Beiträge von Jens

    „Wir haben in der Anfangsphase ein wenig zu ängstlich gespielt“ – die Worte des Schönberger Sportchefs Sven Wittfot beschreiben vielleicht am besten, was sich in den ersten knapp 20 Minuten auf dem tiefen und nur schwer bespielbaren Rasen des Jahn-Stadions tat. Bis auf eine ziemlich dicke Torgelegenheit, die der freistehende Bastian Henning in der 11. Spielminute nicht im Tor unterbringen konnte, befanden sich nämlich vor allem die Gäste im Vorwärtsgang. Allerdings wollte ihnen dabei die ganz große Torgefahr noch nicht gelingen, denn die umformierte Abwehr der Gastgeber passte ausgesprochen gut auf. So nach und nach setzten dann aber auch die Maurine-Kicker erste Akzente. Nach einem über die Mauer auf den kurzen Pfosten gezogenen Pieper-Freistoß in der 15. Minute, den Gabor Ruhr jedoch prima parieren konnte, war es Christoph Höpel, der aus spitzem Winkel abzog und Benjamin Heskamp zu einer ersten Glanztat zwang. Wenig später waren die Schönberger dann gleich zweimal ein wenig mit Fortuna im Bunde, denn Michael Kullat verlängerte zunächst versehentlich eine Flanke in hohem Bogen zum 1:0 ins eigene Tor und dann haute auf der Gegenseite Markus Thoms die Kugel frei vor Gabor Ruhr in die Wolken. Im Gegenzug „verhungerte“ eine ansonsten gut gedachte Höpel-Flanke im Schneematsch, so dass Bastian Henning den Ball nicht mehr erreichen konnte. Es ging weiter munter hin und her und in Anbetracht der schwierigen Platzverhältnisse war das, was beide Mannschaften den 182 Zuschauern boten, durchaus ansehnlich. Und nachdem Tim Schmitt eine Pohanka-Flanke knapp verpasst hatte (35.) und Eric Dobberitz eine Höpel-Flanke nicht an Benjamin Heskamp vorbeischieben konnte (40.), gelang Robert Franke kurz vor der Pause der Ausgleich. „Der Ball war sehr lange in der Luft, den hätten wir klären müssen“, ärgerte sich Daniel Erpen-Köhn hinterher. Robert Franke war’s egal – er ließ Gabor Ruhr aus der Drehung keine Abwehrchance. Mit der letzten Möglichkeit vor der Pause hätte der in eine Manthey-Flanke rutschende Christoph Höpel fast die erneute Führung erzielen können, doch der SSV klärte im letzten Moment.
    Im 2. Durchgang war es zunächst wieder der Sievershäger SV, der die größeren Spielanteile für sich verbuchen konnte. Echte Torgefahr brachten dabei jedoch nur Standardsituationen. Ein guter Freistoß in der 64. Minute und ein ganz starker Franke-Kopfball bei einer Ecke mit einem noch stärkeren Reflex von Schönbergs Keeper Gabor Ruhr brachten den SSV zumindest in die Nähe der erstmaligen Führung und bei der nächsten Ecke war es dann tatsächlich passiert. Schönberg verlor ein wenig die Übersicht und der gerade eingewechselte André Schulz schaltete einfach am schnellsten. Erfreulicherweise hatte aber auch FC95-Trainer Axel Giere mit seinem Wechsel in der 61. Minute ein glückliches Händchen. Der neu in die Partie gekommene und nicht vom Ball zu trennende Marco Pajonk beschäftigte nämlich im 16er die halbe SSV-Abwehr und haute den Ball dann an die Lattenunterkante. Den Abpraller konnte Benjamin Heskamp kurz vor dem einschussbereiten Sahid Wahab zur der Ecke klären, die Schönberg den Ausgleich brachte. Wieder war es Marco Pajonk, der den Ball gekonnt annahm und auf’s Tor schoss. Ein Abwehrbein hätte zwar fast das Tor verhindert, aber die Kugel kullerte dennoch über die Linie. Allen Protesten zum Trotz, Sievershagen hatte ein Handspiel gesehen, der neue Spielstand war fortan 2:2. Und die Wut der Gäste verebbte nicht – nach einem bösen Frustfoul von Robert Bullerjahn an René Sahmkow, die tiefe Wunde am Fuß muss genäht werden, sah die Nummer 27 der Sievershäger glatt rot. Ein Vorteil ergab sich für den FC Schönberg 95 daraus dennoch nicht, denn wenig später musste auch Eric Dobberitz mit einem gebrochen Arm ins Krankenhaus. An dieser Stelle alle guten Wünsche für eine baldige Genesung an Beide! Es blieb weiter turbulent im Schönberger Jahn-Stadion, denn in der Schlussphase vergaben die zeitweise wie entfesselt spielenden Maurine-Kicker gleich mehrere klare Siegchancen. Nach tollen Angriffen scheiterte Jonni Jahnke von der linken Seite am SSV-Torhüter, Bastian Henning traf nur den Außenpfosten, Marco Pajonk fehlte aus der Drehung ein halber Meter und auch Daniel Erpen-Köhn kam nach großartiger Vorarbeit von Marco Pajonk nicht an Benjamin Heskamp vorbei. „Der hat heute wirklich ganz stark gehalten“, kamen nach dem Abpfiff dementsprechend anerkennende Worte von Schönbergs Routinier. Am Ende blieb es bei einem über das ganze Spiel gesehen sicherlich leistungsgerechten 2:2 Unentschieden, das den FC Schönberg 95 auf Platz 2 überwintern lässt.


    Statistik


    FC Schönberg 95: Gabor Ruhr, René Sahmkow (78. Jonni Jahnke), Hannes-Michel Köhn, Daniel Erpen-Köhn, Kamil Krol (61. Marco Pajonk), Eric Dobberitz, Thomas Manthey, Tom Körner, Denny Jeske, Christoph Höpel (68. Sahid Wahab), Bastian Henning


    Sievershäger SV: Benjamin Heskamp, Tom Wilke, Michael Kullat, Jan Runge, Fabian Pieper, Robert Franke, Ihor Palahnyuk, Tom Pohanka, Tim Schmitt (61. André Schulz), Markus Thoms, Robert Bullerjahn


    Tore: 1:0 Michael Kullat (23., ET), 1:1 Robert Franke (41.), 1:2 André Schulz (68.), 2:2 Marco Pajonk (77.)


