XVII. Harzland Pokal des SV Germania Gernrode

  • XVII. Harzland Pokal des SV Germania Gernrode (Alte Herren) - Reisebericht


    Auch dieses Jahr ging es wieder zum Harzlandturnier für Altherrenmannschaften nach Gernrode. Die Vorhut machte sich bereits am Donnerstag auf den Weg. Über die Stationen Hamburg, Hannover, Braunschweig erreichte man trotz dichten Verkehrs relativ problemlos die Unterkunft in Gernrode, wobei zu erwähnen ist, dass es auf der ganzen Fahrt keinen Alkohol gab (ein Novum). Herzlich begrüßt wurde man von Kai und Rene, den „Chefs“ des Hotels. Mit einem Bier und dem Harzer Nationalgetränk (Schierker Feuerstein- BBRrrrrr) wurde das Wiedersehen begossen. In geselliger Runde saß man dann noch ein paar Stündchen zusammen und plante den Kulturtrip für den nächsten Tag. Dieser begann mit einem ausführlichen Frühstück und dann gings los Richtung Quedlingburg (Weltkulturerbe der UNESCO). Aber bereits nach wenigen 100 Metern wurde das vorhaben abgebrochen, denn der einsetzende heftige Schneefall ließ die Lust auf Autofahren und durch die Stadt zu wandern auf Null sinken. Also Auto abstellen, Wandersachen an und los gings. Durch Friedrichsbrunn und dann irgendwann rechts in den Wald, so die Wegbeschreibung der Einheimischen. Gesagt, getan. Im Wald konnten wir dann die Verwüstung bestaunen die „Kyrill“auch hier angerichtet hatte. Erstes Etappenziel war ein Blockhaus indem wir zu Mittag speisen wollten. Zuvor gabs Glühwein zu aufwärmen. Beim Verlassen der Lokalität wurde ein Kicker entdeckt und die Herren ließen es sich natürlich nicht nehmen schnell den Einsatz festzulegen und eine Partie zu spielen. 6:5 war der Endstand und die Verlierer ärgerten sich noch einige Stunden über ihre desaströse Abwehrarbeit (Brüsi, er ist halt ein Stürmer). Auf dem Rückweg waren dann Pfandfinderqualitäten gefragt, aber auch hier weiß der Mecklenburger ja zu überzeugen. Kurz vor dem Hotel musste sich nochmals mit Glühwein bzw. Jagertee aufgewärmt werden, wobei sich insbesondere der Jagertee als ganz hinterhältiges Getränk erwies. Während der Rest der Neubukower noch durch das Harzer Vorland irrte, gingen die Anwesenden wieder zum gemütlichen Teil über, was jedoch Konsequenzen bei der abendlichen Fitness nach sich zog... Gegen 20.30 Uhr trafen dann auch die restlichen Neubukower ein. Bei einigen hatte man den Eindruck sie wären mit Absicht so lange unterwegs gewesen um noch einige Bierchen mehr zu trinken. Zum Abendbrot gab es diesmal ein leckeres Buffet und danach mussten einige die Bayern Niederlage in Dortmund über sich ergehen lassen. Hierbei durften einige Frustgetränke bzw. Freudengetränke nicht fehlen, so dass die Bettschwere bei einigen dann doch relativ schnell erreicht wurde und der Weg ins Schlafgemach angetreten wurde. Kurz vor bzw. nach Mitternacht trafen dann noch 2 Nachzügler aus Wilhelmshaven bzw. Neubukow ein, so dass die TSG-Familie am nächsten morgen vollzählig am Frühstückstisch versammelt war. Da das Turnier diesmal erst 13 Uhr begann, wurde das Frühstück in aller Ruhe und Gemütlichkeit zu sich genommen und dann war Abfahrt nach Gernrode. Hier angekommen durfte man noch das Endspiel des E-Junioren Turniers bestaunen. Welch ein Getümmel und Chaos auf dem Spielfeld...herrlich!! Und dann gings los. Vorher wurde die Spielzeit auf Wunsch einiger älterer Semester noch von 12 auf 10 Minuten verkürzt, Alte Herren eben. Da wir nur einen Auswechsler zur Verfügung hatten, hieß die Taktik: Frühes Tor und dann hinten dicht. Leider ging diese Taktik nicht einmal auf. Im ersten Spiel gegen Askania Ballenstedt zeigte man wirklich ansehnlichen Hallenfußball, aber außer der 1:0 Führung sprang nichts heraus. Dieser wurde von den TSG-Fans (die irgendwie die einzigen Fans waren) reichlich bejubelt und endlich war mal Stimmung in der Halle. Mit dem einzigen Torschuss konnte der Gegner ausgleichen. Im 2. Spiel war Gastgeber Gernrode II der Gegner. Wieder war die TSG klar überlegen, aber die Pille wollte einfach nicht rein in diesen verdammten Kasten. Ca. 2 Minuten vor Schluss zeigte Dralli ungeahnte Vollstreckerqualitäten und verwandelte zum umjubelten Siegtreffer. Gegen Grün-Weiß Rieder gab es ein unglückliches 1:2. Unglücklich, weil