Babelsberg vs. Neustrelitz torlos

  • Ein schwieriges Spiel stand an im KarLi, Spiel eins nach Schönberg. Wie würde sich die Mannschaft heute präsentieren?
    Anlässlich der Aktionswoche des NOFV „Für Fairplay – Gemeinsam gegen Gewalt und Rassismus“ wurde vor Start des Spiels durch die Mannschaften ein entsprechendes Plakat gezeigt. Parallel dazu verlas man einen offiziellen Text. Da man sich in Babelsberg seit Jahren, ganz ohne plakative Maßnahmen, diesem Thema verschreibt, stieß die Aktion auf sehr geteiltes Echo, ohne dabei jedoch den Inhalt in Frage zu stellen.


    Neumann war zurück in der Abwehr, dafür musste Rudolph verletzt passen.


    Schiri Hofmann hatte es scheinbar eilig, noch vor 14 Uhr pfiff er die Partie an und Babelsberg legte los. Man spürte gleich, dass die Mannschaft sich für den heutigen Tag einiges vorgenommen hatte. Von Anfang an ging es eigentlich nur in eine Richtung, die des Neustrelitzer Tores. In der 3. Minute der erste Kopfball aufs Tor. Ben-Hatira nach einer Ecke, aber noch zu ungenau. Es folgten gleich weitere Ecken, die aber ebenso nichts einbrachten. Das erste Mal in die andere Richtung ging es dann in der 8. Minute. Richter spielt den Ball vors Tor und Neubert verlängert ihn bei der Abwehr, diesmal nicht unhaltbar ;), auf Busch. Der hat ihn im Nachfassen sicher. In der Folgezeit spielte man wieder aufs Neustrelitzer Tor. Nach einem Freistoß von Mutsche, der geblockt wird, bringt Moritz den Ball erneut in den Strafraum, Zenk nimmt ihn mit und sein Schuss aufs Tor aus spitzem Winkel kann gerade noch von einem Gegenspieler geklärt werden. Mutsche war auch an der nächsten Chance beteiligt. An der Strafraumgrenze tunnelt er einen Neustrelitzer Jung und gibt den Ball auf den parallel mitlaufenden Biran weiter. Letzterer zieht aus nächster Nähe nach einem weiteren Schritt ab und fordert Stollberg zu seiner ersten Glanzparade. Hundertprozenter. Vergeben. Schade! In Minute 24 wurde getestet wie viel unbedrängte Kopfballzuspiele man denn im Neustrelitzer Strafraum machen könne. Ein drittel der Babelsberger Mannschaft war bestimmt beteiligt. Leider besann man sich nicht aufs Wesentliche. Sie wissen schon – die Geschichte mit dem Runden und dem Eckigen. Rund ging’s auch in der nächsten Szene. Lukac narrt zwei Gegenspieler, flankt, und, na – ja, irgendwie war die Erdanziehungskraft in diesem Moment für Ben-Hatira und Zenk viel zu groß. Ihre Köpfe berührten beide nicht mehr das Leder. Gut eine halbe Stunde gespielt, nun wieder Mutsche an der Reihe. An zwei Roten vorbei wird sein erster Schuss noch geblockt und beim nächsten zeigte Stollberg erneut einen Riesenreflex. Großtat Nummer 3 gleich darauf. Diesmal ist es Patrick der von links den Ball in den Strafraum vors Tor tritt. Während Ben-Hatira den Ball noch verpasst, kommt Biran frei zum Schuss, aber wieder nichts. Was dieser Stollberg in der Luft und beim Rauslaufen nicht leisten konnte, machte er auf der Linie alles wett. In der Folgesituation wirft sich ein Neustrelitzer in Patricks Schuss, alles eingerahmt von zahlreichen Eckbällen. Schön für die Statistik, nur nicht für die wirklich zählende. So ging es in die Pause. Halbzeit eins war wirklich ok, viel Laufbereitschaft, besseres Flügelspiel und eine sattelfeste Abwehr ließen auf mehr hoffen.