    Gelbe Karten: Thomas Manthey (65., Foulspiel), Jonni Jahnke (90.+5, Foulspiel) – Tom Wilke (22., Foulspiel), Robert Franke (57., Unsportlichkeit), Markus Thoms (77., Unsportlichkeit)


    Rote Karte: Robert Bullerjahn (78., grobes Foulspiel)


    Zuschauer: 182


    Schiedsrichter: Norman Schulze (Malchin)


    Schiedsrichterassistenten: Steffen Ludwig und Mike Rauch


    Fotos

    Stralsund war in den vergangenen Jahren immer ein schwieriges Pflaster für den FC Schönberg 95 und bereits die ersten Spielminuten der heutigen Verbandsligapartie zeigten erneut, warum dies bisher so war, denn die ungemein zweikampfstarken Gastgeber machten dem Tabellenführer das Leben wieder sehr schwer. Zwar gelang es den Maurine-Kickern in der Anfangsphase bei der zweiten von 3 Ecken in Folge für reichlich Verwirrung vor dem Pommerntor zu sorgen, aber danach lief aus dem Spiel heraus nicht mehr besonders viel. Aber auch die wenigen Stralsunder Angriffe waren bei der konzentrierten Gästeabwehr in ausgesprochen guten Händen. Lediglich Matthias Hinz, der nach einem Fehlpass der Westmecklenburger sofort abzog, zwang Torwart Gabor Ruhr zu einer Glanzparade (15.). Und ein Freistoß, den Simon Gurlt in Richtung Dreiangel gezogen hatte, verfehlte sein Ziel dann doch deutlich (29.). Ansonsten blieb es fast die gesamte erste Halbzeit dabei, dass sich auf beiden Seiten kaum echte Torchancen ergaben und erst als Schönberg kurz vor der Pause mal ein wenig mehr Tempo machte, wurde es gefährlich. Über Florian Zysk und Martin Krefta kam das Leder zu Daniel Bendlin, doch bis sich dieser die Kugel zurechtgelegt hatte, war die Stralsunder Abwehr nachgerückt. Und der Volley-Nachschuss von Tom Körner ging dann weit über die Latte.
    Die Halbzeitansprache des Schönberger Trainergespanns zeigte scheinbar Wirkung! Ohne Wechsel wie ausgewechselt präsentierte sich der Verbandsligaspitzenreiter von einer deutlich besseren Seite und setzte den Gastgeber mit schnellem Flügelspiel unter Druck. In der 49. Minute war Thomas Manthey unwiderstehlich bis zur Grundlinie durchgestoßen, aber seinen präzisen Rückpass haute Tom Körner volley am Tor vorbei. Dann zog René Sahmkow unter Bedrängnis im Fallen ab und er traf dabei den Pfosten. Auch für Florian Zysk, der es in 55. Minute aus der Drehung versuchte, war am Aluminium Endstation. Doch als Gunnar Alfuth in der 58. Minute Denny Jeske im Strafraum mit einem Foul zu Fall brachte, zeigte Schiedsrichter Alexander Rau sofort auf den Elfmeterpunkt. Florian Zysk trat an und er verwandelte sicher, obwohl Jan Schattschneider in die richtige Ecke flog. Die Hansestädter intensivierten nun ihre Offensivbemühungen, was zunächst erst einmal nur dazu führte, dass der Unterhaltungswert des Spiels stieg. Denn Schönbergs Abwehr blieb hellwach und konnte alle Angriffsversuche weit genug vor dem eigenen Tor unterbinden. Lediglich ein ganz starker Hinz-Freistoß in der 85. Minute wurde zu einer echten Herausforderung für Gabor Ruhr. Auf der Gegenseite gab es gute Kontermöglichkeiten für Schönberg, die jedoch bis zur 89. Minute allesamt verspielt wurden. Dann machte sich aber Jonni Jahnke auf der linken Seite auf und davon. Über Daniel Erpen-Köhn und Tom Körner kam der Ball weiter zum freistehenden Bastian Henning, der dann mit wenig Mühe den Innenpfosten und das Tor traf.
    Endlich mal wieder in Stralsund gewonnen, endlich mal wieder „zu Null“ gespielt, die Tabellenspitze verteidigt und so ganz nebenbei unserem Trainer Axel Giere ein nettes Geschenk zu seinem morgigen Geburtstag gemacht! 
    Statistik


    FC Schönberg 95: Gabor Ruhr, René Sahmkow, Hannes-Michel Köhn, Martin Krefta, Florian Zysk (63. Marco Pajonk), Thomas Manthey, Tom Körner, Daniel Bendlin, Denny Jeske (63. Daniel Erpen-Köhn), Bastian Henning, Jonni Jahnke


    FC Pommern Stralsund: Jan Schattschneider, Gunnar Alfuth, Torsten Richter, Mathias Millat, Steffen Pompe, Matthias Hinz, Simon Gurlt, Robert Seliger, Christian Orend (10. Sebastian Schulz, 63. Felix Worschech), Christian Jahrling, Kevin Kutz


    Tore: 0:1 Florian Zysk (59., Foulelfmeter), 0:2 Bastian Henning (89.)


    Gelbe Karten: Hannes-Michel Köhn (45., Foulspiel) – Gunnar Alfuth (58., Foulspiel), Steffen Pompe (71., Foulspiel), Kevin Kutz (78., Foulspiel)


    Zuschauer: 105


    Schiedsrichter: Alexander Rau (Rostock)


    Schiedsrichterassistenten: Christian Allwardt und Andreas Jenßen


    Fotos

    10 Minuten später als geplant, die Gäste hatten ihren Teil des elektronischen Spielberichts nicht rechtzeitig genug fertiggestellt, pfiff Christian Allwardt die letzte Partie des 10. Verbandsligaspieltages an. Und bereits in der Anfangsphase hätten sich die Schönberger fast ihr obligatorisches Gegentor eingefangen. Nachdem Gabor Ruhr mit seinem ein wenig ungestümen Versuch, Thomas Boljahn den Ball vom Fuß zu holen, gescheitert war, zeigte der Schiedsrichter sofort auf den Elfmeterpunkt. Der Gefoulte trat selbst an, doch Gabor Ruhr ahnte die Ecke und er konnte damit einen frühen Rückstand doch noch verhindern. Aber in den Minuten danach wurde den Grün-Weißen sehr schnell klar, dass das Unternehmen „Rückeroberung Tabellenspitze“ ein ziemliches Geduldsspiel werden dürfte, denn die Viererkette der Gäste erledigte ihren Job einfach nur glänzend. Was auch immer die Maurine-Kicker versuchten – und sie versuchten eine ganze Menge - der letzte Ball in die Spitze landete grundsätzlich im Abseits. Dazu kam, dass Grimmen sich keineswegs nur in der eigenen Hälfte verbarrikadierte, sondern durchaus für die ein oder andere Schrecksekunde vor dem Tor der Westmecklenburger sorgte. Die Gastgeber mühten sich dennoch nach Kräften, doch erst als Marco Pajonk nach einer halben Stunde mit dem Ball allein in Richtung Gäste-Tor lief, gab’s die erste dicke Gelegenheit zur Führung. Oliver Bollhagen brachte Schönbergs Torjäger zwar per Notbremse zu Fall, aber Niwar Jasim haute den fälligen Foulelfmeter sicher rein. Gabor Ruhr verhinderte dann gegen Stephan Rambow den Ausgleich und Robert Lembke zeigte kurz vor der Pause einen ähnlich guten Reflex gegen Thomas Manthey, so dass die Giere-Elf mit einem knappen 1:0 im Rücken in die Halbzeit ging.
    Danach wurde das Spiel aus Schönberger Sicht zu einer Zitterpartie. Es boten sich nun zwar mehr und bessere Kontermöglichkeiten, aber da war ja immer noch diese Abseitsfalle, die mit der Präzision eines Uhrwerks fast alle Versuche zunichte machte. Nur Marco Pajonk bekam in der 58. Minute aus der Drehung eine Schussgelegenheit, die der GSV-Keeper jedoch zur Ecke klären konnte. Auf der Gegenseite war Thomas Boljahn ein ständiger Unruheherd und auch Stephan Rambow stellte die Abwehr der Hausherren immer wieder vor Probleme. Und so war es letztlich eine prima Einzelaktion von Denny Jeske, die das Spiel entschied. Jeske ließ Patrick Jeschke gekonnt aussteigen und traf mit einem harten und platzierten Schuss zum erlösenden 2:0. Danach passierte nicht mehr viel und das 2:1, das Tim Olbrich praktisch aus dem Nichts erzielte, beantwortete Florian Zysk nach großartiger und uneigennütziger Vorarbeit von Thomas Manthey sofort mit dem 3:1.


