Beiträge von Jens

    Dass die erste Halbzeit torlos endete, lag vor allem daran, dass der gastgebende FC Schönberg 95 sträflich nachlässig mit seinen Torchancen umging. Bereits nach 7 Minuten wurde es erstmalig so richtig brenzlig vor dem Tor der Landeshauptstädter, aber den Schwerinern gelang es, eine gute Woelki-Flanke knapp vor dem einschussbereiten Christoph Höpel zu entschärfen. In der 13. Minute konnten es die Grün-Weißen dann kaum fassen, dass der freistehende Florian Zysk nicht am stark reagierenden Ronny Losereit vorbeikam und Kamil Krol seinen Nachschuss ebenfalls nicht im Tor unterbrachte. Auch 2 Minute später waren die Gäste im Glück, als Kamil Krol mit viel Tempo über die rechte Seite kam und Christoph Höpel die Flanke nur ganz knapp verpasste. Auf der Gegenseite musste Serkan Rinal in der 18. Minute gegen Steven Flemming klären und bei den darauf folgenden 3 Ecken wirkte Schönbergs Abwehr nicht immer souverän. Aber die Maurinekicker spielten anschließend weiter munter nach vorn, blieben aber im Abschluss vom Pech verfolgt, denn sowohl Kamil Krol als auch Florian Zysk trafen bei ihren Torschüssen das Ziel nicht. Direkt nach der Pause leistete sich Eintracht-Kapitän André Hildebrandt einen Blackout, als er nach 2 Foulspielen innerhalb von 2 Minuten die Ampelkarte sah. Und prompt gelang dem FC Schönberg 95 kurz darauf das hochverdiente 1:0. Nach der Balleroberung im Mittelfeld schaltete die Grümmer-Elf blitzschnell auf Angriff um. Thomas Haese spielte quer zu Florian Zysk und dieser hatte in diesem Fall wenig Mühe zu vollenden. Doch die Eintracht antwortete mit wütenden Attacken und bestrafte das zu passive Spiel der Hausherren mit dem umgehenden Ausgleich. Nach einer Ecke bekam der FC95 den Ball nicht aus der Gefahrenzone geschlagen und Erik Sabas drückte einen Abpraller über die Torlinie. Die letzte halbe Stunde der Partie war dann heiß umkämpft. Es blieb zwar dabei, dass Schönberg ein deutliches Chancenplus für sich verbuchen konnte, aber es blieb eben auch dabei, dass nichts Zählbares dabei heraussprang. Insbesondere einen Kopfball von Florian Zysk in der 68. Minute haben alle wohl schon im Tor gesehen, doch Ronny Losereit konnte wieder einmal mit einem sensationellen Reflex retten. Erst in der Schlussminute belohnte sich Schönberg selbst für sein gutes Spiel. Niwar Jasim zwang den Schweriner Keeper mit seinem Kopfball zu einer weiteren Glanzparade, doch gegen den überlegten Nachschuss von Thomas Haese war dann kein Kraut mehr gewachsen. Schönberg machte in der Nachspielzeit nicht mehr den Fehler, die Gäste wieder ins Spiel kommen zu lassen. Man nahm konsequent das Tempo aus der Partie und brachte den knappen Vorsprung so sicher über die Zeit. Und die Erleichterung im grün-weißen Lager war nach dem Abpfiff ebenso groß, wie die Gewissheit, dass die 3 Punkte absolut in Ordnung gingen. Das Spektrum der Meinungen reichte von „Verdienter geht es nicht!“ (Sven Wittfot, sportlicher Leiter) bis „Absolut verdient!“ (Serkan Rinal, Mannschaftskapitän).


    Statistik


    FC Schönberg 95: Gabor Ruhr, René Sahmkow, Hannes-Michel Köhn, Sascha Woelki, Kamil Krol, Florian Zysk, Eric Dobberitz, Serkan Rinal, Jano Stapelmann, Thomas Haese, Christoph Höpel


    FC Eintracht Schwerin: Ronny Losereit, Vico Mandlhate, Ferdinand Zink, Tom Nachtigall, Erik Sabas, Thomas Bernstein, Steven Flemming, André Hildebrandt, Konstantin Radloff, Kevin Looks, Christoph Zerrenner


    Tore: 1:0 Florian Zysk (59.), 1:1 Erik Sabas (61.), 2:1 Thomas Haese (89.)


    Gelbe Karten: Serkan Rinal (45. Unsportlichkeit) – André Hildebrandt (51., Foulspiel), Steven Flemming (78., Foulspiel)


    Gelb-Rote Karte: André Hildebrandt (53., Foulspiel)


    Zuschauer: 160


    Schiedsrichter: Alexander Rau (Rostock)


    Schiedsrichterassistenten: Martin Kuhardt, Matthias Bastian


    Fotos

    Die Ausgangssituation konnte für beide Vereine kaum unterschiedlicher sein. Der FC Schönberg 95 wechselte nach schwachem Start in die Verbandsligasaison den Trainer, ist seitdem in der Erfolgsspur und hat unter seinem Interimscoach Thorsten Grümmer bei nur einem Unentschieden nicht mehr verloren. Der Greifswalder SV 04 hingegen legte mit 4 Siegen in Folge einen Traumstart in die Saison hin. Danach ging es jedoch steil bergab. Nur 1 mageres Pünktchen aus den letzten 4 Spielen lag deutlich unter den Erwartungen der Schwarz-Roten, doch weil sich die personelle Lage inzwischen deutlich entspannt hat, hoffte man rund um das Greifswalder Volksstadion, dass man gegen die Schönberger das Debakel aus dem letzten Punktspiel in Sievershagen wieder gut machen könnte.
    Im Spiel selbst gaben nach kurzer Abtastphase zunächst die Gastgeber den Ton an und deuteten in der 10. Minute erstmalig ihre Gefährlichkeit bei Flanken an. Schönbergs Türhüter Gabor Ruhr konnte den Ball von Tom Fraus jedoch in diesem Fall noch problemlos aus der Luft holen. Doch nur eine Minute später zog Fraus die Kugel ein wenig weiter weg vom Tor und Ronny Krüger, der von der FC-Abwehr sträflich allein gelassen worden war, hatte keine Mühe zum 1:0 einzuköpfen. Der GSV nahm nun ein wenig das Tempo aus der Partie und versuchte, die Grün-Weißen aus der eigenen Hälfte zu locken. Und dadurch, dass Schönberg bei den eigenen Angriffsversuchen immer wieder durch Fehlpässe oder Stockfehler aus dem Tritt geriet, kamen die Greifswalder mit ihrem schnellen Umkehrspiel immer wieder gefährlich vor das Tor der Westmecklenburger. So konnte Serkan Rinal einen Volleyschuss von André Gellentin in der 21. Minute gerade noch blocken. Auch bei einer weiteren Fraus-Flanke nach 26 Minuten musste sich Ignbineweka mächtig strecken, um zur Ecke zu klären. Erst nach einer knappen halben Stunde brachten auch die Schönberger erstmalig so etwas wie Torgefahr zustande. Bei einem hohen Ball in den Strafraum stiegen GSV-Keeper Steffan Moritz und Florian Zysk gemeinsam hoch und die Maurine-Kicker konnten die Unsicherheit von Moritz auch im Nachschuss nicht nutzen. Ganz im Gegenteil – bei einer Ecke in der 38. Minute bekam die Grümmer-Elf das Leder nicht aus dem Strafraum geschlagen und Ronny Krüger, der wieder mal am schnellsten schaltete, haute den Ball aus Nahdistanz zum 2:0 unter die Latte. Damit nicht genug: nachdem Gabor Ruhr in der 36. Minute mit einem Reflex das eigentlich sichere 3:0 gegen André Gellentin verhindert hatte, gelang Ronny Krüger 2 Minuten später ein lupenreiner Hattrick. Von der Mittelinie flog ein langer Freistoß diagonal in den Strafraum der Schönberger. Obwohl die Kugel lange genug in der Luft war, fühlte sich wieder kein Schönberger Abwehrspieler für Krüger verantwortlich und dieser bedankte sich per Kopf gegen die Laufrichtung von Gabor Ruhr mit dem 3:0. Aber der FC Schönberg 95 ließ sich auch durch den eigentlich eine deutliche Sprache sprechenden Rückstand nicht entmutigen und verkürzte noch vor der Pause auf 3:2. Zunächst konnte der von der tief stehenden Sonne geblendete Steffan Moritz einen 40-Meter-Freistoß von Thomas Haese nicht festhalten und Serkan Rinal staubte problemlos ab. Und dann wurde ein Distanzschuss von Florian Zysk so abgefälscht, dass er passgenau neben dem rechten Pfosten zum 3:2 im Tor landete. 2 Chancen, 2 Tore – die Grün-Weißen waren wieder im Spiel und es war plötzlich sogar richtig spannend geworden. Nach der Pause wurde blieben die Gastgeber zwar optisch im Vorteil, hatten aber zunehmend mit den schnellen Kontern der Schönberger zu kämpfen. So fehlte Niwar Jasim in der 52. Minute nur ein halber Meter zum Torerfolg und als Thomas Haese 2 Minuten später auf den freistehenden Florian Zysk flanken wollte, konnte Stefan Kreutz den Ausgleich gerade noch verhindern. Es ging nun mit guten Chancen auf beiden Seiten munter hin und her, wobei sich Gabor Ruhr in der 64. Minute sich erneut gegen Ronny Krüger auszeichnen konnte. Aber in der 69. Minute gelang den Gästen der 3:3 Ausgleich. Niwar Jasim legte den Ball zurück auf Sahid Wahab und dieser hämmerte ihn unter Bedrängnis aus vollem Lauf in die Maschen. Als dann Lukas Ignbineweka kurz darauf mutterseelenallein über die rechte Seite kam, hätte er selbst schießen können, doch er sah den besser postierten Thomas Haese. Uneigennützig legte Ignbineweka quer und Haese brachte Schönberg in Führung. Die Grümmer-Elf hatte einen 3-Tore-Rückstand damit komplett gedreht und konnte deswegen auf eine Fortsetzung der Erfolgsserie hoffen. Doch bei einem von Ronny Krüger getretenen Freistoß hatte auch Gabor Ruhr Probleme mit der Sonne – der schlecht zu sehende Ball rutschte ihm zwischen den Fingern durch - 4:4 in der 78. Minute. In den letzten Minuten wollten beide Mannschaften bei leichten Vorteilen für Greifswald das entscheidende Tor. Aber weil Eric Dobberitz für seine Schönberger auf der Torlinie klärte und Steffan Moritz auf der Gegenseite bei einem Schuss von Lukas Ignbineweka den Ball im Nachfassen unter Kontrolle bekam, blieb es am Ende bei einem insgesamt leistungsgerechten 4:4.
    „Das wir nach dem 3:0 plötzlich wieder da waren, spricht für die Mannschaft“, war Schönbergs Kapitän Serkan Rinal nach dem Abpfiff dann doch eher zufrieden mit dem Ergebnis. „Mit ein wenig Glück fahren wir sogar noch mit 3 Punkten nach Hause.“ Der 4-fache Torschütze Ronny Krüger hingegen war „total enttäuscht“, weil „das Ding nach dem 3:0 eigentlich durch war“.