    Hälfte zwei begann noch einmal zwei Minuten früher, die Mannschaften kamen unverändert aus den Kabinen und die Guten waren wieder am Drücker. Jimmy sollte seine Chance bekommen. Volley kann er einen Ball im Strafraum aufs Tor ziehen, bekommt ihn aber nicht wirklich unter Kontrolle und der Schuss aufs Tor war dann doch eher ein Schüsschen. Nächste Torszene Patrick – im Strafraum angespielt, zieht er auf Höhe des Fünfmeterraums von und mit links aus spitzem Winkel ab. Alle dachten schon der Ball sei drin, doch weit gefehlt, weil knapp verfehlt. Ebenso knapp, nur zwei Minuten später, geht ein Kopfball, nach Flanke Mutschlers, vorbei. Da der Druck aufs Schönberger Gehäuse abnahm, kam in der 65. Minute Tretschok für Jimmy, der sich fortan in die Offensive mit einschaltete. Kleinere Chancen folgten bis auch die Roten sich in Durchgang 2 anschickten, unserem Strafraum einen Besuch abzustatten. Ein strammer Schuss, von wem auch immer, zwang Busch zu einer starken Parade. Durchatmen. Das wär’s gewesen. Die ganze Zeit siehst du sie nicht und dann so etwas…. Aber, zu einer guten Abwehr gehört halt ebenso ein klasse Keeper. Und weil so schön war, wollten sie es gleich noch einmal probieren. Gefährlich war’s, aber letztendlich sprang nur eine Ecke dabei heraus. Und die war alles andere als gefährlich. Ecken gab’s auch wieder für Nulldrei. Gemessen an der Anzahl, sprang dabei aber viel zu wenig heraus. Babelsberg blieb zwar feldüberlegen, aber das Spiel verflachte zusehends, Torraumszenen wurden Mangelware. Nun kam Wedemann für Ben-Hatira, die nächste Chance aber hatte der andere Einwechsler. Biran passt auf Moritz, der weiter läuft und seinerseits flankt. Ein Tick zu hoch, jedenfalls kam Tretschok nicht mehr richtig über den Ball und somit keine Gefahr für den Neustrelitzer Kasten. 10 Minuten waren noch zu spielen, echte Tormöglichkeiten gab es nicht mehr zu sehen.


    Gemessen an dem Antispiel in Schönberg haben wir heute sicher ein sehr gutes Spiel gesehen, gemessen an den besseren Leistungen aus der Hinrunde war die Leistung befriedigend. Die Abwehr strahlte bis auf zwei, drei Szenen wieder Sicherheit aus, das Mittelfeld wirkte wesentlich geordneter und ideenreicher. Allerdings kann man hier noch mehr erwarten. Man merkt der Mannschaft nach wie vor an, dass sie sich mit Betontruppen schwer tut. Gerade auch die opulenten, aber nach wie vor wenig effektiven Laufwege des Stürmerduos müssen sich verbessern. Zu wenig Unterschiede zwischen den beiden Stürmern zu wenig Variabilität bisher. Der Einsatz und die Konzentration stimmte heut bei allen. Da kann man sicher niemandem einen Vorwurf machen.






    SV Babelsberg 03: Busch – Laars, Neubert, Neumann – Mutschler, Moritz, Hartwig(65. Tretschok), Lukac, Zenk – Ben-Hatira(77. Wedemann), Biran


    TSG Neustrelitz: Stollberg – Lösel, Richter, Duggert, Zelm, Bellomo, Özvatan, Kambs(73. Wogurka), Yildiz, Koslov, Rochow



    Tore: Fehlanzeige(same procedure as last year)


    gelbe Karten: Hartwig - Özvatan, Kambs, Duggert


    Schiedsrichter: Martin Hofmann (Dachwig)


    Zuschauer: 1208 (ca.30)