    Statistik


    FC Schönberg 95: Gabor Ruhr, Hannes-Michel Köhn, Martin Krefta (85. Tino Kouventaris), Niwar Jasim (74. Christoph Höpel), Thomas Manthey, Tom Körner, Daniel Bendlin (76. Florian Zysk), Denny Jeske, Bastian Henning, Jonni Jahnke, Marco Pajonk


    Grimmener SV: Robert Lembke, Karsten Opitz (80. Tim Olbrich), Stephan Rambow, Markus Müller, Thomas Boljahn (74. Thomas Bässler), Oliver Bollhagen, Christian Schmidt, Rainer Schmidt, Brian Kozlowski (74. Peter Gerndt), Marcel Klein, Patrick Jeschke


    Tore: 1:0 Niwar Jasim (30., Foulelfmeter), 2:0 Denny Jeske (67.), 2:1 Tim Olbrich (89.), 3:1 Florian Zysk (90.)


    Rote Karte: Oliver Bollhagen (29., Notbremse)


    Gelbe Karten: Gabor Ruhr (8., Unsportlichkeit), Daniel Bendlin (27., Foulspiel), Martin Krefta (68., Handspiel) – Thomas Boljahn (71., Unsportlichkeit)


    Zuschauer: 150


    Schiedsrichter: Christian Allwardt (Kritzmow)


    Schiedsrichterassistenten: Steffen Ludwig und Christian Strietz


    Besondere Vorkommnisse: Gabor Ruhr hält Foulelfmeter von Thomas Boljahn (9.)


    Fotos

    Der Unterhaltungswert der ersten halben Stunde hielt sich in engen Grenzen. Beide Abwehrreihen standen souverän ihren Mann, so dass das Spielgerät nur im äußerst seltenen Ausnahmefall in Tornähe aufzufinden war. Schönberg erkämpfte sich einige Ecken, die aber allesamt keinerlei Torgefahr bedeuteten und auf der Gegenseite setzte Lars Kanter einen Freistoß von der rechten Außenbahn per Kopf weit über die Latte. Dann jedoch sah Lars Kanter bei einem Schönberger Ballverlust in der Vorwärtsbewegung, dass Kevin Klasen weit vor seinem Tor stand und mit einem 35-Meter-Heber über den sich vergeblich streckenden Torhüter traf der Schweriner zum 1:0 in den Winkel. „Das war kein Torwartfehler!“, machte Schönbergs Sportchef Sven Wittfot seinem Keeper deswegen jedoch keinen Vorwurf. „In der Spielsituation muss er dort stehen. Der Fehler ist in unserem Mittelfeld passiert!“ Und das Tor tat der Partie gut, denn die Gäste standen nun unter größerem Zugzwang und sie nahmen diese inzwischen ja schon fast traditionelle Herausforderung eines Rückstandes an. Dennoch war der schnelle Ausgleich in der 40. Minute eher ein Zufallsprodukt. Ein Henning-Freistoß von der rechten Seite flog durch viele Abwehrbeine durch bis zum langen Pfosten und dort war’s für den freistehenden Daniel Bendlin dann relativ einfach. Danach wurde es vor der Pause auf beiden Seiten noch je einmal brenzlig: Zunächst verfehlte Christoph Rekittke aus spitzem Winkel das Tor und dann war Thomas Manthey nach feinem Doppelpassspiel mit Denny Jeske auch nicht im Glück.
    Nach dem Wiederanpfiff legten die Maurine-Kicker einen weiteren Zahn zu und weil nun auch das Passspiel deutlich besser klappte, bekam die Schweriner Eintracht zunehmend Probleme. Bestes Beispiel dafür war das 1:2 in der 50. Minute: Über Tom Körner ging’s im Expresstempo nach vorn. „Theo“ legte die Kugel dann nach links in den Lauf von Marco Pajonk und dieser traf in Torjägermanier unter Bedrängnis platziert ins kurze Eck. Schönbergs Torwart Kevin Klasen musste dann noch einmal gegen Jens Richter hellwach sein (55.), aber dann sorgten Bastian Henning und erneut Marco Pajonk mit 2 weiteren hervorragend herausgespielten Treffern für eine Vorentscheidung zugunsten der Grün-Weißen. Nachdem Tom Körner nach einem Kanter-Patzer in der 65. Minute noch an Edgaras Kuhlmann gescheitert war, machte Bastian Henning es nach einem Einwurf in der 69. Minute nämlich besser. Technisch brillant schirmte er den Ball ab und er ließ dem Schweriner Schlussmann bei seinem harten Schuss keinerlei Abwehrmöglichkeit. Wenig später hatte Henning bei einem schnellen Angriff über die linke Seite ein verdammt gutes Auge für seinen Stürmerkollegen Marco Pajonk und dieser machte mit viel Übersicht das 1:4. Das umgehende 2:4 von Kevin Looks war letztlich nur Ergebniskosmetik, denn in den letzten Minuten ließen die Schönberger nichts mehr anbrennen. Ihre Abseitsfalle schnappte so perfekt zu, dass die Eintracht nicht mehr gefährlich werden konnte.
    Statistik


    FC Schönberg 95: Kevin Klasen, René Sahmkow, Hannes-Michel Köhn (75. Christian Nieselke), Thomas Manthey, Tom Körner, Daniel Bendlin, Denny Jeske (68. Niwar Jasim), Bastian Henning, Jonni Jahnke, Marco Pajonk (79. Florian Zysk)


    FC Eintracht Schwerin: Edgaras Kuhlmann, Tobias Bruhn, Marc Moslehner, Christian Möller, Jens Richter, Hannes Wandt, Lars Kanter (69. Thomas Bernstein), Christoph Rekittke (62. Michael Hein), Kevin Looks, Björn Gierahn, Felix Michalski (76. Ferdinand Zink)


    Tore: 1:0 Lars Kanter (31.), 1:1 Daniel Bendlin (40.), 1:2 Marco Pajonk (50.), 1:3 Bastian Henning (69.), 1:4 Marco Pajonk (75.), 2:4 Kevin Looks (76.)


