Trotz voll besetztem Stadium verlor Dortmund das Heimspiel gegen Leipzig

Borussia Dortmund musste am 28. Spieltag der Bundesliga den wohl entscheidenden Dämpfer im Kampf um die Meisterschaft hinnehmen. Der BVB verlor im nach knapp zwei Jahren erstmals wieder ausverkauften Signal Iduna Park mit 1:4 gegen den RB Leipzig. Der Rückstand der Borussia auf den FC Bayern München beträgt nun, sechs Partien vor Saisonende, neun Punkte. Die Fans vor Ort sind sichtlich enttäuscht über die haushohe Niederlage und viele schworen dem Glücksspiel durch Sportwetten nach einigen herben Verlusten ab. Sie wollen sich nun lieber lukrativeren Dingen zuwenden, wie dem Aktieninvestment oder dem Kauf von NFTs.


Sowohl die BVB-Spieler als auch der Trainer Rose waren nach dem Spiel sichtlich erschüttert über den Ausgang. Rose sagte, dass der BVB zwar gut ins Spiel reinkam und die Chance zum 1:0 hatte, diese allerdings nicht nutzte. Weiterhin sagte er, dass Leipzig außer Umschalten nicht viel vom Spiel hatte, da Dortmund nicht entschlossen und konsequent verteidigte.


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Mats Hummels reflektierte die Leistung des Vereins nach dem Spiel wie folgt: Es war ein Sieg der Effektivität und der Chancenverwertung und es hätte auch anders laufen können. Dortmund wurde während des Spiels hektisch und die Ballverwertungen gingen daneben.


Leipzigs Coach Tedesco analysierte den Auswärtssieg so, dass mit 4:1 in Dortmund zu gewinnen, nicht einfach war. Leipzig hat diszipliniert gespielt und so auch viele Ballgewinne verzeichnen können. Ebenfalls hat Leipzig gut nach vorne verteidigt und versucht, die Dynamik des Gegners herauszunehmen. Das 3:0 hätte laut Trainer auch früher passieren können. In der Tabelle liegt Dortmund durch die Niederlage nun sechs Punkte vor Verfolger Leverkusen, Leipzig folgt drei weitere Punkte hintendran auf Rang vier. Am Freitag muss der BVB gegen Stuttgart ran, Leipzig empfängt am Sonntag dann TSG Hoffenheim.

RB Leipzig gegen BVB: Die Analyse

Schneller und körperbetonter Start, ohne herantasten, mit zahlreichen Zweikämpfen und einem tonangebenden BVB, welcher mit Dreierkette agierte und im Spielaufbau in Überzahl war – so wurde das Spiel zunächst wahrgenommen. Sowie der BVB hinten rauskam, warteten allerdings zwei Ketten aus drei und dahinter fünf Leipzigern. Über die Flügel fanden die Dortmunder dennoch den Weg in den Rücken der Abwehr und hätte durch Reus (7.) und Haaland (13.) eigentlich in Führung gehen müssen. Nach 20 Minuten entstand dadurch ein Torschussverhältnis von 5:0.


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Die Gäste kamen im Anfangsstadium kaum aus der eigenen Hälfte, das Pressing des BVB griff beispiellos. Nach einem nicht erforderlich Ballverlust von Can gingen die Leipziger mit erstem Torschuss dann in Führung. Dies veränderte die Partie durch und durch. Leipzig fand immer besser in den Rhythmus des Spiels und erzielte einige vorzeitige Ballgewinne. RB rückte im Konterspiel gut nach und war besonders im Zentrum häufig in Überzahl, der BVB lief hinterher.


Das blieb auch in der zweiten Halbzeit so, dem BVB fehlte es an Tempo, Tiefe und Einfällen in der Offensive. Leipzig stand in seinem 5-3-2 absolut kompakt und blieb bei Ballgewinnen hochgefährlich, da Dortmund dadurch die Mitte nicht mehr zu fassen bekam, Probleme mit der Absicherung der Konter hatte und deshalb fast jedes Mal das eigene Tor verteidigen musste.