    FC Schönberg 95: Gabor Ruhr, Osazee Ignbineweka Egbon, René Sahmkow, Sascha Woelki (69. Lukas Ignbineweka Egbon), Martin Krefta, Florian Zysk (63. Sahid Wahab), Eric Dobberitz, Thomas Manthey, Serkan Rinal, Thomas Haese, Marco Pajonk (46. Niwar Jasim)


    Greifswalder SV 04: Steffan Moritz, Stefan Kreutz, Dirk Erdmann, Mathias Weylo, Sven Berndt (75. Tommy Greinert), André Gellentin, Tom Fraus, Tobias Wolfram, Alexander Werwarth, Ronny Krüger, Florian Schade


    Tore: 1:0 Krüger (10.), 2:0 Krüger (32.), 3:0 Krüger (38.), 3:1 Rinal (43.), 3:2 Zysk (44.), 3:3 Wahab (70.), 3:4 Haese (73.), 4:4 Krüger (78.)


    Gelbe Karten: Florian Zysk (60., Foulspiel), Serkan Rinal (77., Foulspiel), Martin Krefta (83., Unsportlichkeit) – Alexander Werwarth (18., Foulspiel), Ronny Krüger (43., Unsportlichkeit), André Gellentin (65. Foulspiel), Tommy Greinert (86., Foulspiel)


    Gelb-Rote Karte: Krefta (89., Halten)


    Zuschauer: 280


    Schiedsrichterin: Diana Räder-Krause


    Fotos

    Wie eigentlich nicht anders zu erwarten bestimmte der Rostocker FC die Anfangsphase der Partie. Permanent im Vorwärtsgang wurde die Schönberger Abwehr von Anfang an gut beschäftigt, aber keineswegs überfordert. Denn die Gastgeber zeichneten sich durch ein gutes und engagiertes Stellungsspiel aus, dass die ganz große Torgefahr nicht oder nur ganz selten zuließ. Dennoch fiel in der 11. Minute das 0:1, weil sich Patrick Telemann auf der linken Seite nicht so ganz regelkonform gegen Thomas Manthey durchsetzte und der sich ganz lang machende David Laudan die Flanke über die Torlinie drückte. Schönbergs Mann für die rechte Abwehrseite wollte sich darüber aber nicht beschweren und relativierte das Geschehen im Nachhinein ein wenig: „Klar bin ich gefoult worden. Aber es war die Linie des Schiedsrichters, viel durchgehen zu lassen. Das hat er so durchgezogen und damit ist das auch ok.“ Auf jeden Fall bewirkte das Gegentor, dass nun auch die Offensivabteilung der Maurine-Kicker den Weg nach vorn suchte. Ein erstes Achtungszeichen setzte dabei Florian Zysk, der nach toller Vorarbeit von Thomas Haese eine Maßflanke auf den langen Pfosten per Aufsetzerkopfball zu verwerten suchte, doch im großartig reagierenden Johannes Schnepf seinen Meister fand (14.). Die zunehmende Offensivdrang der Schönberger machte es den Rostocker Angreifern ein wenig einfacher, denn sie erspielten sich in der Folgezeit 2 richtig gute Torgelegenheiten, bei denen der FC Schönberg 95 Glück hatte, nicht noch weiter in Rückstand zu geraten. Zunächst drosch David Laudan das Leder nach einer unübersichtlichen Situation im Schönberger Strafraum aus Nahdistanz weit über die Latte (16.) und dann warf sich Gabor Ruhr im letzten Moment auf den Ball und verhinderte so das 0:2 (21.). Als die Angriffswellen des RFC mit zunehmender Spieldauer ein wenig nachließen, spielten sich die Maurine-Kicker weiter in den Vordergrund. Bei einem Konter über Florian Zysk konnte Rostock gerade noch zur Ecke klären (37.) und als Thomas Haese aus 20 Metern abzog, war Johannes Schnepf mit den Fingerspitzen dran und klärte zur Ecke. Das 1:1, von Florian Zysk kurz vor der Pause erzielt, war darum durchaus verdient. Kamil Krol schlug eine lange Ecke, Martin Krefta legte den Ball zurück in die Mitte, wo Florian Zysk eine gefühlte Ewigkeit wartete, bis er die Kugel endlich platziert versenkte. „Die Meisten hätten sofort geschossen“, erklärte Schönbergs Stürmer mit einem verschmitzten Grinsen nach dem Spiel. „War aber besser so. Der Torwart lag praktisch schon in der Luft und ich konnte die Lücke einfacher finden.“
    Nach der Pause versuchten sich die Hansestädter zunächst wieder im Vorwärtsgang. Bei hochsommerlichen Temperaturen konnten sie dabei aber nicht mehr an ihre Gefährlichkeit aus dem ersten Durchgang anknüpfen. „Wir hatten einen Bruch im Spiel und müssen da so Einiges kritisch hinterfragen“, gab Mike Schröder, in Schönberg kein Unbekannter und heute in Vertretung für den verhinderten Christopher Stoll an der Seitenlinie, später zu Protokoll. Die Partie selbst, die vorerst kaum noch aufregende Torraumszenen zu bieten hatte, lebte vor allem von der Spannung, dass der nächste Treffer der entscheidende sein könnte. Doch es blieb sehr lange torlos – so lange, bis Thorsten Grümmer in der Schlussphase Sahid Wahab brachte. Dieser, kaum auf dem Platz, erwischte eine Flanke vom ebenfalls frisch eingewechselten Lukas Ignbineweka Egbon perfekt mit dem Kopf und erzielte so das frenetisch gefeierte 2:1 für seine Mannschaft. Der so wichtige Treffer war noch nicht mal komplett von Stadionsprecher Reinhard „Zille“ Zillmer verkündet, da machte sich Florian Zysk mit dem Ball am Fuße auf und davon. Frei vor dem Rostocker Tor behielt Schönbergs Stürmer die Nerven und machte das vorentscheidende 3:1. Die Grümmer-Elf war nun trotz aller Rostocker Bemühungen um Ergebniskosmetik der Herr im Schönberger Jahn-Stadion, denn es gab weitere Möglichkeiten für Thomas Haese, der aus vollem Lauf verzog (82.) und Florian Zysk, der seinen Kopfball bei einer weiteren Ignbineweka-Flanke ein wenig zu hoch ansetzte (86.). Für die endgültige Entscheidung sorgten die Gäste selbst, als Paul Bürger eine Haese-Flanke in höchster Not mit einem Hechtkopfball in die eigenen Maschen beförderte. Schiedsrichter Marco Semrau pfiff trotz einiger Verletzungsunterbrechungen pünktlich ab und Schönberg konnte sich am Ende über einen durchaus verdienten, wenn auch ein wenig zu hoch ausfallenden Erfolg über einen starken Gegner freuen.


    Statistik


    FC Schönberg 95: Gabor Ruhr, René Sahmkow, Sascha Woelki, Nils Lindemann, Martin Krefta (73. Lukas Ignbineweka Egbon), Niwar Jasim (77. Sahid Wahab), Kamil Krol, Florian Zysk, Thomas Manthey, Serkan Rinal, Thomas Haese


    Rostocker FC: Johannes Schnepf, Christian Rosenkranz, Carl-Friedrich Scharlau, Marcus Ebeling, Robert Damköhler (67. Paul Bürger), David Laudan, Patrick Telemann, Sören Neumann (46. Kay-Uwe Pittwehn), Martin Drewniok, Christian Schindel, Paul Maletzke (73. Maik Wießmann)


    Tore: 0:1 David Laudan (11.), 1:1 Florian Zysk (45.), 2:1 Sahid Wahab (78.), 3:1 Florian Zysk (79.), 4:1 Paul Bürger (89., ET)


    Gelbe Karten: Kamil Krol (24., Foulspiel), Serkan Rinal (40., Foulspiel), Martin Krefta (51., Foulspiel) – Paul Maletzke (43., Unsportlichkeit), Christian Schindel (65., Foulspiel), Martin Drewniok (84., Foulspiel), Patrick Telemann (88., Unsportlichkeit)


    Zuschauer: 162


    Schiedsrichter: Marco Semrau (Neustadt-Glewe)


    Schiedsrichterassistenten: Christian Strietz, Dennis Heidemann


    Fotos

    Leider konnte unsere Verbandsligamannschaft heute nicht immer an ihre begeisternde Leistung aus der Vorwoche anknüpfen. Zwar gehörte ihr die erste passable Chance des Spiels – Florian Zysk verfehlte vor allem wegen Problemen bei der Ballmitnahme das Tor (8.) – doch in der Anfangsphase gaben vor allem die Gastgeber den Ton an.


    Die eher verhalten spielenden Schönberger konnten dann auch fast folgerichtig nicht verhindern, dass Hannes Wandt einen schnellen Angriff über die rechte Seite mit dem frühen 1:0 abschloss. 4 Minuten später hätte Maik Kerinn fast sogar das 2:0 erzielt, doch Gabor Ruhr machte den eigentlich sicheren Treffer mit seiner starken Parade zunichte. Der nächste Tiefschlag folgte dennoch auf dem Fuße - Schiedsrichter Andreas Becker entschied nach einem normalen Zweikampf mit einem Pressschlag auf Rot für Hannes Michel Köhn. Der zu ahnende Regelverstoß aus Sicht des Schiedsrichters lautete „Notbremse“, was zumindest voraussetzen sollte, dass der PSV den Ball unter Kontrolle hat und sich in Richtung Schönberger Tor bewegt. Ballführender Spieler war jedoch Hannes Michel Köhn und dieser bewegte sich in die genau entgegengesetzte Richtung. Nun ja… Sehr sehr ärgerlich aber leider nicht zu ändern wird sich die Grümmer-Elf gedacht haben, denn sie erinnerte sich plötzlich daran, dass sie durchaus zu deutlich besserem Spiel fähig ist. Dies führte sofort dazu, dass trotz Unterzahl plötzlich das PSV-Tor unter Druck stand. Der Ausgleich in der 36. Minute fiel dann zwar nach einer Dobberitz-Ecke, aber er war keineswegs überraschend. Florian Zysk köpfte den langen Ball zurück vor das Tor, wo Thomas Haese am schnellsten schaltete. Wenig später setzte Florian Zysk das Leder an das Außennetz und Thomas Haese scheiterte trotz großem Einsatz aus extrem spitzem Winkel. Schönberg machte weiter und belohnte sich noch vor der Pause mit der 1:2 Führung. Marco Pajonk ließ wegen seiner eigenen Abseitsstellung einen langen Ball passieren, aber der aus dem Rückraum startende Florian Zysk behielt frei vor dem Tor die Nerven.
    Nach der Pause war zunächst Gabor Ruhr knapp vor Michael Hein am Ball und Sascha Woelki fand dann auf der Gegenseite in Marcel Lewerenz seinen Meister. Dennoch war erkennbar, dass die Maurine-Kicker noch nicht wieder in der Spur waren. Viele leichte Fehler verhinderten einen kontrollierten Spielaufbau und brachten die Hausherren wieder zurück ins Spiel. Folge dessen war der 2:2 Ausgleich, den Erik Greve nach zugegeben schönem Solo mit einem platzierten Flachschuss ins lange Eck erzielte. Nach 3 Wechseln, die noch einmal frischen Wind in das Schönberger Offensivspiel brachten, waren die Gäste dann aber auch wieder munter dabei und für Sahid Wahab, der in der 87. Minute von der PSV-Abwehr einfach nicht aufzuhalten war, kam erst am Pfosten die Endstation. Allerdings kann sich der FC Schönberg auch bei seinem Torwart Gabor Ruhr bedanken, der kurz zuvor gegen den freistehenden Hannes Wandt das 2:2 aus Nahdistanz vereitelte.
    Auch wenn insgesamt sicherlich mehr drin war, muss man am Ende aus Schönberger Sicht und unter den gegebenen Umständen wohl mit dem einen Punkt zufrieden sein.