    Gelbe Karten: Björn Gierahn (39., Foulspiel), Christian Möller (70., Unsportlichkeit)


    Zuschauer: 141


    Schiedsrichter: Enrico Barsch (Rostock)


    Schiedsrichterassistenten: Christoph Dallmann und Corujo Moran Nicolas


    Fotos

    Der Maurine-Kicker-Redaktion prophetische Kräfte zu unterstellen wäre sicherlich ein wenig zu dick aufgetragen, aber mit der Auswahl des Titelfotos unserer Stadionzeitung für das heutige Spiel gegen den Rostocker FC lagen dessen Macher uneingeschränkt richtig, denn Tom Körner, der auf der ersten Seite im Zweikampf zu sehen ist, wurde mit insgesamt 4 Treffern der Mann des Spiels.
    Aber der Reihe nach: Nach der aus Schönberger Sicht durchaus passablen Anfangsphase, in der die Rostocker einen Bendlin-Kopfball in höchster Not auf der Linie klärten, kauften die Gäste dem Gastgeber zunehmend den Schneid ab. Sehr tief stehend behielt der RFC die Offensivabteilung der Grün-Weißen weitgehend unter Kontrolle um dann selbst mit kreuzgefährlichen Kontern den Erfolg zu suchen. So konnte Gabor Ruhr in der 17. Minute eine Wullwage-Flanke nur mit großer Mühe abfälschen und als Martin Drewniok in der 21. Minute nur noch den Torwart vor sich hatte, rettete der Innenpfosten. Wenig später war’s dann aber doch passiert – Robert Wullwage stocherte die Kugel aus Nahdistanz ins Netz. Schönberg versuchte sofort, einen Zahn zuzulegen und kam durch Tom Körner, der nach starker Vorarbeit von Bastian Henning aus 15 Metern ganz genau zielte, zum Ausgleich. Allerdings droschen die Rostocker kurz darauf einen langen Ball in die Spitze umgehend wieder zurück und weil es die Schönberger Abwehr in diesem Moment versäumte, den eher harmlosen Ball zu klären, war Maik Wießmann plötzlich durch und er ließ Gabor Ruhr bei seiner erneuten Führung keine Abwehrmöglichkeit.
    FC95-Trainer Axel Giere fasste sich bei seiner Pausenansprache ungewöhnlich kurz: „Ich war wohl zum ersten Mal seitdem ich hier bin richtig laut. Die Mannschaft hat aus meiner Sicht zu arrogant gespielt und genau das hab ich ihr deutlich gesagt.“ Entsprechend schnell standen die Spieler dann wieder auf dem Platz und obwohl es in der Besetzung keinerlei Änderungen gab, wirkte die gesamte Mannschaft wie ausgewechselt. Endlich wurde mit hohem Tempo und direktem Spiel enormer Druck aufgebaut. Bereits in der 48. Minute beförderte Maximilian Kliebes unter Bedrängnis einen Erpen-Köhn-Freistoß aus der Nähe der Eckfahne ins eigene Tor und sorgte so für den Ausgleich. Tom Körner, dem das Leder förmlich am Fuße klebte, brachte seine Schönberger dann mit viel Übersicht und einem unwiderstehlichen Solo erstmalig in Führung. Daniel Erpen-Köhn (60.) und Jonni Jahnke (64.) kamen nicht an Stefan Zöllner vorbei, aber als Denny Jeske trotz eines Foulspiels weiter machte und scharf auf den langen Pfosten flankte, musste Bastian Henning nur noch den Fuß hinhalten. 2 Minuten später legte Bastian Henning erneut für Tom Körner auf und dieser versenkte die Kugel unhaltbar im Tor. Und damit nicht genug: die beiden Hauptverantwortlichen für das 5:2 harmonierten auch beim 6:2 perfekt: Nach Doppelpass zwischen Henning und Körner hatte „Theo“ den nötigen Platz, um passgenau in den Winkel zu treffen. „Dieses Tor ist mir fast ein wenig peinlich, denn ich hatte eigentlich keinen Plan, wo das Tor ist und hab einfach mal aus der Drehung draufgehalten“ gestand der inzwischen 4-fache Torschütze nach der Partie. Und er ergänzte: „4 Tore in einem Spiel? Hab ich noch nie geschafft! Nicht mal in einer ganzen Saison hab ich so oft getroffen! Und nun sind’s insgesamt schon 5 Tore. Wahnsinn!“ Anschließend war wohl wegen des deutlichen Vorsprungs die Luft raus und Schönberg zog sich weit in die eigene Hälfte zurück. Damit wurden die Rostocker wieder torgefährlich, aber von den beiden sich ergebenden guten Möglichkeiten konnte nur Maik Wießmann seine zum 6:3 nutzen.

    Statistik


    FC Schönberg 95: Gabor Ruhr, René Sahmkow, Hannes-Michel Köhn, Daniel Erpen-Köhn (68. Eric Dobberitz), Thomas Manthey, Tom Körner (88. Christoph Höpel), Daniel Bendlin, Denny Jeske, Bastian Henning, Jonni Jahnke, Marco Pajonk (78. Martin Krefta)


    Rostocker FC: Stefan Zöllner, Richard Seidlitz, Maximilian Kliebes, Philipp Schiller, Tobias Kirschnik, Maik Wießmann, Denny Kambs (84. Alexander Dietrich), Martin Drewniok, Lenart Schleese, Robert Wullwage (65. Fabian Wippich), Hannes Hojenski (84. Lucas Leutert)


    Tore: 0:1 Robert Wullwage (26.), 1:1 Tom Körner (35.), 1:2 Maik Wießmann (38.), 2:2 Maximilian Kliebes (48., Eigentor), 3:2 Tom Körner (55.), 4:2 Bastian Henning (68.), 5:2 Tom Körner (70.), 6:2 Tom Körner (78.), 6:3 Mail Wießmann (83.)


