch im Urteil - gefällt im stillen Kämmerlein - beriefen sich die Sport-Richter auf den Nordostdeutschen Fußballverband. In der ordentlichen Verhandlung hat die Richterin dem Landesverband auch deshalb "massive Rechtsverstöße" attestiert. Georg kritisiert trotzdem den Gang der Piesteritzer vor ein Amtsgericht. Dies könne nicht Schule machen. "Wir werden für solche Fälle eine Schlichtungskammer installieren", so der Präsident. Allerdings hatten sich die Piesteritzer tatsächlich bemüht, das Problem im Verband zu klären. Der Revisionsantrag wurde aber vom Präsidium, im dem auch Georg abstimmte, abgewiesen. "Das war eine knappe Entscheidung", erinnerte sich am Dienstag der neue Chef an das 3:2-Votum. Sein Vorgänger hatte das ganz anders geschildert.
Georg ist jedenfalls froh, dass der Rechtsstreit keine Auswirkung auf Aufstieg oder Relegationsspiel hat. "Das würde alles blockieren", denkt der Mann auch schon an die Vorbereitung der neuen Saison.
Georg rechnet im Übrigen nicht damit, dass die Abschluss-Tabelle nach der Entscheidung des Amtsgerichtes korrigiert werden muss.
Sorry, aber ich kann es mir nicht entgehen lassen, an diesem Artikel deutlich zu machen, was der Kollege, dem in dieser Angelegenheit die absolute Meinungshoheit seitens der MZ zugestanden wird, so alles demagogisiert:
Das er von einem "Verkündigungstermin" spricht, zeigt, daß er wohl ausschließlich auf Gott, statt auf Wissen vertraut. Die Verkündigung kennen wir nämlich lediglich als die des Evangeliums. So etwas wird vor deutschen Gerichten nicht gemacht, dort gibt es Verkündungstermine.
Ein "peinlicher Wechselfehler" schreibt sich sicherlich schön, tatsächlich lag der Fehler der Wolfener aber beim Ausfüllen des Spielberichtsbogens.
Der von Wolfen eingewechselte Spieler stand nicht auf dem Spielberichtsbogen und war damit nicht einwechselberechtigt. Daß der Spieler im Übrigen spielberechtigt war, hat noch nie irgendjemand bestritten. Die zum damaligen Zeitpunkt geltenden Vorschriften des FSA unterscheiden diese Frage.
Die Aussage von Herrn Georg, daß die Statuten des FSA entscheidend sind, heißt entgegen der Schlußfolgerung im Artikel gerade nicht automatisch, daß Piesteritz die drei Punkte bekommt, vielmehr streiten die Parteien ja gerade in dieser Frage über Satzzeichen und wird das Gericht - laut dem zutreffenden Schlußsatz - nicht nur nach Herrn Georgs Meinung, feststellen, daß die Entscheidung nach den Statuten des FSA mindestens möglich war.
Nun ja, wünschen wir dem Kollegen noch viele Verkündigungen...
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@Aufreger....tolle Hypothesen:-).
Es geht hier nicht mehr um 3 Punkte für Wolfen oder Piesteritz. Wen interessiert ob Piesteritz 4 oder 9 wird. Der FSA macht einfach wie er denkt!
Wahrscheinlich bist Du der Anwalt vom FSA.Die Vereine im FSA wollen sich vielleicht nicht mehr alles gefallen lassen von der "ALTEN GARDE"!
Ich bin weder der Anwalt des FSA, noch habe ich mit Eurem Bundesland irgend etwas zu tun. Lediglich die Tatsache, daß eine Entscheidung eines Sportgerichtes durch ein Zivilgericht überprüft wird, ist für mich interessant sowie die Darstellung in der Presse. Mir ist also egal, wie es ausgeht, interessant ist die Öffentlichkeitswirksamkeit. Ich finde die Berichterstattung in der MZ seit Einreichung der Klage bedenklich, da nicht über Fakten berichtet wurde, sondern Stimmung in eine Richtung erzeugt wird, die die richterliche Unabhängigkeit angreift.
