Was für ein Sonntag - mit diesem 0:2 sind wir die Tabellenspitze los, da kann es mich auch nur wenig trösten, dass wir grad Weltmeister geworden sind....Naja, hier der Bericht...
1.FFC Turbine Potsdam II - 1.FC Union Berlin 2:0 (0:0)
Turbine II:
1 Busack - 3 Beltz - 5 Boos, 17 Krone - 18 Wolff (ab 78.Min. 16 Fockmann), 13 Helfer, 8 Richter (ab 64.Min. 14 Krohn), 2 Mucha, 10 Podvorica - 9 Lys, 7 Sandmann (ab 54.Min. 6 Stosnow)
Union:
1 Immig - 3 Ahlgrimm, 12 Hoffmann, 10 Wierth, 16 Mewes - 13 Weißenborn, 7 Ziemann, 15 Gärtner, 14 Polewka - 8 Poese (ab 38.Min. 2 Schöber), 6 Kockat (ab 61.Min. 11 Lehmann)
Gelbe Karten: Hoffmann (F), Ahlgrimm (F)
Zuschauer: ca. 80
Tore:
1:0 (47.) Podvorica, zieht einen Freistoss von links außen direkt auf den kurzen Pfosten, von wo Immig den Ball durch die Händen rutschen lässt
2:0 (87.) Lys, geht kurz hinter der Mittellinie los und setzt sich gegen 3 Unionerinnen durch und vollendet flach ins Eck
Am 4.Spieltag rissen die beiden guten Serien: erstes Gegentor nach zuvor 317 Minuten mit weißer Weste und erste Niederlage nach 3 Siegen in Folge. Auch wenn eine Niederlage bei der Turbine-Reserve sicher kein Beinbruch ist, sollte in Punkto Einstellung und Kampfgeist sich bis zum Pokalspiel am Mittwoch einiges ändern, sonst droht auch hier das vorzeitige Aus. Die erste echte Torchance für die Berlinerinnen hatte Polewka, die an der gut reagierenden Torfrau Busack scheitert - das war in der 89. Minute.
Zuvor sahen die etwa 80 Zuschauer im Potsdamer Waldstadion ein Regionalligaspiel der schwachen Sorte. Beide Teams konnten sich in der ersten Hälfte keine Feldvorteile erspielen, fast alles spielte sich im Mittelfeld ab, denn weder Podvorica auf Seiten von Turbine noch Gärtner auf Seiten Unions konnten ihre Spielmacherqualitäten zur Geltung bringen. So blieb im Aufbau vieles Stückwerk und der finale Pass meist in den Abwehrreihen hängen. Lys per Seitfallzieher nach einer Ecke (6.) und Helfer mit einem strammen Schuss aus 20m (17.) hatten die einzigen beiden Chancen der ersten Hälfte. Unions Spitzen Poese und Kockat hingen in der Luft und bekamen kaum nützliche Zuspiele; zwar liefen sowohl Weißenborn auf links als auch Polewka auf rechts viel, doch Aufwand und Nutzen standen in keinerlei Verhältnis. Als Poese kurz vor der Pause dann verletzt Schöber Platz machen musste, war auch die letzte spielerische Komponente in Unions Offensive beseitigt.
Doch auch Potsdam riss keine Bäume aus und so fiel das erste Tor bezeichnenderweise durch einen Patzer von Immig: Als Hoffmann auf der linken Außenbahn die durchgebrochene Sandmann von den Beinen holt, zieht Podvorica den Freistoss zwar platziert, aber ungefährlich aufs kurze Eck, wo Immig den schon sicher geglaubten Ball wieder aus den Händen ins Netz rutschen lässt (47.). Wer nun glaubte, dass Potsdam energich nachlegen oder Union sich aufbäumen würde, sah sich getäuscht: Das schwache Spiel aus Halbzeit 1 setzte sich fort und nahezu alles spielte sich zwischen den Strafräumen ab. Potsdam brachte in Halbzeit 2 Fockmann und Krohn und bei Union kam Lehmann für Kockat, doch spielerische Impulse brachte dies weder auf der einen noch auf der anderen Seite. Aus 25m wuchtet Boos den Ball über das Tor (63.), Wolff verstolpert später kurz vor dem Strafraum den Ball (81.) - mehr gab es nicht zu sehen. Den Schlusspunkt in dieser zerfahrenen Partie setzte dann Lys mit dem 2:0, als sie an der Mittellinie losmarschiert, 3 Unionerinnen stehen lässt und sicher zum Endstand vollendet (87.). Nun warten im Pokal mit den Spandauer Kickers und in der Liga mit Erzgebirge Aue die nächsten beiden Teams, um wieder nach oben zu schauen.