    Gelbe Karten: Daniel Erpen-Köhn (45., Foulspiel) – Robert Wullwage (32., Unsportlichkeit), Tobias Kirschnik (37., Foulspiel)


    Zuschauer: 173


    Schiedsrichter: Marco Semrau (Neustadt-Glewe)


    Schiedsrichterassistenten: Christoph Frank und Mathias Tietze


    Fotos

    Auch wenn FC-Trainer Axel Giere verletzungsbedingt erneut umstellen musste, bekamen seine Schönberger das Verbandsligapunktspiel gegen den Greifswalder SV im ersten Durchgang zunehmend unter Kontrolle. GSV-Torwart Marcel Rüh hatte zwar mit den beiden Versuchen von Bastian Henning in den Anfangsminuten zunächst keinerlei Probleme, musste aber in der 8. Minute erstmalig energisch zugreifen.
    Nach tollem Doppelpass zwischen Tom Körner und Thomas Manthey kam die Flanke genau auf Bastian Henning, doch dieser brachte die Kugel dann nicht am starken Rüh vorbei. Auch das überraschende 0:1, Alexander Glandt hatte einen Gellentin-Freistoß mit ein wenig Glück in hohem Bogen über Gabor Ruhr hinweg ins Tor geköpft, beeindruckte die Maurine-Kicker nur wenig. Sie suchten weiter ihren Weg vor das gegnerische Tor und hatten durch einen Henning-Kopfball (21., vorbei) und einen Schuss von Martin Krefta (35., gehalten) gute Torgelegenheiten. Auch als Jonni Jahnke aus spitzem Winkel abzog, konnte Marcel Rüh blitzschnell die Fäuste hochreißen (36.). Den inzwischen hochverdienten Ausgleich durften die Schönberger dann jedoch trotz allem Abschlusspech mit in die Pause nehmen. Bastian Henning stand bei einem Jeske-Freistoß aus Eckfahnennähe ebenso goldrichtig wie mutterseelenallein am langen Pfosten und er traf praktisch mit dem Halbzeitpfiff problemlos zum 1:1.
    Im zweiten Durchgang blieben die Grün-Weißen ihrer Linie weiter treu. Geduldig wurde der Ball nach Möglichkeit in den eigenen Reihen gehalten und in aller Ruhe wartete Schönberg so auf seine Chancen. Jonni Jahnke scheiterte mit diesem Schuss an Marcel Rüh.Dies klappte leider nicht immer nach Plan, denn die Gäste fuhren anders als noch vor der Pause nun den ein oder anderen gefährlichen Konter. So legte Ronny Krüger in der 55. Minute den Ball aus Nahdistanz am langen Pfosten vorbei und als Dirk Erdmann nach 62 gespielten Minuten nach rechts zu Clemens Galonski spielte, wurde es ebenfalls brenzlig vor dem Tor der Platzherren. Insgesamt zahlte sich die größere Abgeklärtheit der Schönberger am Ende aber aus. Nachdem Bastian Henning in der 65. Minute eine Ecke noch volley genommen und dabei das Ziel deutlich verfehlt hatte, gelang dem Stürmer bei einer weiteren Ecke in der 68. Minute der letztlich spielentscheidende Treffer. Greifswald bekam das Spielgerät einfach nicht aus der Gefahrenzone und Henning erfasste die Situation im Gewühl am schnellsten – flach und platziert schlug der Ball im langen Eck ein. Bastian Henning nach starker Vorarbeit von Marco Pajonk (81.) und Tom Körner in der 87. Minute hätten „den Sack zu machen“ können, doch sie vergaben ihre Gelegenheiten. Und so hieß es zittern bis zur letzten Sekunde, denn der GSV blieb gefährlich. Als dann jedoch ein Gellentin-Fallrückzieher knapp über die Latte flog, war die letzte Ausgleichschance der Greifswalder dahin und Schönberg durfte seine 3 Punkte feiern.

    Statistik


    FC Schönberg 95: Gabor Ruhr, René Sahmkow, Hannes-Michel Köhn, Martin Krefta, Eric Dobberitz (62. Marco Pajonk), Thomas Manthey, Tom Körner, Daniel Bendlin, Denny Jeske (90. Christoph Höpel), Bastian Henning (86. Florian Zysk), Jonni Jahnke


    Greifswalder SV 04: Marcel Rüh, Moritz Rohrbach (46. Robert Edler), Dirk Erdmann (79. Robert Ittermann), Clemens Galonski, Alexander Glandt, André Gellentin, Stephan Köpp (46. Lars Schulz), David Lee Schulz, Kristaps Freimanis, Ronny Krüger, Florian Schade


    Tore: 0:1 Alexander Glandt (18.), 1:1 Bastian Henning (45.), 2:1 Bastian Henning (68.)


    Gelbe Karten: Bastian Henning (49., Unsportlichkeit) – Moritz Rohrbach (35., Handspiel), Ronny Krüger (85., Unsportlichkeit)


    Zuschauer: 165


    Schiedsrichter: Andreas Becker (Kritzmow)