    Statistik


    FC Schönberg 95: Gabor Ruhr, René Sahmkow, Hannes-Michel Köhn, Sascha Woelki, Nils Lindemann, Florian Zysk (79. Sahid Wahab), Eric Dobberitz, Thomas Manthey, Jano Stapelmann, Thomas Haese (87. Niwar Jasim), Marco Pajonk (72. Martin Krefta)


    PSV Wismar: Marcel Lewerenz, Stefan Piersdorf, Hannes Behning, Marco Rohloff (86. Steffen Neubauer), Thomas Glaubitz, Christian Peters, Erik Greve, Hannes Wandt, Steffen Maibaum (57. Bob Henschel), Maik Kerinn (74. Toni Arron Namasow), Michael Hein


    Tore: 1:0 Hannes Wandt (14.), 1:1 Thomas Haese (36.), 1:2 Florian Zysk (41.), 2:2 Erik Greve (62.)


    Gelbe Karten: Stefan Piersdorf (36. Foulspiel)


    Rote Karte: Hannes-Michel Köhn (20., „Notbremse“)


    Zuschauer: 99


    Schiedsrichter: Andreas Becker (Kritzmow)


    Schiedsrichterassistenten: Ulf Kuchel, Robert Thieme


    Fotos

    „Von oben von der Tribüne hat das bestimmt gut ausgesehen heute“, blickte Florian Zysk eine Viertelstunde nach Spielende glücklich und zufrieden aus dem Kabinenfenster des Schönberger Sportlerheims. Und was die Attraktivität des heutigen Auftritts der Maurine-Kicker angeht, hat er dabei in jeder Beziehung Recht, denn von Beginn an dominierten die Grün-Weißen die Partie. Gleich in der 2. Minute legte Thomas Haese quer zu Sascha Woelki, doch im letzten Moment konnte Graal-Müritz zur Ecke klären. Weiter ging’s mit einem langen Diagonalball auf Florian Zysk, der per Kopf zu Thomas Haese weiterleitete. Dieser erwischte die Kugel volley nicht richtig und verfehlte so das vom ehemaligen Schönberger Norman Köhlmann gehütete Tor (8.). Einen Kopfball von Florian Zysk schubste der sich ganz lang machende Köhlmann mit den Fingerspitzen zur Ecke (11.) und ein 22-Meter-Freistoß von Thomas Haese landete auf dem Tornetz (13.). Auch wenn die Schönberger Anfangsoffensive so langsam abflaute, kontrollierte die in allen Belangen überlegene Grümmer-Elf das Spiel weiterhin nach Belieben. Die Abwehr stand auch ohne den verletzten Serkan Rinal bombensicher und ließ im ersten Durchgang nicht eine einzige Gästechance zu. Die Torgelegenheiten der Hausherren wurden nun weniger, dafür aber hochkarätiger. Wieder war es Florian Zysk, der für Thomas Haese auflegte. Doch auch hier flog die Direktabnahme am Kasten vorbei (20.). Wenig später musste Norman Köhlmann sein ganzes Können gegen Florian Zysk aufbieten und auch der nachsetzende Sascha Woelki war dicht am Torerfolg (25.). Eine Haese-Flanke auf Sahid Wahab wurde vom TSV gerade noch abgefangen (27.) und als Thomas Haese am 5-Meter-Raum plötzlich mutterseelenallein in Ballbesitz kam, verhinderte Norman Köhlmann mit einem Reflex das eigentlich sichere 1:0 (32.). Jano Stapelmann aus dem Rückraum – vorbei (33.), Florian Zysk mit dem Kopf – auch vorbei (37.). Es war langsam aber sicher zum Haareausraufen, aber in der 39. Minute wurde die Schönberger Anhängerschaft endlich mit dem längst überfälligen und hochverdienten 1:0 durch Sahid Wahab erlöst. Wahab traf den von der Grundlinie kommenden Ball mit voller Härte und haute ihn am chancenlosen Köhlmann vorbei in die Maschen. Ein dicht am Dreiangel vorbei fliegender Distanzschuss von Thomas Manthey beendete den einseitigen ersten Durchgang.
    Nach der Pause versuchten die Gäste, ins Spiel zurück zu kommen, brachten Schönberg dabei aber nie ernsthaft in Verlegenheit. Ganz im Gegenteil: die Hausherren machten sich wieder auf und sie suchten die Entscheidung. Sahid Wahab zog nach einem geblockten Torschuss sofort ab und verfehlte dabei das Tor (55.). Doch als sich der Schütze des 1:0 in der 60. Minute auf und davon machte, wusste sich Nico Popp nur mit einer Notbremse zu helfen. Rote Karte und Elfmeter – Florian Zysk verwandelte sicher zum 2:0. Zwischenzeitlich sorgte Hendrik Sievert mit seinem Kopfball über die Latte auch auf der anderen Seite erstmalig in diesem Spiel für Torgefahr (62.), doch Schönberg machte weiter Druck. Sahid Wahab nach einer Haese-Ecke per Kopf (64.), Sahid Wahab mit einem harten Schuss vom 16er-Eck (68.) und Florian Zysk aus spitzem Winkel ans Aluminium (69.) – es blieb dabei, dass die Grün-Weißen zu wenig aus ihren Möglichkeiten machten. Nach 75 gespielten Minuten bekam der TSV nach einem Ausrutscher seine beste Torchance, vergab sie aber. Direkt danach starteten Thomas Haese und Florian Zysk einen herrlich ausgespielten Konter, bei dem letztlich Florian Zysk uneigennützig quer zu Thomas Haese legte und dieser problemlos zum 3:0 ins leere Tor traf.
    Der 3:0 Erfolg ging am Ende absolut in Ordnung und der TSV Graal-Müritz hätte sich auch über ein noch deutlicheres Ergebnis kaum beschweren können.


    Statistik


    FC Schönberg 95: Gabor Ruhr, René Sahmkow, Hannes-Michel Köhn, Sascha Woelki (82. Christian Nieselke), Nils Lindemann, Sahid Wahab, Florian Zysk (82. Osazee Ignbineweka Egbon), Eric Dobberitz (78. Martin Krefta), Thomas Manthey, Jano Stapelmann, Thomas Haese


    TSV Graal-Müritz 1926: Norman Köhlmann, Kevin Kleindorff (64. Erik Baltrusch), Sascha Matz, Björn Knodel (46. Florian Schuldt), Hendrik Sievert, Jeff Salpeter, Nico Popp, Benjamin Kliesch, Kurt Hawich, Michael Kullat, Patrick Apitz


    Tore: 1:0 Sahid Wahab (39.), 2:0 Florian Zysk (60., Foulelfmeter), 3:0 Thomas Haese (78.)


    Gelbe Karten: Jano Stapelmann (75., Foulspiel) – Kevin Kleindorff (65., Foulspiel), Jeff Salpeter (84., Foulspiel)


    Rote Karte: Nico Popp (60., Notbremse)


    Zuschauer: 97


    Schiedsrichter: Florian Lechner (Neuburg)


    Schiedsrichterassistenten: Christian Strietz, Reinhard Waack


    Fotos

    Trainer Thorsten Grümmer musste seine Mannschaft für das Spiel beim FSV 1919 Malchin erneut umstellen, denn neben den Langzeitverletzen Tom Körner und René Gradert fehlten heute Thomas Haese, Christian Klingenberg, Marco Pajonk, Niwar Jasim, Marcel Bernier und Christian Nieselke. Und der Elf, die er dann auf den Platz schickte, gelang ein Start nach Maß. Sahid Wahab schoss aus gut 25 Meter platziert auf das Tor und Sebastian Lehsten im Tor des FSV konnte den Ball nur wegfausten. Florian Zysk, der das Leder dabei vor die Füße bekam, verschaffte sich unter Bedrängnis freie Schussbahn und traf zum frühen 0:1 ins lange Eck. Schönberg hatte in der Folgezeit zwar mehr vom Spiel, konnte sich aber in Tornähe nur selten gefährlich in Szene setzen. Immer wieder gelang es den Malchinern, die Angriffe der Gäste im entscheidenden Moment zu stören. Und obwohl die Schönberger die Partie im Grunde unter Kontrolle hatten, gelang dem FSV Malchin in der 25. Minute der Ausgleich – Said Ghazwan nutzte eine Nachlässigkeit der Gästeabwehr und köpfte eine Ecke zum 1:1 ein. Es blieb auch danach dabei, dass es bei einer optischen Überlegenheit der Westmecklenburger auf beiden Seiten nur selten zu Torraumszenen kam. Florian Zysk setzte einen Freistoß über die Latte (32.) und Matthias Netling, der relativ frei zum Kopfball kam, verfehlte kurz vor der Pause das Gehäuse ebenfalls (43.) – das war’s dann auch in den ersten 45 Minuten.
    Die Grün-Weißen intensivierten nach dem Wiederanpfiff ihre Bemühungen und wurden damit sofort torgefährlicher. Martin Krefta erwischte bei seinem Solo in der 55. Minute den Ball nicht richtig und Sascha Woelki, der eine herrliche Dobberitz-Flanke direkt nahm, traf in der 58. Minute das Tor nicht. Die beste Gelegenheit der Maurine-Kicker bekam Serkan Rinal bei einer auf den langen Pfosten gezogenen Dobberitz-Ecke. Doch beim Kopfball des Schönberger Kapitäns war der Pfosten im Weg. Auch als Lukas Ignbineweka Egbon mit einer Flanke für Sascha Woelki auflegte, flog dessen Kopfball am Kasten vorbei. Die unter Druck stehenden Malchiner konnten sich nur selten befreien, waren dabei aber immer für ein Tor gut. So setzte Maik Streblow in der 66. Minute den Ball von der rechten Seite am langen Pfosten vorbei und bei einer Jähnke-Flanke war Torhüter Gabor Ruhr ganz knapp vor Maik Streblow am Leder. Den Schönbergern, die nach 2 Niederlagen in Malchin endlich wieder einen 3er landen wollten, lief so langsam die Zeit davon. Auch nach einem Freistoß und einer Manthey-Flanke auf Sascha Woelki wurde es nichts mit dem 1:2, denn Sebastian Lehsten konnte im Nachfassen klären. Doch als Thomas Manthey in der 79. Minute erneut diagonal vor das Tor spielte, prallte der Kopfball von Florian Zysk aus spitzem Winkel vom Innenpfosten ins Tor. Malchin wurde nun wach und setzte alles auf eine Karte. Letztlich war es dann Gabor Ruhr, der gegen den freistehenden Maik Streblow mit einem Reflex den erneuten Ausgleich des FSV Malchin verhinderte (86.). Wütende Proteste der Hausherren zog wenig später Schiedsrichter Enrico Barsch auf sich, weil er eine längere Verletzungsunterbrechung in den Schlussminuten nicht nachspielen ließ, doch der knappe Sieg des FC Schönberg 95 geht vor allem wegen der größeren Spielanteile und Chancenvorteile durchaus in Ordnung.