Ansonsten nochmal: Daß Euer FSA das Verfahren fehlerhaft geführt hat wurde gestern auch festgestellt, aber eben auch, daß das Urteil auch bei einem ordnungsgemäß durchgeführten Verfahren möglich gewesen wäre. Deshalb wird das Amtsgericht das Urteil des Sportgerichtes der 2. Instanz wohl auch nicht aufheben(so mein Eindruck). Und, nur das wollte ich sagen, das kann man doch nun auch auf Piesteritzer Seite zugeben. Zumal, wenn es Piesteritz nur noch darum geht, deutlich zu machen, daß der FSA "nicht einfach machen kann, wie er denkt". Dieses Ziel dürfte erreicht sein, denn das Gericht hat erklärt, daß der FSA Fehler gemacht hat und daß es sich in einem solchen Fall auch als zuständig ansieht. Mehr - meine ich - ist in diesem Verfahren nicht zu erreichen. Insofern finde ich es eine glückliche Fügung, daß für die beiden betroffenen Vereine es nicht mehr wichtig ist.
Obwohl es, daß will ich zugeben, für mich sehr interessant gewesen wäre, wenn am Ende Wolfen mit drei Punkten Vorsprung und dem drittbesten Torverhältnis vor wem auch immer Meister geworden wäre und Piesteritz mit drei Punkten Rückstand zum Zweiten und einem schlechteren Torverhältnis als der Zweite Dritter geworden wäre. Denn plötzlich würde nicht nur der FSA, sondern der NOFV betroffen sein, weil unklar bliebe, wer denn das Relegationsspiel gegen den Berliner Vizemeister spielen müßte...
Und eines noch und dann werde ich mich wieder abmelden: Wenn die Vereine einen neuen FSA haben wollen, müssen die Vereine einen neuen FSA wählen.
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Mich interessiert dieser Fall ausschließlich aus beruflich wissenschaftlichem Interesse, dashalb bin ich auch auf dieses Forum gestoßen, welches die Gelegenheit bietet, die Meinungen von wohl in der Überzahl Nichtjuristen zu erfahren.
Nun will ich aber doch aus dem ausschließlichen Beobachterstatus raustreten, weil der zitierte MZ-Artikel das Maß des Erträglichen übersteigt.
Für mich stellt sich die "Geschichte" so dar: Es gibt am ersten Spieltag einen Wechselfehler, da Wolfen einen Spieler einwechselt, der nicht auf dem Spielberichtsbogen steht. Piesteritz legt Einspruch ein. Das Sportgericht erster Instanz entscheidet, daß das Spiel für Piesteritz gewertet wird, hiergegen gehen nunmehr die Wolfener in Einspruch und bekommen recht.
Zur Halbserie hat Piesteritz 9 Punkte Rückstand auf Platz 2, welcher als Ziel ausgegeben wird, wechselt den Trainer und klagt gegen den Verband, um aus dem 9 Punkte Rückstand einen 6 Punkte Rückstand machen zu können. Man glaubt also, diesen Rückstand aufholen zu können. Tatsächlich hat sich dieser Rückstand nunmehr auf 14 Punkte vergrößert. Da hat man wohl seine sportlichen Fähigkeiten überschätzt.
Dennoch wird vor Gericht weitergemacht. Und nachdem das Amtsgericht Magdeburg deutlich macht, daß es zwar erhebliche Verfahrensfehler sieht, die von der zweiten Instanz getroffene Entscheidung jedoch nach bisherigem Vortrag für unangreifbar hält, da das Sportgericht innerhalb des ihm gegebenen Ermessensspielraumes gehandelt habe, tut Piesteritz so, als habe man die große Gerechtigkeit hergestellt.
Auch zur Frage des Satzbaus in der Satzung hat das Amtsgericht klar zu erkennen gegeben, daß es der Auffassung des FSA folgt, weil sich aus der Gesamtheit des Strafenkataloges zweifelsfrei ergibt, daß für ein solches vergleichbar geringeres Vergehen keine härtere Bestrafung (Spielwertung + Geldstrafe) gewollt sein kann, als für schwerere Vergehen.
Also nach der gestrigen Verhandlung darf man erwarten, daß die Piesteritzer Klage abgewiesen wird, weil die unstreitigen Verfahrensfehler des FSA eben nicht zu einem falschen Ergebnis geführt haben. Das können die Piesteritzer doch zugeben.