    Schiedsrichterassistenten: Mike Rauch und Jens Scheffler


    Fotos

    Vor dem Anpfiff gedachten beide Vereine und ihre Anhänger in einer Schweigeminute des am letzten Wochenende verstorbenen Martin John vom Mulsower SV. Der erst 29-jährige Fußballer, den die Schönberger aus 2 Landespokalspielen kannten, war in der Partie gegen Dummerstorf auf dem Platz zusammengebrochen und konnte trotz aller Bemühungen nicht wiederbelebt werden.
    Die Maurine-Kicker, die vor einem Jahr an gleicher Stelle ihr Saisonauftaktspiel verloren hatten, legten dann sofort ein rasantes Tempo vor. Immer wieder ging’s über die Flügel schnell nach vorn und weil die wieselflinken Schönberger ihren Bewachern ständig entwischten, hatte die TSV-Abwehr jede Menge Schwerstarbeit zu verrichten. Nachdem Marco Pajonk nach einer Ecke in der 6. Minute nur das Lattenkreuz getroffen hatte, legte Daniel Erpen-Köhn in der 8. Minute für Tom Körner auf. Und „Theo“ nahm auf der linken Seite ganz genau Maß und ließ André Krüger bei seinem platzierten Schuss ins lange Eck keine Abwehrchance. Bastian Henning, der wenig später schon am TSV-Keeper vorbei war, legte quer, doch Marco Pajonk verpasste knapp. Dann nahm Bastian Henning eine Jeske-Ecke mit vollem Risiko volley, verfehlte dabei jedoch das Ziel. In der 27. Minute spielte der Schönberger Angreifer sehr schön auf Daniel Erpen-Köhn. Dieser flankte zu Marco Pajonk, der auch von 3 Abwehrspielern nicht zu bändigen war und nur mit viel Glück konnten die Bützower in dieser Situation einen weiteren Gegentreffer verhindern. Das längst überfällige 0:2 wurde dann in der 33. Minute von Bastian Henning eingeleitet. Marco Pajonk marschierte mit dem Leder weiter bis zur Grundlinie und legte es von dort zurück zum Elfmeterpunkt wo Daniel Bendlin aus vollem Lauf sofort abzog. Auch hier war André Krüger absolut machtlos. Von den weiteren guten Möglichkeiten der Grün-Weißen sei stellvertretend nur noch eine starke Bendlin-Flanke in der 44. Minute genannt, die Bastian Henning mit einem eingesprungen Volleykracher aber leider nicht im Tor unterbrachte. Die Gastgeber brachten bis zur Pause nur wenig zustande, denn es gab in den ersten 45 Minuten keine einzige Situation, in der Gabor Ruhr ernsthaft eingreifen musste. Und so blieb als Halbzeitfazit, dass der TSV Bützow mit nur 2 Gegentoren letztlich sehr gut bedient war.
    Nach der Pausenansprache, die die Schönberger übrigens wegen beißender Gerüche in der Kabine in den Mannschaftsbus verlegten, hätte sich die geringe Torausbeute der Gäste fast gerächt. Bützow kam mit Macht und zwang Gabor Ruhr schon in der 46. Minute bei einem Grabowski-Schuß zu einer starken Fußabwehr. Dann setzte Christian Urgast einen direkten Freistoß an die Lattenoberkante. Mitten in dieser Druckphase der Gastgeber verhinderte Philipp Winter bei einem herrlich ausgespielten Konter der Westmecklenburger mit einem Handspiel auf der Torlinie das sichere 0:3. „Die rote Karte hat uns endgültig das Genick gebrochen“, sagte der Spielertrainer und Ex-Schönberger Christian Urgast nach der Partie. „In Unterzahl war’s dann einfach vorbei.“ Marco Pajonk war’s egal – er verwandelte den Elfmeter sicher. Und in der Tat lief nun bei den Bützowern rein gar nichts mehr zusammen. Selbst als Schiedsrichter Toni Schwager nach einem Foulspiel auch auf der Gegenseite auf den Punkt zeigte blieb der TSV torlos, denn Gabor Ruhr war beim Elfmeter von Nick Gritzan in der richtigen Ecke. Ganz anders dagegen die Giere-Elf: nach einem Zuspiel von Bastian Henning ließ Daniel Erpen-Köhn seinen Bewacher aussteigen und er erhöhte mit einem platzierten Schuss auf 0:4. Eric Dobberitz schlenzte dann die Kugel am Dreiangel vorbei und kurz darauf nahm Daniel Erpen-Köhn aus dem Rückraum erneut genau Maß und traf zum 0:5. Den Bützowern blieb das Pech wie gehabt weiter treu – auch Christian Urgast kam beim zweiten Foulelfmeter nicht am starken Gabor Ruhr vorbei. „Ich hatte den beiden Schützen gesagt, dass das wie beim letzten Mal sowieso nichts wird“, sagte Schönbergs Keeper später mit einem verschmitzten Lächeln und spielte damit auf die letzte Begegnung beider Mannschaften an, bei der Bützow 2 Elfmeter ebenfalls nicht verwandeln konnte. In der Schlussphase machten die nicht nachlassenden Schönberger das Debakel für den Gastgeber komplett, denn Bastian Henning mit seinem feinen Lupfer und Marco Pajonk in der Schlussminute erhöhten auf 0:8. „Ihr habt auch in dieser Höhe verdient gewonnen“ gab Christian Urgast seinen Ex-Kollegen, die damit die Tabellenspitze erfolgreich verteidigten, noch mit auf den Weg.


    Statistik


    FC Schönberg 95: Gabor Ruhr, René Sahmkow, Hannes-Michel Köhn, Daniel Erpen-Köhn, Thomas Manthey, Tom Körner, Daniel Bendlin, Denny Jeske (59. Eric Dobberitz), Bastian Henning, Jonni Jahnke (78. Martin Krefta), Marco Pajonk


    TSV Bützow: André Krüger, Christian Boldt, Nick Gritzan, Philipp Winter, Philipp Keup (67. Tobias Brandt), Philipp Hempel (46. Stefan Kuchenbecker), Robert Schlicht (35. Tom Hagemann), Robert Grabowski, Steve Bärmlich, Christian Urgast, Jan Allgner


    Tore: 0:1 Tom Körner (8.), 0:2 Daniel Bendlin (33.), 0:3 Marco Pajonk (54., Handelfmeter), 0:4 Daniel Erpen-Köhn (60.), 0:5 Daniel Erpen-Köhn (73.), 0:6 Bastian Henning (75.), 0:7 Bastian Henning (84.), 0:8 Marco Pajonk (90.)


    Gelbe Karten: Daniel Bendlin (37., Foulspiel), Denny Jeske (58., Foulspiel), Hannes-Michel Köhn (82., Foulspiel) – Jan Allgner (62., Unsportlichkeit), Robert Grabowski (70., Handspiel)


    Rote Karte: Philipp Winter (54., Handspiel auf der Torlinie)


    Zuschauer: 96


    Schiedsrichter: Toni Schwager (Waren)


    Schiedsrichterassistenten: Felix Ernst und Christian Allwardt


    Besondere Vorkommnisse: Gabor Ruhr hält Foulelfmeter gegen Nick Gritzan (55.), Gabor Ruhr hält Foulelfmeter gegen Christian Urgast (76.)


