Der längste Elfmeter der Welt
Zwischen dem Elfmeterpfiff des Schiedsrichters und der Ausführung des Strafstoßes lagen genau zwei Monate.Der spanische Amateurclub Trujillo hat einen Elfmeter verwandelt, den der Unparteiische seinem Team am 23. Januar zugesprochen hatte.
Das Punktspiel zwischen Trujillo und Alagón war damals beim Stande von 1:1 in der 90. Minute unmittelbar nach dem Elfmeterpfiff abgebrochen worden, weil Zuschauer einem Linienrichter ans Leder wollten.
...
2000 Zuschauer, vier Mal so viele wie bei einem normalen Spiel, wollten sich das Schauspiel nicht entgehen lassen.
Trujillo kam durch den Strafstoß nicht nur zum 2:1, sondern erzielte in der Nachspielzeit auch noch das 3:1.
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Ukrainischer Fußball
Durch die politischen Veränderungen ist auch der ukrainische Fußball in
Turbulenzen geraten. Die Geschichte um Nationaltrainer Blochin, der
vorerst (trotz großer Erfolge) zum Rücktritt gezwungen wurde, weil
eine Doppelfunktion als Abgeordneter und Nationaltrainer angeblich
nicht möglich wäre, ist sicher bekannt. Hat natürlich politische Hiintergründe.
Ärger gab es auch um Dinamo Kiew, deren Aktien vom Staat blockiert
wurden und denen von der Kommunistischen Partei (ja, die gibts dort
auch noch) die Forderung entgegenschlug: der Verein
solle "entprivatisiert" werden und ein staatlicher (volkseigener) Verein werden...
Den "Besitzern" der großen Vereine (mafiaähnliche Großindustrielle)
wie Surkis (Kiew), Achmetow (Schachtyor Donezk) oder Tartunow
(Metallurg Donezk) weht momentan ein wenig Gegenwind entgegen.
Nicht nur politisch.
Sie holten in letzter Zeit verstärkt für Millionen von Euros
(zweitklassige) internationale Spieler aus Brasilien, Ex-Yugoslawien,
Rumänien, Afrika u.a. in ihre Mannschaften, so daß Schachtyor teilweise
nur noch mit einem einzigen Ukrainer spielte.
Dagegen regt sich verständlicher Protest von führenden Kreisen der
Nationalmannschaft und der Politik, die eine Schwächung der "Sbornaja" befürchten
(siehe auch Entwicklung in Deutschland)...
Einen Minusrekord zuschauermässig gab es am letzten Spieltag.
Der Verein Borisfen Borispol mußte ins benachbarte Kiew zum
Heimspiel ausweichen. Im dortigen Dinamo-Kiew-Heimstadion kamen
zum Punktspiel der höchsten Liga gegen Dnepr Dnepropetrowsk (1:1)ganze 100 Zuschauer...
Zur gleichen Zeit fand das Ortsderby zwischen Dinamo Kiew und
Arsenal Kiew im großen Olympiastadion vor der ebenso kümmerlichen
Kulisse von knapp 3.000 Zuschauern statt und endete mit einem trostlosen 0:0. Natürlich spielten auch die unwirtlichen Witterungsbedingen an diesem Wochenende eine Rolle, der Winter war zurückgekehrt...