Was von der EURO 2021 übrig bleibt

Jetzt ist sie Geschichte – die EURO 2021 ist mit dem Klassiker England gegen Italien zu Ende gegangen und letztlich hieß es „Football’s coming Rome“ anstatt „Football’s coming Home“. Die Europameisterschaft stand von vornherein unter besonderen Vorzeichen. Trotzdem war sie auch für Freunde des Amateur-Fußballs in unserer Region eine tolle Abwechslung in der Sommerpause. Wir blicken zurück auf die erste paneuropäische EM der Geschichte und schauen, was von dem Turnier übrigbleibt.


Heimvorteil – ganz oder gar nicht!

Es sollte die erste paneuropäische EM werden und tatsächlich wurde das Turnier in elf europäischen Großstädten ausgetragen. So konnten einige Mannschaften wie Deutschland, die Niederlande oder England mindestens drei Heimspiele austragen. Dass die Three Lions allerdings nicht nur die Vorrunde, sondern auch das Achtelfinale sowie Halbfinale und Finale in der Heimat bestreiten durften, kam nicht überall gut an. Zu allem Überfluss präsentierten sich die englischen Fans nicht gerade von ihrer besten Seite und pfiffen unter anderem die Nationalhymnen ihrer Gegner aus.

Die torreichste EM aller Zeiten

Der Trend hält an. In den vergangenen Jahren sind bei den EM-Endrunden immer mehr Tore gefallen. Mit 142 Toren war die EURO 2021 das torreichste Turnier der Geschichte. 2016 waren es im Vergleich noch 108 Tore. Dabei gab es einige spektakuläre Torfestivals zu bestaunen, darunter das 4:2 zwischen Deutschland und Portugal oder das 3:2 zwischen den Niederlanden und der Ukraine in der Gruppenphase. Aber auch in der K.o.-Runde haben beispielsweise Kroatien und Spanien mit dem 3:5 nach Verlängerung oder Schweiz und Frankreich mit dem 3:3 für echte Spektakel gesorgt.

Die EM der Eigentore

Ein Trend hat sich schon früh im Turnier herauskristallisiert: Die EURO 2021 sollte die EM der Eigentore werden. So war das erste Tor des Turniers ein Treffer des Merih Demiral ins eigene Netz. Auch der deutsche Abwehrchef Mats Hummels sorgte mit seinem Eigentor gegen Frankreich für den Treffer des Tages. Dass dies allerdings keine Auswirkungen auf die Meisterchancen seines Vereins BVB hat, zeigen die Quoten von 8,00 bei Zodiac Bet (Stand: 21.07.). Der Buchmacher gehört laut SBO.net zu den besten Fußballwetten-Anbietern 2021. Besonders der Willkommensbonus für neue Kunden sowie der Kundenservice, der rund um die Uhr verfügbar ist, kamen bei der Plattform gut an. Bei der EM sind in der Gruppenphase mit acht Eigentoren so viele Eigentore wie noch nie bei einer Endrunde gefallen. Auch in der K.o.-Phase ging das Eigentor-Festival munter weiter. Letztlich sind bei der EURO 2021 11 Eigentore gezählt worden.

England und das Elfmeterschießen

Drei Spiele wurden in der K.o.-Runde im Elfmeterschießen entschieden. Unter anderem kegelte die Schweiz Weltmeister Frankreich im Achtelfinale aus dem Turnier. England hingegen blieb bis zum Finale vor der Elferlotterie verschont. Auch wenn sich die Three Lions 2018 noch im Elfmeterschießen durchsetzten, gelten sie nicht gerade als die sicherste Elfer-Nation. Das bestätigte sich dann auch wieder im Endspiel. Mit einem 1:1 nach 120 Minuten war es der italienische Keeper Gianluigi Donnarumma, der mit drei gehaltenen Elfmetern den Sieg für Italien sicherte. Anstatt „Football’s coming Home” hieß es am Ende im Wembleystadion „Football’s coming (to) Rome”.

Die Todesgruppe ist ihrem Namen gerecht geworden

Vor dem Turnier galt die Gruppe F als Todesgruppe schlechthin. Mit Weltmeister Frankreich, Titelverteidiger Portugal, Mitfavorit Deutschland und Co-Gastgeber Ungarn war die Gruppe namhaft besetzt. Viele Experten waren sich sicher, dass der kommende Europameister aus dieser Gruppe stammen würde. Zwar schaffen es alle drei Favoriten in die nächste Runde, im Achtelfinale war dann allerdings Schluss. Frankreich unterlag der Schweiz, Portugal verlor gegen Belgien und Deutschland musste sich England geschlagen geben. Damit ist die Todesgruppe ihrem Namen – wenn auch in anderem Sinne – gerecht geworden.

Deutschland muss sich neu erfinden

Eigentlich wollte Jogi Löw bei seinem letzten Turnier als Bundestrainer noch einmal angreifen. Doch die Auftritte der deutschen Nationalmannschaft haben gezeigt, dass der Wechsel auf der Trainerposition längst überfällig war. Von vier Spielen konnte die DFB-Elf nur eines gewinnen. Nun muss Nachfolger Hansi Flick der Mannschaft einen neuen Geist einhauchen. Bei der kommenden EM gehören auf jeden Fall andere Mannschaften zu den Favoriten. Die A-Nationalmannschaft dürfte neben der WM in Katar allerdings auch die kommende Heim-EM im Blick haben. 2024 soll dann ein ähnliches Sommermärchen stattfinden wie 2006.



Die zurückliegende Europameisterschaft hatte einige spannende Geschichte zu erzählen. England muss weiter auf den ersten großen Titel seit 1966 warten, Deutschland muss sich neu erfinden und alle Mannschaften sollten bis zur WM 2022 ihre Eigentore abstellen.

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