    Fotos

    Dem Vernehmen nach bereiteten sich die Pampower auf die heutige Partie im Schönberger Jahn-Stadion ganz besonders intensiv vor, doch was auch immer sich die Gäste für diese Partie vorgenommen hatten – mit dem ersten Angriff der Maurinekicker mussten sie umplanen, denn nach feiner Vorlage von Marco Pajonk traf Bastian Henning mit viel Durchsetzungsvermögen aus Nahdistanz zum frühen 1:0 für seine Schönberger.
    Und die Hausherren setzen dem MSV auch in den folgenden Minuten mächtig zu. Schnelle Angriffe mit direktem Spiel brachten immer wieder erstklassige Torgelegenheiten für den FC Schönberg 95. So verhinderte Frank Jahnke in der 7. Minute mit einem starken Reflex das 2:0 durch Bastian Hennig, der nach Doppelpass mit Marco Pajonk frei vor dem Tor stand. Wenig später war der MSV-Keeper bei einer Pajonk-Flanke ganz knapp vor dem einschussbereiten Daniel Erpen-Köhn am Leder. Das förmlich in der Luft liegende 2:0 fiel dann in der 19. Minute. Bastian Hennig wurde auf die linke Seite abgedrängt und zog nach kurzer Verzögerung aus spitzem Winkel plötzlich ab. Torwart Jahnke war zwar mit den Fingerspitzen noch dran, aber die Kugel trudelte am langen Pfosten über die Torlinie. Kurz darauf mussten allerdings auch die Schönberger einmal kräftig durchatmen. Peter Waack lief allein auf Gabor Ruhr zu, scheiterte aber großartig reagierenden FC95-Torwart. Danach gab es weitere hervorragende Torchancen für die Gastgeber. Einziges Manko: Sie wurden allesamt nicht genutzt. Ob Bastian Henning mit seinem 20m-Schuss (30.), Daniel Erpen-Köhn mit seinem Freistoß (31.), erneut Bastian Henning nach einem Steilpass (41.) oder Daniel Erpen-Köhn mit seinem Lattenkracher (42.) – es blieb zur Pause beim einem für die Pampower schmeichelhaften 2:0. „Ernüchternde erste Halbzeit“, lautete deswegen auch das Facebook-Pausen-Fazit des MSV Pampow.
    Nach dem Wiederanpfiff zogen sich die Schönberger weit zurück und waren vor allem auf Ergebnissicherung bedacht. Sie stellten allerdings die Offensivspieler des MSV Pampow so konsequent zu, so dass die Gäste kaum Anspielstationen fanden und deswegen in der eigenen Hälfte quer spielten. Dies funktionierte über weite Strecken sehr gut, war aber wie sich später zeigen sollte ein Spiel mit dem Feuer. In der 73. Minute war Christopher Schmandt nämlich zur Stelle als Gabor Ruhr bei einer Schaltpause in der Schönberger Innenverteidigung Kopf und Kragen riskieren musste und sein Abstaubertor hauchte der dahinplätschernden Partie plötzlich neues Leben ein. Schönberg stand von einer Minute auf die andere mächtig unter Druck und spielte dazu nach einer gelb-roten Karte für Christian Nieselke auch noch in Unterzahl. Schwerstarbeit in der Abwehr, kaum Entlastung – es wurde für alle Beteiligten eine nervenaufreibende Schlussviertelstunde. Letztlich konnten die Maurinekicker jedoch den knappen Vorsprung ebenso erfolgreich wie verdient über die Zeit retten.

    Statistik


    FC Schönberg 95: Gabor Ruhr, Hannes-Michel Köhn, Sascha Woelki, Daniel Erpen-Köhn (70. Martin Krefta), Thomas Manthey, Christian Nieselke, Daniel Bendlin, Denny Jeske (88. Tom Körner), René Gradert, Bastian Henning, Marco Pajonk (78. René Sahmkow)


    MSV Pampow: Frank Jahnke, Philipp Pönisch, Mathias Reis, Peter Waack (57. Marcel Wulff), Paul Groth, Fabian Brickwedde (76. Danny Thomas), Ronny Rieling, Michael Krischkowski (74. Enrico Grewe), Sebastian Drews, Tino Wittkowski, Christopher Schmandt


    Tore: 1:0 Bastian Henning (1.), 2:0 Bastian Henning (19.), 2:1 Christopher Schmandt (73.)


    Gelbe Karten: Daniel Bendlin (3., Foulspiel), Christian Nieselke (51., Foulspiel), Bastian Henning (89., Foulspiel) – Mathias Reis (32., Foulspiel), Paul Groth (61., Unsportlichkeit), Tino Witkowski (75., Foulspiel), Christopher Schmandt (90., Unsportlichkeit)


    Gelb-rote Karte: Christian Nieselke (77., Unsportlichkeit)


    Rote Karte: Philipp Pönisch (90.+1, grobe Unsportlichkeit)


    Zuschauer: 225


    Schiedsrichter: Jan-Erik Sternke (Hamburg)


    Schiedsrichterassistenten: Martin Ghafury und Leif Jischkowski


    Fotos

    Auch wenn unser Spiel der Spiele am kommenden Sonnabend verständlicherweise nicht mehr aus den Köpfen aller Schönberger zu kriegen war, stand heute sozusagen als Generalprobe der 2. Verbandsligaspieltag auf der Tagesordnung und als Gegner kam der Liganeuling Schweriner SC ins Jahn-Stadion. Das gegenseitige Abtasten währte nicht lange, denn in der 13. Minute erspielten sich die Maurine-Kicker ihre erste gute Torgelegenheit. Bei einem Angriff über Jonni Jahnke und die linke Seite kam Daniel Erpen-Köhn zum Nachschuss und der SSC-Keeper Eric Rohde konnte sich dabei erstmalig auszeichnen. 3 Minuten später legten Sascha Woelki und Daniel Erpen-Köhn für Bastian Henning auf, doch dieser traf nur die Lattenoberkante und in der 19. Minute klärte Eric Rohde nach einem Erpen-Köhn-Freistoß in höchster Not und im Nachfassen vor Marco Pajonk. Das Führungstor der Grün-Weißen also inzwischen in der Luft und Denny Jeske erlöste den Schönberger Anhang in der 22. Minute: bei einer langen von Jonni Jahnke geschlagenen Flanke nahm Jeske ganz genau Maß und haute den Ball ebenso flach wie platziert volley ins lange Eck. Kurz darauf legte Denny Jeske nach und staubte bei einem eigentlich schon wirkungslos verpufften Angriff über Bastian Henning zum 2:0 ab. Die Giere-Elf nahm in der Folgezeit ein wenig das Tempo aus der Partie, bekam aber mit einem weiteren Volleyschuss von Sascha Woelki trotzdem die Gelegenheit zum 3:0. Ein Missverständnis vor dem eigenen Tor brachte den Gästen kurz vor der Pause allerdings den durchaus ärgerlichen Anschlusstreffer – Hannes Stöck hatte keine Mühe, die Kugel ins leere Tor zu schieben.
    Nach der Pause brauchte Schönberg wieder ein wenig Anlaufzeit, machte dann jedoch „den Sack zu“. Marco Pajonk beförderte eine Maßflanke von Bastian Henning per Kopfballaufsetzer zum 3:1 ins Tor. Niwar Jasim verwandelte nach einem Foul an Denny Jeske den fälligen Elfmeter sicher und als Eric Rohde in der 81. Minute zur Abwehr eines Balles seinen Kasten vielleicht ein wenig voreilig verließ, nutzen Niwar Jasim und Marco Pajonk die Situation mit viel Übersicht zum 5:1. Der insgesamt nie gefährdete Sieg geht auch in dieser Höhe absolut in Ordnung und ab sofort gilt nun auch offiziell alle Vorfreude dem DfB-Pokalspiel gegen den VfL Wolfsburg.