    FC Schönberg 95: Gabor Ruhr, Sascha Woelki, Nils Lindemann (90. Osazee Ignbineweka Egbon), Sahid Wahab, Martin Krefta (64. Hannes-Michel Köhn), Florian Zysk, Eric Dobberitz, Thomas Manthey, Serkan Rinal, Jano Stapelmann, Christoph Höpel (52. Lukas Ignbineweka Egbon)


    FSV 1919 Malchin: Sebastian Lehsten, Toni Hewelt, Sais Ghazwan, Robert Pätzold, Andreas Plagens, Dennis Pfitzner, Hannes Jähnke, Peter Munkelberg (80. Burak Emirzeoglu), Maik Streblow, Felix Rümker (42. Dominik Czech), Matthias Netling


    Tore: 0:1 Florian Zysk (6.), 1:1 Said Ghazwan (25.), 1:2 Florian Zysk (79.)


    Gelbe Karten: Martin Krefta (16., Unsportlichkeit), Eric Dobberitz (81., Unsportlichkeit) – Toni Hewelt (32., Foulspiel), Felix Rümker (38., Unsportlichkeit)


    Zuschauer: 162


    Schiedsrichter: Enrico Barsch (Rostock)


    Schiedsrichterassistenten: Toni Schwager, Patrick Abs


    Fotos

    Nach einer ereignisreichen Woche an der Maurine richteten sich die besorgten, aber zugleich hoffnungsvollen Blicke der grün-weißen Anhängerschaft auf das Landespokalspiel bei der SG Roggendorf 96. Immerhin gut 50 Mitgereiste wollten sich am Spielfeldrand selbst ein Bild machen und sie sahen im ersten Durchgang einen nervös und angespannt wirkenden FC Schönberg 95. Es lief noch nicht alles rund. Roggendorf war sehr gut eingestellt und hielt die Gäste durch aggressives Pressing zumeist erfolgreich vom eigenen Tor fern. Dies ging aus Sicht der Hausherren so lange gut, bis sich Christoph Höpel in der 20. Minute ein Herz fasste und an der Strafraumgrenze abzog. Keeper Eric Hamann konnte sich strecken wie er wollte – die Kugel flog über ihn hinweg und senkte sich passgenau zum 0:1 unter die Latte. 4 Minuten später kam Florian Zysk nach einer Ecke am 5m-Raum in Ballbesitz, doch Hamann parierte stark zur Ecke. Es hätte wohl das 0:2 sein müssen. Anschließend verloren die Schönberger ein wenig den Faden, was die SG Roggendorf 96 mit einigen richtig guten Angriffen zu nutzen wusste. In der 27. Minute konnte Schönberg gerade noch so zur Ecke retten. Nach 29 gespielten Minuten verlangten die Blau-Weißen nach einem Foulelfmeter und 8 Minuten später nach einem Handelfmeter. Je nachdem, wen man hinterher fragte, hätte sich Schönberg zumindest in einem Fall nicht über einen Pfiff des Schiedsrichters beschweren dürfen. Auch in der 42. Minute, als Bjoern Blechenberg aus der Drehung auf’s Tor schoss, waren die Gäste mit Fortuna im Bunde, denn das Leder flog am langen Pfosten vorbei.
    Nach der Pause legte der FC Schönberg 95 seine Nervosität aber zunehmend ab und das Pendel schlug nun langsam aber sicher endgültig in Richtung der Maurine-Kicker aus. Thomas Haese und Christoph Höpel bereiteten in der 50. Minute einen feinen Angriff vor, bei dem sich aber kein Abnehmer für die Flanke fand. Doch als Eric Dobberitz wenig später eine lange Ecke schlug, landete der Ball bei Thomas Manthey. Und dieser setzte nach kurzem Blick in Richtung Tor das Leder hart und platziert zum 0:2 unter die Latte. Obwohl eigentlich für rechte Abwehrseite zuständig schaltete sich Thomas Manthey auch in der Folgezeit immer wieder in die Schönberger Angriffe ein. Dabei konnte er in der 62. Minute von David Martensen nur per Notbremse gestoppt werden. Der darauf folgende rote Karton spielte den nun aufdrehenden Schönbergern zusätzlich in die Karten. Florian Zysk, der kurz zuvor im Strafraum gelegt worden war, verwertete eine Flanke von Lukas Ignbineweka Egbon zum 0:3 und Sahid Wahab drückte den Ball, der ebenfalls von Lukas Ignbineweka Egbon vor das Tor geschlagen wurde, in Abstaubermanier zum 0:4 über die Torlinie. Auch Christoph Höpel durfte noch mal ran - eine Flanke von Eric Dobberitz drosch er aus vollem Lauf unter die Latte. Genaugenommen hätte Osazee Ignbineweka Egbon kurz darauf sogar noch das halbe Dutzend vollmachen müssen, aber Ende freute sich Schönberg riesig über den standesgemäßen 0:5 Erfolg in Roggendorf.


    FC Schönberg 95: Gabor Ruhr, René Sahmkow, Nils Lindemann (57. Jano Stapelmann), Sahid Wahab (84. Osazee Ignbineweka Egbon), Florian Zysk (74. Sascha Woelki), Eric Dobberitz, Thomas Manthey, Lukas Ignbineweka Egbon, Serkan Rinal, Thomas Haese, Christoph Höpel


    SG Roggendorf 96: Eric Hamann, Mario Schulz, Dennis Havemann, Nick Penk, Robert Schwarz, Bjoern Blechenberg (64. Heiko Jörn), Michael Rick, Torben Blechenberg, David Martensen, Stefan Lübke, Mario Rindt


    Tore: 0:1 Christoph Höpel (20.), 0:2 Thomas Manthey (54.), 0:3 Florian Zysk (73.), 0:4 Sahid Wahab (79.), 0:5 Christoph Höpel (87.)


    Gelbe Karte: Mario Schulz


    Rote Karte: David Martensen (62., Notbremse gegen Thomas Manthey)


    Schiedsrichter: Peter Brügmann (Schwerin)


    Fotos

    Die Hoffnung, dass man die Euphorie der erfolgreichen letzten Woche mit in das Heimspiel gegen den Grimmener SV nehmen könne, wurde durch das frühe 1:0 in der 8. Minute genährt. Der Treffer selbst wurde allerdings von Karsten Opitz erzielt, der eine Haese-Ecke in Torjägermanier per Kopf ins eigene Gehäuse beförderte. Schönberg freute sich natürlich trotzdem. Zuvor hatte jedoch Thomas Boljahn bereits angedeutet, dass man ihn besser nicht aus den Augen lassen sollte, als er in der 2. Minute aus Nahdistanz das Tor nicht traf. Schönberg, beflügelt durch den günstigen Spielstand, wollte nun mehr und kam nach einem Freistoß und einem Haese-Kopfball, den Robert Lembke nur mit Mühe zur Ecke klären konnte, zu einer weiteren guten Torgelegenheit. Dann verlor Christian Klingenberg in der Vorwärtsbewegung den Ball. Grimmen schaltete blitzschnell auf Attacke um und der pfeilschnelle Thomas Boljahn war auch vom erfahrenen Serkan Rinal einfach nicht zu halten. Von der linken Seite ließ der SV-Torjäger dem Schönberger Torhüter Gabor Ruhr keine Abwehrchance und glich so zum 1:1 aus. Auch wenn es im weiteren Spielverlauf bis zur Pause nicht so sehr viele gefährliche Aktionen auf beiden Seiten zu bewundern gab, sah es immer so aus, als ob der Grimmener SV ein wenig mehr in das Spiel investierte. Schönberg hingegen konnte nur zeitweise an die engagierte Leistung in Pampow anknüpfen und brachte außer einem guten Haese-Freistoß, der knapp über die Latte strich, nicht viel Bedrohliches zustande. Beste Möglichkeit der Gäste war erneut ein Sturmlauf von Thomas Boljahn in der 37. Minute. Der Angreifer konnte jedoch nach links abgedrängt werden und Christian Münster scheiterte mit seinem Nachschussversuch.
    So gut wie die erste Hälfte begonnen hatte, so schlecht ging es mit dem 2. Durchgang los. Der bereits gelbbelastete Christian Nieselke sah in der 49. Minute den 2. gelben Karton und seine Schönberger mussten damit praktisch die gesamte zweite Halbzeit in Unterzahl absolvieren. Dies wirkte sich vor allem auf die Offensivbemühungen der Maurine-Kicker aus. Nur noch selten musste Keeper Robert Lembke ins Spielgeschehen eingreifen, weil es einfach nichts zum Eingreifen gab. Grimmen gab den Ton an. Als sich Sahid Wahab und Nils Lindemann in der 57. Minute in der Nähe der Eckefahne ein wenig zu nachlässig die Kugel zuschoben, spritzte Thomas Boljahn dazwischen und seine Flanke hätte Stephan Beth wohl zum 1:2 verwerten müssen. Auch bei einer Rambow-Flanke wurde es brenzlig, aber Gabor Ruhr hatte aufgepasst. Wenn die Grün-Weißen den Plan verfolgten, den einen Punkt irgendwie über die Zeit zu retten, war dieser in der 60. Minute geplatzt. Serkan Rinal spielte beim Versuch, den Ball aus der Gefahrenzone zu schlagen, direkt zu Stephan Beth und gegen dessen platzierten Gewaltschuss war einfach kein Kraut gewachsen. Thomas Boljahn, der bereits an Gabor Ruhr vorbei war, verfehlte aus spitzem Winkel das Tor (64.) und auch ein Freistoß in der 71. Minute hätte fast die Entscheidung gebracht. Das 1:3 lag praktisch in der Luft und es fiel dann in der 75. Minute auch. Torschütze war nach feiner Einzelleistung erneut Thomas Boljahn. Schönbergs Angriffsabteilung machte sich in der 2. Halbzeit nur zweimal bemerkbar: Sahid Wahab fehlte bei seinem Schuss in der 66. Minute ein guter Meter und als Thomas Haese von der Grundlinie zu Niwar Jasim legte, traf dieser den Ball bei seinem Seitfallzieher nicht optimal. Am Ende nahm der Grimmener SV die Punkte mit auf die Heimreise – verdientermaßen, wenn man ehrlich ist.


    FC Schönberg 95: Gabor Ruhr, Nils Lindemann, Sahid Wahab, Martin Krefta (57. René Sahmkow), Niwar Jasim, Christian Nieselke, Lukas Ignbineweka Egbon, Serkan Rinal, Christian Klingenberg (72. Florian Zysk), Thomas Haese, Marco Pajonk (60. Sascha Woelki)


    Grimmener SV: Robert Lembke, Marcel Klein, Volker Bernstein, Karsten Opitz, Markus Müller, Thomas Scharlau, Stephan Rambow, Christian Schmidt (72. Robin Baahrs), Christian Münster (85. Patrick Jeschke), Stephan Beth (80. Marcel Max), Thomas Boljahn


    Tore: 1:0 Karsten Opitz (8., Eigentor), 1:1 Thomas Boljahn (18.), 1:2 Stephan Beth (60.), 1:3 Thomas Boljahn (75.)