der Führungstreffer für Rieder ein Glücksschuss war,d ass 1:2 kurz vor Schluss fiel und Rieder bei 6 Wechselspielern einfach im Vorteil war. Aber so langsam schwanden einfach die Kräfte bei den 5 Feldspielern. Im letzten Spiel gegen Quedlinburg musste ein Sieg mit 3 Toren Unterschied her. Irgendwie hatten wir das falsch verstanden, denn nach gut 4 Minuten stand es 0:3 und das nach haarsträubenden Abwehrfehlern. Die Partie wurde trotzdem vernünftig beendet (0:4) und so blieb nur Platz 4 in der Gruppe. Da die Plätze nicht ausgespielt wurden, erhoben wir uns spontan auf Platz 7. Ab dem Halbfinale wurden alle Spiele im 9-Meterschießen entschieden. Letztlich gewann Quedlingburg vor Thale und Rieder. Spielerisch war es einer der besten Auftritte der TSG, aber wenn keine Tore fallen hilft das auch nicht viel. Mittlerweile war man in Lisetts-Sportelerkneipe, welche sich in der Turnhalle befindet, eingetroffen und begrüßte erst mal die bekannten Gesichter hinter dem Tresen, wo die TSG-Kicker in den letzten Jahren einen bleibenden Eindruck hinterlassen hatten. Zunächst verfolgte alle gespannt den Handballkrimi zwischen Deutschland und Frankreich und anschließend gab es bei Freibier und belegten Brötchen wieder einige nette Unterhaltungen. Aber plötzlich stand ein Betrugsversuch im Raum-Skandal!! Von Gastgeberseite (die Gruppenletzter wurden) wurde doch tatsächlich behauptet, dass mindesten 4 TSG-Spieler das Altherrenalter (32 Jahre) noch nicht erreicht hätte! Wäre dieses „Kompliment“ von Frauen gekommen, ach was hätten wir uns geschmeichelt gefühlt... Jetzt hieß es aber Flagge zeigen und ein Loblied auf die gute und für den Alterungsprozess äußerst gesunde Ostseeluft zu singen. Unterlegt von Ausweispapieren konnte alles ins rechte Lot gerückt werden und der Harzmensch grübelt jetzt bestimmt, ob er nicht an die Ostsee umsiedelt, um seine Falten zu bekämpfen. Dann war es Zeit aufzubrechen, denn im Hotel sollte abends noch gegrillt werden. Es schmeckte hervorragend. Endlich schaffte man es auch mal ein Foto mit allen TSG-Fahrern zu machen, welches auch gleich ausgedruckt wurde. Bei zahlreichen verschiedenen Getränke wurde es ein kurzweiliger Abend, wobei insbesondere die Geschichten von Globetrotter Thomas äußerst interessant waren. Nach und nach lichteten sich die Reihen und gegen 2.45 Uhr war dann Zapfenstreich. Am nächsten Morgen wurde dann noch ein Frühstück eingenommen, der Bus den Berg hochgeschoben und los gings Richtung Heimat. Wie schon auf dem Hinweg gab es im Bus nur einen Sender-NDR Kultur. Nein, nicht noch mal ein Klavierkonzert von Chopin. Rettung versprach eine Tanke kurz vor Magdeburg. Hier gabs doch tatsächlich Kassetten im Angebot. Es wurde nicht lange überlegt, sondern gekauft. DJ Bobo und Kollegen waren doch etwas erträglicher als die Klassikhits. Die Rückfahrt verlief ohne größere Zwischenfälle bis zu dem Zeitpunkt als ein weibliches Crew-Mitglied feststellen musste, dass eine Hand zwischen Auto und Tür schmerzvolle Folgen haben kann-AUA!! Und gute Besserung. Mit allerlei guten erste Hilfe Tipps beeindruckte hier insbesondere die hinterste Reihe...die Tipps standen scheinbar alle auf den Getränkeflaschen, welche dort reichlich konsumiert wurden. Pünktlich zur 2. Halbzeit des Hansa-Spiels erreichte der Bus wieder heimischen Boden und ein wieder viel zu kurzer Ausflug nach Gernrode war zu Ende.


    Fazit: Der Pokal hat auch dieses Jahr wieder nicht den Weg in unsere Hände gefunden. Darum wird es auch im nächsten Jahr wieder heißen:“Und dann fahr`n wir nach Gernrode und dann hol`n wir den Pokal.“

    Journalisten sind Leute, die ein Leben lang nachdenken, welchen Beruf sie eigentlich verfehlt haben. (M. Twain)

  • auch dieses Jahr waren wir wieder vor ort...und mit nur einer niederlage wurde platz 3 erzielt.... ansonsten kann ich nur sagen..."jungs und mädels, es war ein traum mit euch", selten so gelacht und nächstes jahr heißt es dann wieder "und dann fahr`n wir nach gernrode und dann hol`n wir den pokal!!"...... :schal2:

    Journalisten sind Leute, die ein Leben lang nachdenken, welchen Beruf sie eigentlich verfehlt haben. (M. Twain)

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