    Gelbe Karten: Serkan Rinal - Christian Schmidt


    Gelb-Rote Karte: Christian Nieselke (49.)


    Zuschauer: 123


    Schiedsrichter: Martin Kuhardt


    Schiedsrichterassistenten: Steffen Ludwig, Martin Genkel


    Fotos

    Ja, ihr scheint uns irgendwie zu liegen. Egal wie gut Ihr spielt - am Ende gewinnen immer wir. ;-)
    Es ist aber so, dass aus unserer Sicht unsere Jungs im Vergleich zu den letzten Wochen eine sensationelle Leistung abgeliefert haben und sich deswegen die Punkte irgendwie erarbeitet haben. Ich fang jetzt nicht mit der Nummer an "Wir haben aus den Chancen die Tore gemacht und Ihr eben nicht". Ein wenig Glück ist immer im Spiel und das war am Freitag warum auch immer ganz klar auf unserer Seite. Wir sind natürlich trotzdem total happy. ;-)
    Und was ich wie jedes Jahr loswerden muss: wenn ich den FC Schönberg 95 aus irgendwelchen Gründen irgendwann mal nicht mehr leiden kann, werde ich Pampow-Fan. ;-) Ich mag die entspannte, freundliche und hilfsbereite Atmosphäre bei Euch vom Grill bis zum Vorstand. Erinnert mich irgendwie an die alten guten Schönberger Zeiten...

    „Ein Freund von mir arbeitet für den Verein und hier sieht man doch auch guten und schnellen Fußball“, erklärte der Schweriner Weltklasseboxer Jürgen Brähmer die Tatsache, dass er nicht nur Sponsor, sondern ebenso Dauergast bei den Heimspielen des ambitionierten Verbandsligisten MSV Pampow ist. Den besten Beweis dafür lieferte die Flutlichtpartie am Freitagabend und das lag neben dem inzwischen gewohnt starken Gastgeber auch daran, dass der FC Schönberg 95 seinen Biss wiedergefunden hat.
    Nach der zeitweise beschämenden Leistung in den beiden verlorenen Auftaktspielen war die Ostermann-Elf endlich wieder über 90 Minuten voll dabei und sicherte sich in einem temporeichen Spiel 3 wichtige Punkte. Dabei stand zunächst Schönbergs Torhüter Gabor Ruhr im Brennpunkt des Geschehens. Er parierte in der Anfangsphase gegen Tino Witkowski (5.), Christoph Hasselmann (8.) und Heiko Hecht (12.). Aber auch die Grün-Weißen mischten munter mit und kamen durch Niwar Jasim, der mit dem Hinterkopf das Tor nur knapp verfehlte, zu einer ersten guten Torchance (14.). In der 23. Minute musste die Schönberger Abwehr mit vereinten Kräften für ihren bereits geschlagenen Torwart klären, aber gleich im Gegenzug konnte der ansonsten starke Frank Jahnke einen Haese-Schuss nur prallen lassen und Thomas Haese kam erneut zum Zug. Er bediente Niwar Jasim jedoch ein wenig zu hoch, so dass dieser den Ball nicht richtig erwischte und nach 37 gespielten Minuten segelte ein abgefälschter Haese-Schuss knapp am linken Pfosten vorbei. 5 Minuten vor Ende der ersten Halbzeit versuchte Schönbergs Keeper Gabor Ruhr, Alexander Köhn den Ball vom Fuß zu pflücken und weil dieser Versuch ein wenig missglückte, war Christoph Hasselmann vom Elfmeterpunkt zum 1:0 erfolgreich. Und Schönberg rettete sich dann über die restlichen Minuten in die Pause.
    Nach dem Wiederanpfiff suchten die Pampower die Vorentscheidung. Das Spiel verlagerte sich zunehmend in die Schönberger Hälfte und außer einer guten Ignbineweka-Flanke, die Sahid Wahab mit seinem artistischen Einsprung am langen Pfosten nur knapp verpasste (55.), stand ausschließlich das Tor von Gabor Ruhr unter Druck. Aber dann! Bei einem der seltenen Entlastungsangriffe über die linke Seite wurde Sahid Wahab in Strafraumnähe gefoult. Wahab schaute zunächst interessiert dem Herrn Hübner beim Notieren des Sachverhalts über die Schulter, um dann den Freistoß selbst auszuführen. Wunderbar flog das Leder in den Lauf von Thomas Haese, der es mustergültig mit dem Kopf erwischte und zum 1:1 versenkte (62.). Die Maurine-Kicker, die in diesem Spiel kämpferisch ohnehin absolut überzeugen konnten, fanden nun auch mit neuem Elan ihre Spielstärke wieder. Denn nur 4 Minuten später kamen die Gäste im Umkehrspiel über die linke Seite. Thomas Haese war einfach nicht zu bremsen und er schlug eine präzise Flanke in den Lauf von Lukas Ignbineweka Egbon. Dieser hatte dann wenig Mühe zur 1:2 Führung zu vollenden. Und es kam noch besser für die Grün-Weißen, denn aller MSV-Bemühungen zum Trotz gelang Niwar Jasim dann auch noch das 1:3. In der 81. Minute verzögerte er kurz, um nach schneller Drehung einen herrlichen Schlenzer ins Dreiangel zu setzen. So kurz vor Ende der Partie war dies jedoch keineswegs die Vorentscheidung. Pampow setzte alles auf eine Karte, während die Schönberger sich hinten einigelten und das Spiel bei jeder sich bietenden Gelegenheit zu verzögern suchten. Doch trotz des 2:3 durch Alexander Köhn in der 88. Minute, bei dem die FC-Abwehr ausnahmsweise nicht wirklich gut aussah, und zweier Platzverweise für Schönberg brachten die Gäste den Torevorsprung erfolgreich über die Zeit.
    Die Sicht der Trainer auf das Spiel könnte unterschiedlicher nicht sein. Während Elard Ostermann von einen tollen Spiel für die Zuschauer und einem verdienten Sieg für seine Mannschaft sprach, auch wenn der Ausgleich praktisch aus dem Nichts gefallen sei, war sich Uwe Brauer sicher, wenigstens ein Unentschieden verdient zu haben. Man habe mit dem Ausgleich die Ordnung verloren und es tue ihm leid für seine Mannschaft. Außerdem beklagte er sich über die vermeintlich zu harte Gangart der Schönberger.
    Sicherlich wäre nach dem Spielverlauf auch ein anderes Ergebnis möglich gewesen. Fakt ist aber, dass sich die Mannschaft ganz anders präsentiert hat, als in den beiden Spielen zuvor. Kapitän Serkan Rinal antwortete auf die Frage, wie er den Leistungssprung innerhalb einer Woche begründe nach kurzer Bedenkzeit: „Das kann man einfach nicht erklären. Man kann sicher mit den üblichen Floskeln wie z.B. „wir sind in wieder in die Zweikämpfe gekommen“ reagieren, aber letztlich kann man das einfach nicht erklären.“ Wollen wir auch gar nicht, denn wir freuen uns über einen schönen Erfolg über einen starken Gegner und wir sehen auf jeden Fall wieder ein wenig optimistischer in die Zukunft!


    FC Schönberg 95: Gabor Ruhr, Nils Lindemann, Sahid Wahab, Niwar Jasim (84. Florian Zysk), Eric Dobberitz, Thomas Manthey, Lukas Ignbineweka Egbon, Serkan Rinal, Christian Klingenberg, Thomas Haese (78. Hannes Köhn), Marcel Bernier (57. Sascha Woelki)


    MSV Pampow: Frank Jahnke, Axel Fieber (46. Philipp Pönisch), Mathias Reis, Christoph Hasselmann, Paul Groth, Alexander Köhn, Heiko Hecht (67. Danny Thomas), Ronny Rieling (58. Fabian Brickwedde), Enrico Grewe, Sebastian Drews, Tino Witkowski


    Tore: 1:0 Christoph Hasselmann (40., Foulelfmeter), 1:1 Thomas Haese (62.), 1:2 Lukas Ignbineweka Egbon (66.), 1:3 Niwar Jasim (81.), 2:3 Alexander Köhn (88.)


    Gelbe Karten: Marcel Bernier (25., Foulspiel), Thomas Manthey (36., Foulspiel), Christian Klingenberg (42., Foulspiel), Nils Lindemann (55., Foulspiel), Eric Dobberitz (82., Foulspiel), Lukas Ignbineweka Egbon (90., Unsportlichkeit) – Sebastian Drews (62., Unsportlichkeit), Mathias Reis (64., Foulspiel)


    Gelb-rote Karte: Eric Dobberitz (88., Foulspiel)


    Rote Karte: Hannes Köhn (90.+4, Foulspiel)


    Zuschauer: 358


    Schiedsrichter: Frank Hübner (Güstrow)


    Schiedsrichterassistenten: Matthias Bastian, Pierre Rußow


    Fotos

    Bis zum 25.08.2004 muss man zurückschauen, um eine Schönberger Punkspielniederlage ähnlicher Dimension zu finden. Damals verlor man in der Oberligaabstiegssaison nach desolater Leistung bei TB Berlin mit 6:0. Ähnlich trübselig sah es beim heutigen Verbandsligapunktspiel gegen den FC Pommern Greifswald aus. „Da werden wir wohl noch viel Geduld mit der Mannschaft haben müssen“, schwante Schönbergs Urgestein Manfred Bolten bereits zur Halbzeit nicht viel Gutes was die nächsten Wochen angeht. Mit besorgter Miene ergänzte er: „Man soll ja nicht immer gleich draufhauen, aber das, was wir bis jetzt gesehen haben, ist gar nichts.“ Damit meinte er nicht nur den 0:2 Pausenstand, sondern auch die Art und Weise seines Zustandekommens. Ohne nennenswerte Gegenwehr konnte der FC Pommern Greifswald im Schönberger Jahn-Stadion fast nach Belieben schalten und walten. Das 0:1, bei dem der agile Nick Lösel in der 28. Minute eine Flanke problemlos verwerten konnte, war nach Spiel- und Chancenanteilen bereits überfällig. Auch über das 0:2, das der Schütze des ersten Tores sehr schön für den am kurzen Pfosten stehenden Naofumi Tsukiyama aufgelegt hatte, durften sich die Gastgeber nicht beklagen, denn der Japaner hatte zuvor aus Nahdistanz bereits die Latte getroffen. Weitere gute Gelegenheiten machte Gabor Ruhr im Tor der Schönberger zunichte.
    Ein Dreifachwechsel vor dem zweiten Durchgang brachte nur kurzzeitig neue Impulse für die Grün-Weißen. Greifswald blieb weiter am Drücker und schraubte so das Ergebnis völlig verdient in die Höhe. Naofumi Tsukiyama hatte beim 0:3 nur das leere Tor vor sich, Ryotaro Nakano traf hart und platziert aus der Distanz zum 0:4 und Michael Putzki spielte Gabor Ruhr weit vor seinem Tor schwindelig um dann mit einem herrlich Heber das 0:5 Endergebnis sicherzustellen. Die beiden besten Schönberger Chancen blieben ungenutzt. Sowohl Thomas Haese, der die Kugel von Niwar Jasim serviert bekam (72.) als auch Niwar Jasim selbst (85.), brachten den Ball nicht im Tor unter. Und so stand am Ende ein Ergebnis auf der Anzeigetafel, das man erst mal sacken lassen muss…


    FC Schönberg 95: Gabor Ruhr, Sascha Woelki, Nils Lindemann, Sahid Wahab, Martin Krefta (46. Lukas Ignbineweka Egbon), Florian Zysk (46. Niwar Jasim), Eric Dobberitz, Thomas Manthey, Serkan Rinal, Christian Klingenberg (46. Marco Pajonk), Thomas Haese


    FC Pommern Greifswald: Stefan Schmidt, Karlo Wrüske, Naofumi Tsukiyama (67. Michael Putzki), Ngoc Anh Le, Jan Ehlert, Nick Lösel (80. Alexander Ost), Marco Kröger, Christian Gutjahr (83. Frank Rohde), Dennis Simdorn, Ryotaro Nakano, Manuel Kraft


    Tore: 0:1 Nick Lösel (28.), 0:2 Naofumi Tsukiyama (32.), 0:3 Naofumi Tsukiyama (65.), 0:4 Ryotaro Nakano, 0:5 Michael Putzki (79.)


    Gelbe Karten: Eric Dobberitz (23., Foulspiel), Niwar Jasim (56., Foulspiel), Sahid Wahab (63., Foulspiel), Nils Lindemann (68., Foulspiel) – Karlo Wrüske (23., Unsportlichkeit)


    Zuschauer: 130


    Schiedsrichter: Andreas Streich (Rostock)


    Schiedsrichterassistenten: Florian Lechner, Robert Kuligowski


    Fotos

    „Wir haben in den ersten 60 Minuten eine sehr gute Partie abgeliefert“, freute sich Schönbergs Ehemaliger Christian Urgast nach dem Abpfiff über den jederzeit verdienten 3:1 Erfolg seines Aufsteigers TSV Bützow 1952 gegen den FC Schönberg 95. „Wir haben im ganzen Spiel mehr Aggressivität und Leidenschaft gezeigt und hätten nach einer Stunde eigentlich schon 4:0 führen müssen.“, ergänzte „Ursel“. FC-Trainer Elard Ostermann sah es ähnlich: „Es war zu sehen, dass die wollten. Wir haben nur zwischen der 60. Und 80. Minute ordentlich gespielt.“
    Los ging alles mit einer Flanke von Eric Dobberitz, die Thomas Haese per Kopf genau in die Arme von André Krüger beförderte (1.). Auch André war übrigens vor ein paar Jahren schon an der Maurine aktiv. Dann sorgten 2 Urgast-Freistöße auf der anderen Seite für Gefahr. Erster Abnehmer war Robert Grabowski, der das Tor jedoch verfehlte (3.). Und zweiter Abnehmer war Christian Boldt, doch die Grün-Weißen konnten in höchster Not klären (8.). Nach 22 Minuten fasste sich Sahid Wahab ein Herz, doch sein Schuss aus 20 Metern setzte auf der falschen Seite des rechten Pfostens auf. Richtig brenzlig wurde es in der 27. Minute für die Maurine-Kicker. Sie reklamierten auf Abseits, was Robert Grabowski jedoch nicht weiter störte. Unbeeindruckt zog er auf der linken Seite in Richtung Schönberger Kasten und verzog dann aber ebenso wie wenig später Thomas Haese, der eine Egbon-Flanke aus der Drehung nahm. Ein Urgast-Freistoß wurde sichere Beute für Gabor Ruhr (33.) und auch als Schönbergs Abwehr sich wie ein aufgescheuchter Hühnerhaufen präsentierte (41.) konnte Bützow die Situation glücklicherweise noch nicht für sich nutzen. Bei einem Konter über Thomas Haese flogen Sahid Wahab und Niwar Jasim an der Flanke vorbei und als Philipp Keup nach Doppelpassspiel mit Robert Grabowski freie Bahn hatte, war Schönbergs Torhüter Gabor Rohr hellwach. Insgesamt konnten die Gäste bis dahin zwar mehr Ballbesitz für sich verbuchen, aber die richtig guten Torchancen fanden in Anzahl und Qualität auf der anderen Seite statt.
    Direkt nach der Pause wurde die engagierte Spielweise des TSV mit dem 1:0 durch Christian Urgast belohnt. Eine Flanke von der rechten Seite nahm er volley und er traf passgenau ins Dreiangel. Gabor Ruhr war chancenlos und Christian Urgast selbst, der später selbst bestätigte, dass es ein „Sonntagsschuss“ gewesen sei, verschwand nach kurzem Spurt über den halben Platz unter seinen Mitspielern. Es war in der Tat ein Traumtor – leider auf der falschen Seite. Schönberg brauchte eine Weile, um sich von dem Schock zu erholen und der TSV Bützow nutzte diese Zeit für weitere Attacken, bei dem grün-weißen Anhang mitunter das Herz stehenzubleiben drohte. Insbesondere Philipp Keup wird sich über seine vergebene Möglichkeit in der 50. Minute ärgern und auch Gabor Ruhr blickte nach seinem Patzer in der 56. Minute reichlich verzweifelt der Kugel hinterher, die jedoch gegen den Pfosten trudelte. Aber als Sahid Wahab das Leder aus der Distanz knapp über die Latte legte, fing sich Schönberg wieder. Der Wille, das Spiel an sich zu reißen war deutlich erkennbar und mit schnellen Ballstaffetten ging es immer öfter druckvoll nach vorn. Beste Möglichkeit war dennoch ein Freistoß von Sahid Wahab, den Serkan Rinal am langen Pfosten per Kopf gefährlich nah ans Bützower Tor brachte. Mitten in die Schönberger Bemühungen platzte das 2:0. Ein Klasseschuss von Björn Plate, der sich über den sich vergeblich streckenden Gabor Ruhr hinweg unter die Latte senkte, brachte praktisch die Vorentscheidung. Auch wenn Sascha Woelki nur 2 Minuten später mit einem prima Aufsetzer den Anschlusstreffer erzielte – Schönberg war trotz aller Bemühungen nicht mehr in der Lage, den TSV Bützow ernsthaft in Verlegenheit zu bringen. Und so musste die Ostermann-Elf in den Schlussminuten erneut durch Björn Plate den endgültigen K.O. schlucken - ein Lupfer aus spitzem Winkel zerstörte alle Hoffnungen auf den Ausgleich.


    FC Schönberg 95: Gabor Ruhr, Nils Lindemann, Sahid Wahab, Niwar Jasim (59. Florian Zysk), Eric Dobberitz, Thomas Manthey, Lukas Ignbineweka Egbon (83. Hannes Köhn), Serkan Rinal, Christian Klingenberg, Thomas Haese, Marco Pajonk (59. Sascha Woelki)


    TSV Bützow 1952: André Krüger, Christian Boldt, Jakob Kühn, Philipp Winter, Philipp Keup (90. Stefan Kuchenbecker), Björn Plate, Frank Fust, Robert Grabowski (69. Robert Schlicht), Steve Bärmlich (80. Michael Köster), Tom Hagemann, Christian Urgast


    Tore: 1:0 Christian Urgast (48.), 2:0 Björn Plate (71.), 2:1 Sascha Woelki (73.), 3:1 Björn Plate (86.)


    Gelbe Karten: Sascha Woelki (76., Foulspiel) – Tom Hagemann (79., Handspiel), André Krüger (Unsportlichkeit)


    Zuschauer: 210


    Schiedsrichter: Alexander Bartsch (Feldberg)


    Schiedsrichterassistenten: Steffen Peters, Toni Schwager


    Fotos

    Also ich kann Maja da nur zustimmen. Ich mache die Fußball-Fotografiererei auch nur nebenberuflich und damit ohne Presseausweis. Trotzdem hab ich noch nie eine Absage bei einer (netten) Anfrage bekommen. Auch in der 2. Liga nicht. Wenn Du eine gute Begründung hast, und die findet man eigentlich immer, hast Du die Presseverantwortlichen der Vereine schnell auf Deiner Seite.
    Und ob Du Dir mit dem DVPJ-Presseausweis wirklich einen Gefallen tust, kann ich nicht einschätzen. Habe da aber so meine Zweifel.

    Die Verbandsligamannschaft des FC Schönberg 95 konnte ihren Aufwärtstrend der letzten Wochen auch in der Landeshauptstadt eindrucksvoll bestätigen. Dabei waren mit dem Anpfiff aber zunächst die Gastgeber besser im Spiel. Ein Schuss von Tino Witkowski blieb nach genialer Vorarbeit von Philipp Maschler in der Abwehr der Grün-Weißen hängen (6.) und bei einem Schweriner Konter rettete der herausstürzende Gabor Ruhr vor Denny Schröter (8.). Auch als ein auf den langen Pfosten gezogener Freistoß bei Kevin Looks landete, blieb Schönberg das Glück hold, denn die Kugel verfehlte das Tor knapp. Praktisch im Gegenzug hatte die Eintracht den hinter ihrer Abwehr stehenden Florian Zysk sträflich vernachlässigt und dieser bedankte sich dafür in aller Ruhe per Kopf mit dem 0:1. Schönberg ging nun deutlich sicherer und selbstbewusster zu Werke und kontrollierte die Partie weitgehend. Das 0:2, das Nils Lindemann mit einem ebenso herrlichen wie passgenauen Schlenzer ins Dreiangel erzielte, machte die Sache für die verunsichert wirkenden Hausherren nicht einfacher und so war ein starker Schuss von Kevin Looks, den Gabor Ruhr kurz vor der Pause nur wegfausten konnte, die einzige brenzlige Situation, die die Ostermann-Elf noch zu überstehen hatte. Und für die durchaus engagiert und bis zum Strafraum gut spielende Eintracht kam es kurz darauf noch dicker, denn Schönberg versorgte den durchstartenden Thomas Haese mit einem langen Ball. Der 38-Jährige ließ Keeper Ronny Losereit routiniert aussteigen und der Ball kullerte kurz darauf zum 0:3 über die Torlinie. Schiedsrichter Stefan Beyer gab die Partie anschließend nicht mehr frei und bat direkt zum Pausentee.
    Die Schweriner kamen sehr früh auf den Platz zurück und wollten mit sichtlich frischem Elan eine Resultatsverbesserung. Doch wie zu Spielbeginn übernahmen die Maurine-Kicker nach etwa 5 Minuten wieder die Kontrolle über die Partie. Aus einer gesicherten Abwehr heraus sorgten sie mit wenigen, aber fast immer gefährlichen Angriffen über die Flügel für Torgefahr und verdienten sich nachträglich die vielleicht etwas zu deutliche 0:3 Pausenführung. Abwehrmann Thomas Manthey schaltete sich immer wieder in die Offensive ein und brachte gemeinsam mit Martin Krefta und Christian Klingenberg die Eintracht von der rechten Seite in Verlegenheiten. Gegenüber übernahmen Jonni Jahnke, Sahid Wahab und Eric Dobberitz diesen Job und was Schönbergs Angriffsabteilung dabei mitunter zustande brachte, war wirklich gut anzusehen. Einziges Manko: es fiel kein weiteres Tor. Ronny Losereit rettete mit einem Reflex gegen Eric Dobberitz (54.), Thomas Haese legte das Leder aus spitzem Winkel über die Latte (60.) und verfehlte das Tor mit seinem Kopfball (61.). Auch für Sahid Wahab war es bei seinem Kopfballaufsetzer aus Nahdistanz eigentlich deutlich schwerer, das Tor zu verfehlen und er tat es trotzdem. Aber Eintracht Schwerin steckte zu keiner Zeit auf und bekam auch im zweiten Durchgang seine Chancen. Glücklicherweise erwischte aber auch Gabor Ruhr einen starken Tag, was Philipp Maschler (61. und 67.) und Tino Witkowski (73.) sicherlich bezeugen können und am Ende legte Schönberg mit einem wunderbaren Angriff dann doch noch ein Tor drauf: Martin Krefta schob dem nach vorn preschenden Thomas Manthey den Ball in den Lauf. Dessen Maßflanke von der Grundlinie nahm Thomas Haese volley und Ronny Losereit war chancenlos. Und wenn Serkan Rinal in der 86. Minute im 16er nicht ein wenig das Gleichgewicht verloren hätte, wäre das 0:5 zumindest sehr wahrscheinlich gewesen.


    Statistik


    FC Schönberg 95: Gabor Ruhr, Thomas Manthey, Serkan Rinal, Nils Lindemann, Paul Manthey, Christian Nieselke (46. Martin Krefta), Christian Klingenberg, Sahid Wahab, Eric Dobberitz, Florian Zysk (60. Jonni Jahnke), Thomas Haese


    FC Eintracht Schwerin: Ronny Losereit, Martin Gralki, Ferdinand Zink (46. Konstantin Radloff), Andy Beckerwerth, Balanescu (77. Cojucaru), Kevin Looks, Philipp Ostrowitzki, Tino Witkowski, Christoph Wegner, Denny Schröter, Philipp Maschler (75. Christopher Schmandt)


    Tore: 0:1 Florian Zysk (10.), 0:2 Nils Lindemann (27.), 0:3 Thomas Haese (45.), 0:4 Thomas Haese (83.)


    Gelbe Karten: Thomas Haese, Christian Klingenberg


    Zuschauer: 110


    Schiedsrichter: Stefan Beyer (Rostock)


    Schiedsrichterassistenten: Christoph Frank, Sven Rusche


    Fotos

    Vor dem Spiel wurde Karl Ernst „Kalle“ Schmidt, hier in der Gegend bekannt wie ein bunter Hund und seit Jahrzehnten mit der Kamera für diverse Zeitungen unterwegs, vom Kreissportbund für seine langjährige Tätigkeit mit der Goldenen Ehrennadel ausgezeichnet. Anschließend eröffnete Schiedsrichter Steffen Hösel deswegen ein wenig verspätet das Rennen um die 3 Punkte und die in den letzten Wochen zu einer Heimmacht gewachsenen Schönberger legten dabei gleich mächtig los. Jonni Jahnke spielte nach Doppelpass mit Florian Zysk einen herrlichen Ball auf Sahid Wahab und dessen Kopfball konnte Pommern-Keeper Stefan Schmidt nur mit Mühe zur Ecke klären. Aber die Gäste mischten ihrerseits auch kräftig mit und so wurde der erste Durchgang zu einer durchaus ansehnlichen Partie, bei der die Gastgeber allerdings den insgesamt besseren Eindruck hinterließen. Sie standen überwiegend sicher und konzentriert in der Abwehr und sorgten bei ihren wenigen, aber fast immer kreuzgefährlichen Angriffen für gute Torchancen. So hatten die Greifswalder in der 20. Minute Glück, dass Florian Zysk nach Vorarbeit von Martin Krefta über das Leder säbelte. Als dann Marco Kröger in der 36. Minute einen in Richtung Grundlinie trudelnden Ball vor Jonni Jahnke abzuschirmen versuchte, brachte dieser den Greifswalder mit ein wenig Oberkörper- und Fingereinsatz sicherlich nicht 100%-ig regelkonform zu Fall. Aber der Weg war nun frei und der heute ganz stark aufspielende Jonni Jahnke schob mit viel Übersicht zu Christian Klingenberg, der seinerseits auch genug Zeit zum Schauen und Schießen hatte und in dieser Situation zum verdienten 1:0 traf. Es blieb aber spannend, denn der FC Pommern Greifswald spielte munter weiter mit und bekam kurz vor der Pause bei einem Wrüske-Freistoß auch eine gute Torgelegenheit. Gabor Ruhr war aber auf dem Posten.
    Auch nach der Pause blieben die Maurine-Kicker zunächst dichter am nächsten Treffer als die Hansestädter. Bei einem Konter über Sahid Wahab und Christian Nieselke segelte ein Heberversuch von Florian Zysk über die Latte (51.) und Stefan Schmidt verhinderte gegen Jonni Jahnke mit einem Reflex das eigentlich sichere 2:0 (54.). Auch als Eric Dobberitz stark über die linke Seite kam und Christian Nieselke die Flanke zurück in die Mitte auf Sahid Wahab legte, brannte es lichterloh im Strafraum der Gäste, aber Karlo Wrüske rettete auf der Linie für seinen bereits geschlagenen Torwart. Danach zogen sich die Schönberger weit zurück und überließen den Greifswaldern weitgehend das Spiel. Dennoch bekam Gabor Ruhr nicht wirklich viel zu tun, den seine Vorderleute hielten das Leder zumeist effektiv vom eigenen Tor fern. Trotzdem sah das Ganze wie „Betteln um den Ausgleich“ aus. Allerdings musste die Märzke-Elf trotz ihrer optischen Überlegenheit ständig auf der Hut sein, denn die seltenen Angriffe der Hausherren blieben gefährlich. So gab es für Sahid Wahab und Sascha Stange in der 75. Minute eine Doppelchance für eine Vorentscheidung. Aber in der Nachspielzeit machte Florian Zysk mit seinem Schuss gegen den Innenpfosten dann doch noch alles klar und kurz darauf pfiff Schiedsrichter Steffen Hösel ab.


    Statistik


    FC Schönberg 95: Gabor Ruhr, Marko Riegel (20. Martin Krefta), Sahid Wahab, Christian Klingenberg, Florian Zysk, Eric Dobberitz, Thomas Manthey, Tom Körner (48. Christian Nieselke), Jonni Jahnke (65. Sascha Stange), Serkan Rinal, Nils Lindemann


    FC Pommern Greifswald: Stefan Schmidt, Karlo Wrüske, Bill Rätz, Ngoc Anh Le, Alexander Glandt, Jan Ehlert, Nick Lösel, Felix Drecoll (65. Ricky Ziegler), Rico Gohlke, Marco Kröger (46. Rene Hoffmann), Dennis Simdorn


    Tore: 1:0 Christian Klingenberg (36.), 2:0 Florian Zysk (90.+2)


    Gelbe Karten: Christian Nieselke (62., Foulspiel), Gabor Ruhr (71., Unsportlichkeit), Serkan Rinal (73. Foulspiel) – Dennis Simdorn (57., Foulspiel), Nick Lösel (60., Foulspiel), Bill Rätz (74., Foulspiel)


    Zuschauer: 90


    Schiedsrichter: Steffen Hösel (Rövershagen)


    Schiedsrichterassistenten: Andre Kluwe, Ulf Kuchel


    Fotos

    Schönberg war von Anfang an flinker auf den Beinen und hatte auch technisch fast alle Vorteile auf seiner Seite. Dies nützte den Maurine-Kickern zunächst aber nicht viel, denn die Friedländer waren in der Anfangsphase vor allem wegen ihrer guten Spielübersicht das bestimmende Team. Der TSV machte in aller Ruhe sein Ding, fand in fast jeder Situation einen eigenen freien Mann und brachte die Gäste damit in ernsthafte Schwierigkeiten. Gabor Ruhr musste in den ersten 10 Minuten 2 richtig gute Chancen gegen Henrik Rodewald abwehren und seine Mannschaft so vor einem Rückstand bewahren. Und auch wenn auf der Gegenseite zwischenzeitlich auch Marcin Lenczewski einen starken Dobberitz-Schuss erst im Nachfassen unter Kontrolle brachte, lag das 1:0, das Alexander Bielesch in der 15. Minute mit einem harten und platzierten Schuss von der linken Seite erzielte, in der Luft. Die Grün-Weißen, durch das Gegentor sichtlich angestachelt, antworteten mit wütenden Attacken. Doch weil es wie so oft an Präzision im Abspiel mangelte und Friedland dazu aufopferungsvoll verteidigte, konnte der FC Schönberg 95 zunächst keine echte Torgefahr erzeugen. Erst in der 30. Minute wurde die Luft im Friedländer Strafraum bei einer Haese-Ecke deutlich dicker. Aber alle Akteure – egal ob Angreifer oder Verteidiger - verloren im Gewühl gleichsam die Orientierung und weil TSV-Torwart Lenczewski anschließend als Erster den Ball lokalisieren konnte, blieb es vorerst beim 1:0 für Friedland. Doch als Schönberg wenig später die Kugel über mehrere Stationen nach rechts außen zu Christian Klingenberg brachte, behielt dieser den Kopf oben und traf passgenau zum Ausgleich ins lange Eck. Kurz vor der Pause hätte sich Schönberg sicher nicht über einen Foulelfmeter beschweren dürfen, hatte aber selbst auch noch eine durchaus brauchbare Freistoßchance für Florian Zysk.
    Nach der Pause rafften sich die Gastgeber noch einmal kurzzeitig auf, verloren dann aber zunehmend die Kontrolle über die Partie. Zu schnell und zu druckvoll kamen die Schönberger immer wieder über die Flügel und das Spiel begann jetzt endgültig zu kippen. Thomas Haese hatte aus der Drehung kein Glück (62.) und legte einen Freistoß knapp am Tor vorbei (64.). Aber als Marko Riegel 40 Meter vor dem Tor einen weiteren Freistoß in den Lauf von Sahid Wahab schob und dieser seinen Gegenspieler herrlich aussteigen ließ, stand es nach Wahabs tollem Schlenzer plötzlich 1:2 für den FC Schönberg 95. Und die Gäste legten sofort nach: Jonni Jahnke ließ bei seinem irrwitzigen Solo auf der linken Seite nicht nur die halbe TSV-Abwehr reichlich alt aussehen, sondern er traf auch noch überlegt zum vorentscheidenden 1:3. Der Anschlusstreffer, den Thomas Stiller kurz vor Ultimo mit einem zugegeben phantastischem und für Gabor Ruhr unhaltbaren Schuss erzielte, änderte rein gar nichts an der Überlegenheit der Maurine-Kicker, denn Schönberg brachte die Partie einfach souverän zu Ende. Ein langer und hoher Freistoß von Routinier Marko Riegel, der sich über locker 45 Meter ins Tor senkte, brachte den 2:4 Endstand und den endgültigen Beweis, das Schönberg auswärts auch mit dem Standardbusfahrer und ohne Vereinschef gewinnen kann. ;-)


    Statistik


    FC Schönberg 95: Gabor Ruhr, Marko Riegel, Sahid Wahab, Christian Klingenberg, Florian Zysk (73. Sascha Stange), Eric Dobberitz, Thomas Manthey, Jonni Jahnke, Serkan Rinal, Nils Lindemann, Thomas Haese (81. Kevin Pour)


    TSV Friedland 1814: Marcin Lenczewski, Christian Pfalzgraf, Paul Roquette, Enrico Latzkow, Thomas Stiller, Alexander Bielesch, Sebastian Nasky, Edgar Kurzke, Tomasz Wydmuszek, Felix Voigt (46. Wojciech Jerzy Zaczek), Henrik Rodewald


    Tore: 1:0 Alexander Bielesch (15.), 1:1 Christian Klingenberg (26.), 1:2 Sahid Wahab (67.), 1:3 Jonni Jahnke (79.), 2:3 Thomas Stiller (87.), 2:4 Marko Riegel (90.)


    Gelbe Karten: Nils Lindemann (23., Foulspiel) - Tomasz Wydmuszek (63., Foulspiel), Paul Roquette (71., Foulspiel)


    Zuschauer: 100


    Schiedsrichter: Mariusz Beczko


    Schiedsrichterassistenten: Matthias Falk, Damian Drózka


    Fotos

    “Wir wollten eigentlich offensiv wie zu Hause spielen, aber Greifswald hat uns in der Anfangsphase in die eigene Hälfte gedrängt“, machte Schönbergs Trainer Elard Ostermann deutlich, dass es für die Gäste in der Partie gegen den Greifswalder SV 04 zunächst überhaupt nicht nach Plan lief. Immer wieder kamen die Gastgeber gefährlich über die rechte Seite und sie sorgten damit für mächtig Wirbel im Strafraum der Grün-Weißen. Die erste GSV-Chance bot sich nach einer Fraus-Flanke, doch Thomas Manthey konnte gerade noch klären. Eine Hereingabe von Moritz Rohrbach rutschte Tommy Greinert über den Scheitel und nur Torhüter Gabor Ruhr verhinderte dabei das frühe 1:0 für den Gastgeber. Allerdings wurde schon wenig später deutlich, dass die Schönberger nach der Balleroberung blitzschnell auf Angriff umschalteten und im Umkehrspiel ähnlich gefährlich wie der GSV agierten. Denn als Martin Krefta das Leder sofort zu Florian Zysk spielte und dieser den durchstartenden Thomas Haese bediente, war der herausstürzende Keeper Marcel Rüh nur Sekundenbruchteile vor Schönbergs Stürmer am Ball. Wenig später gelang der Ostermann-Elf in einer ähnlichen Spielsituation dann auch das 0:1. Florian Zysk legte die Kugel ein wenig überraschend nicht nach links zu Thomas Haese, sondern in die Mitte zu Christian Klingenberg. Dieser kam zwar im ersten Versuch nicht an Marcel Rüh vorbei, schob den Abpraller aber überlegt ein. Auch beim 0:2, das Schönberg nur 5 Minuten später ebenfalls bei einem Konter erzielte, war Florian Zysk der Vorbereiter. Allein vor dem Tor entschied er sich für eine Flanke auf den besser postierten Thomas Haese, der wenig Mühe hatte, ins leere Tor zu vollenden. Die geradezu beängstigend gute Chancenverwertung der Schönberger zeigte Wirkung. Der verunsichert wirkende GSV offenbarte nicht mehr den ganz großen Zug zum Tor und Schönberg versuchte, mit langem Ballhalten ein wenig das Tempo aus dem Spiel zu nehmen. Nur ein abgefälschter Schuss von Dirk Erdmann brachte nun noch einmal Gefahr für das Tor der Westmecklenburger. Schönbergs Routinier Marko Riegel warnte zur Halbzeit dennoch „Wir müssen weiter aufpassen. Hier ist noch gar nichts entschieden.“ Allerdings begann der zweite Durchgang mit einer dicken Gelegenheit für die Gäste. Alle warteten auf einen Pfiff des Schiedsrichters, nur Florian Zysk spielte einfach weiter und scheiterte frei vor dem Tor am großartig reagierenden Marcel Rüh. Greifswald sorgte mit einem Freistoß in der 52. Minute für reichlich dicke Luft im Strafraum der Grün-Weißen, musste dann aber in der 56. Spielminute das vorentscheidende 0:3 hinnehmen. Serkan Rinal stieg bei einem Haese-Freistoß von der linken Seite am höchsten und köpfte wuchtig ein. Anschließend versuchten die Maurine-Kicker, das Tempo weiter zu drosseln und sie spielten ihre Angriffe nicht mehr so konsequent aus wie bisher. Die Attacken der Platzherren hatten ihren Biss auch weitgehend verloren und so büßte die ansonsten gute und ansehnliche Partie ein wenig an Unterhaltungswert ein. Dennoch gab es weiter gute Chancen auf beiden Seiten. Schönberg stockte der Atem, als gleich 2 Greifswalder an einer starken Schulz-Flanke vorbeisegelten und Christian Klingenberg köpfte genau in den Rücken seines Mannschaftskollegen Sahid Wahab, der damit das 4. Gegentor für die Hansestädter ungewollt verhinderte. Kurz vor Ende gelang dem GSV 04 dann doch noch der durchaus verdiente Ehrentreffer. Der gute und unauffällige Schiedsrichter Florian Markhoff, der das Spiel nach Möglichkeit laufen ließ, zeigte nach einem Foul von Thomas Manthey sofort auf den Elfmeterpunkt und Ronny Krüger verwandelte sicher. Für FC95-Trainer Elard Ostermann war das erste Tor ganz wichtig für den ersten Auswärtserfolg der Mannschaft seit Oktober 2011: „Das 0:1 hat uns richtig gut getan“ Auch der Mannschaft war die Freude, die lange Auswärtsmisere endlich beendet zu haben, deutlich anzusehen.


    Statistik


    FC Schönberg 95: Gabor Ruhr, Paul Manthey, Sahid Wahab, Martin Krefta (59. Patrick Piesker), Christian Klingenberg, Florian Zysk (64. Christian Nieselke), Eric Dobberitz (46. Jonni Jahnke), Thomas Manthey, Serkan Rinal, Nils Lindemann, Thomas Haese


    Greifswalder SV 04: Marcel Rüh, Stefan Kreutz, Dirk Erdmann (75. Robert Edler), Mathias Weylo, Tom Fraus, Tommy Greinert, Danny Kägebein (56. Sven Berndt), David Lee Schulz, Tobias Wolfram (56. Christian Hildebrandt), Moritz Rohrbach, Ronny Krüger


    Tore: 0:1 Christian Klingenberg (16.), 0:2 Thomas Haese (21.), 0:3 Serkan Rinal (57.), 1:3 Ronny Krüger (85., FE)


    Gelbe Karten: Christian Klingenberg (41., Foulspiel), Martin Krefta (52., Foulspiel) – Mathias Weylo (22., Foulspiel), Tom Fraus (34., Foulspiel), Sven Berndt (71., Foulspiel), Christian Hildebrandt (76., Unsportlichkeit)


    Zuschauer: 255


    Schiedsrichter: Florian Markhoff (Sukow)


    Schiedsrichterassistenten: Stefan Karnatz, André Kluwe


    Fotos

    Grimmen suchte mit dem Anpfiff sein Heil in der Flucht nach vorn, denn die ersten 5 Minuten spielten sich vor allem in der Schönberger Hälfte ab. Doch der Gastgeber guckte sich dies nicht lange an. Schon beim ersten Angriff, bei dem Thomas Manthey seine Flanke ein wenig zu kräftig dosierte, wurde es gefährlich und der zweite Angriff brachte das 1:0 - Sahid Wahab netzte mit viel Freiraum um sich herum aus 8 Metern Torentfernung ein. Damit nicht genug: nach dem dritten Angriff stand es eine Minute später sogar schon 2:0 für den FC Schönberg 95. Sahid Wahab und Thomas Haese kamen über die linke Seite, behaupteten gekonnt den Ball und Sahid Wahab hatte ein gutes Auge für den freistehenden Thomas Haese. Dessen kräftiger Schuss schlug hart und platziert am kurzen Pfosten ein. Und die sichtlich geschockten Gäste hatten weiter massive Probleme mit den agilen Schönbergern. Vor allem Thomas Haese war wieder einmal kaum zu bremsen. Ein feiner Heber des Torjägers flog knapp am langen Pfosten vorbei (11.), ein Schuss verfehlte das Dreiangel um Zentimeter (15.) und Keeper Robert Lemke verhinderte mit einer Glanztat Schlimmeres (18.). Nach dieser starken Phase schalteten die Grün-Weißen jedoch in den Ergebnis-Verwaltungsmodus, was der Attraktivität der Partie überhaupt nicht gut tat. Allerdings verlor die Ostermann-Elf dabei zu keiner Zeit die Kontrolle über das Spiel. Tragisch wurde es nur noch einmal kurz vor der Pause. Der Ex-Schönberger Nick Gritzan verletzte sich ohne gegnerische Einwirkung so schwer am Oberschenkel, dass er ins Krankenhaus gebracht werden musste. Wir drücken natürlich alle Daumen, dass Nick so schnell wie möglich wieder auf die Beine kommt.
    Nach der Pause wurde das Spiel nicht wirklich ansehnlicher. Schönberg blieb dennoch der Herr im Jahn-Stadion und konnte an diesem Tag vom Grimmener SV nicht ernsthaft in Verlegenheit gebracht werden. Ohne mit aller Konsequenz den Weg zum Tor zu suchen, beschränkten sich die Maurine-Kicker darauf, die Partie sicher nach Hause zu schaukeln. Einzig beim herrlichen 3:0 durch Thomas Haese blitzte es noch einmal auf. Der durchstartende Routinier hebelte die Abseitsfalle der Gäste aus und behielt frei vor dem gegnerischen Tor die Nerven. Nachlassende Konzentration führte in der Schlussphase dazu, dass der Grimmener SV auch mal gefährlich vor das Schönberger Tor gelangte, doch der weitgehend beschäftigungslose Torhüter Gabor Ruhr war nicht nur beim schönen Kopfball von Stephan Rambow auf dem Posten.


    Statistik


    FC Schönberg 95: Gabor Ruhr, Christian Nieselke, Paul Manthey, Sahid Wahab, Martin Krefta (69. Marko Riegel), Christian Klingenberg (59. Patrick Piesker), Florian Zysk (59. Kevin Stüben), Thomas Manthey, Serkan Rinal, Nils Lindemann, Thomas Haese


    Grimmener SV: Robert Lembke, Michael Frommholz, Tino Behnke, Karsten Opitz, Stephan Rambow, Toni Arend, Lars Radig, Christoph Lucius, Jano Block, Thomas Boljahn, Nick Gritzan (44. Rainer Schmidt)


    Tore: 1:0 Sahid Wahab (5.), 2:0 Thomas Haese (6.), 3:0 Thomas Haese (67.)


    Gelbe Karten: Christian Nieselke (21., Foulspiel), Martin Krefta (39., Unsportlichkeit), Thomas Haese (51., Foulspiel) – Nick Gritzan (20., Unsportlichkeit), Stephan Rambow (43., Foulspiel), Lars Radig (56., Foulspiel), Karsten Opitz (87., Foulspiel)


    Zuschauer: 107


    Schiedsrichter: Christian Nemec (Alt Schwerin)


    Schiedsrichterassistenten: Peter Brügmann, Matthias Krull


    Fotos

Betway Online Fussball-Wetten banner