    Statistik


    FC Schönberg 95: Gabor Ruhr, Hannes-Michel Köhn, Sascha Woelki, Daniel Erpen-Köhn (72. René Sahmkow), Tom Körner, Daniel Bendlin, Denny Jeske, René Gradert, Bastian Henning (60. Niwar Jasim), Jonni Jahnke (60. Eric Dobberitz), Marco Pajonk


    Schweriner SC: Eric Rohde, Marco Gruen, Tobias Tarnow, Vladimir Shtanchaev (81. Konstantin Dell), Danny Löffler, Patrick Breß, Thomas Klatt, Henning Tillack (46. Ronny Klatt), Simon Masajiaus (70. Christian Maaske), Hannes Stöck, Steve Svenßon


    Tore: 1:0 Denny Jeske (22.), 2:0 Denny Jeske (25.), 2:1 Hannes Stöck (42.), 3:1 Marco Pajonk (59.), 4:1 Niwar Jasim (77., Foulelfmeter), 5:1 Marco Pajonk (81.)


    Gelbe Karten: Daniel Bendlin (57., Foulspiel), René Gradert (70., Foulspiel) – Thomas Klatt (72., Foulspiel)


    Zuschauer: 168


    Schiedsrichter: Andreas Streich (Rostock)


    Schiedsrichterassistenten: Mathias Tietze, Kathleen Dahms


    Fotos

    Die bemerkenswerteste Szene der Partie trug sich beim Stande von 1:0 in der 60. Spielminute zu. Christopher Kaminski war im Schönberger Strafraum zu Fall gekommen. Schiedsrichter Michael Lübke entschied nach kurzem Zögern auf Foulelfmeter, folgte dann aber der Bitte des fassungslosen FC95-Keepers Gabor Ruhr noch einmal beim Bentwischer Spieler nachzufragen. Beispielhaft sportlich fair gab Christopher Kaminski dabei an, nicht gefoult worden zu sein und der Referee nahm seine Entscheidung zurück. Nicht jeder Schiedsrichter hat diese Größe und Kaminskis ehrenwerte Aussage verhinderte wohl zu diesem Zeitpunkt eine nach dem bisherigen Spielverlauf sehr wahrscheinlich Vorentscheidung zugunsten der Gastgeber. Denn die Maurine-Kicker waren bis dahin kaum zum Zuge gekommen. Lediglich direkt nach dem 1:0, das Frank Pustolla bei einem auf den kurzen Pfosten gezogenen Grundlinien-Freistoß von Christopher Kaminski erzielt hatte, konnten die Gäste ein wenig Druck aufbauen. So war ein eher harmloser Distanzschuss von Bastian Henning in der 26. Minute der erste Ball, der in Richtung gegnerisches Tor flog. Wenig später bekam Niwar Jasim eine gute Kopfballgelegenheit, doch die Kugel verfehlte das Ziel dann doch deutlich. Ganz anders die Hausherren: Thomas Manthey klärte im letzten Moment vor Paul Maletzke zur Ecke (15.), Gabor Ruhr rettete per Faustabwehr gegen Tony-Glen Siegmund (25.) und auch sonst zeigte der FSV deutlich mehr Zug zum Tor.
    Auch im zweiten Durchgang konnte Schönberg zunächst kaum Akzente setzen. Ein wenig besser wurde es allerdings nach dem Doppelwechsel in der 65. Minute, denn Jonni Jahnke sorgte auf der linken Seite dafür, dass die FSV-Abwehr ein wenig mehr zu tun bekam. Und in der 72. Minute wurde es sogar richtig brenzlig im Bentwischer Strafraum. Nach einem von Daniel Erpen-Köhn getretenen Freistoß war gleich mehrfach die Gelegenheit da, den Ball über die Torlinie zu drücken, doch mit ein wenig Glück überstand der FSV Bentwisch diese Situation. Der aus Bentwischer Sicht sicherlich ärgerliche Ausgleich war wenig später Marco Pajonk vorbehalten. Er stieg bei einer Jeske-Ecke am höchsten und köpfte unhaltbar ein. Beide Mannschaften gaben sich redlich Mühe, in der Schlussviertelstunde die Entscheidung zu erzwingen, doch so richtig gute Torchancen waren nicht mehr zu sehen.


    Statistik


    FC Schönberg 95: Gabor Ruhr, Sascha Woelki, Daniel Erpen-Köhn, Martin Krefta (65. Marco Pajonk), Niwar Jasim (65. Jonni Jahnke), Thomas Manthey, Daniel Bendlin, Denny Jeske, Nils Lindemann, René Gradert (79. Hannes-Michel Köhn), Bastian Henning


    FSV Bentwisch: Eric Lange, Christopher Kaminski, Gordon Grotkopp, Frank Pustolla (81. Christoph Lüth), Björn Boy, Paul Maletzke (89. Philipp Scheller), Tom Müller, Kevin Kühl (68. Sebastian Lau), Ron Tarra, Christopher Klaus, Tony-Glen Siegmund


    Tore: 1:0 Frank Pustolla (16.), 1:1 Marco Pajonk (74.)


    Gelbe Karten: René Gradert (47. Foulspiel), Thomas Manthey (55., Foulspiel), Hannes-Michel Köhn (87., Foulspiel) – Frank Pustolla (73., Foulspiel)


    Zuschauer: 76


    Schiedsrichter: Michael Lübke (Bützow)


    Schiedsrichterassistenten: André Kluwe und Christoph Dallmann


    Fotos


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    Wohltuend bescheiden und sportlich fair äußerten sich beide Vereinschefs vor dem Anpfiff am Mikrophon des Stadionsprechers und sie waren sich vor allem darin einig, dass für den angestrebten Pokalerfolg auch ein wenig Glück vonnöten sei. Und Schönberg hatte deswegen vorgesorgt: Tim Kantorzik, Spieler der E-Junioren an der Maurine, wollte unbedingt seinen Teil zum Gelingen des Unternehmens Pokalsieg beitragen. Dazu bastelte er einen grün-weißen Pokal mit der Aufschrift „Viel Glück Jungs“. Dieser hing dann an der Schönberger Kabinenwand über der Taktiktafel und er scheint seinen Zweck voll erfüllt zu haben, denn Tim’s Verein, der FC Schönberg 95, konnte am Ende eines spannenden Abends den heißbegehrten Landespokal mit auf die Heimreise nehmen. Aber der Reihe nach: Das Bestreben, möglichst keine Fehler zu machen, führte im ersten Durchgang zunächst zu einem Spiel ohne größere Höhepunkte. Hochkonzentriert spulten beide Mannschaften ihr Programm ab und das trug sich vornehmlich zwischen den Strafräumen zu. Einzige Ausnahmen: Benjamin Heskamp war in der 5. Minute kurz vor Thomas Haese am Ball und auf der Gegenseite konnte Gabor Ruhr 5 Minuten später bei einem Wilke-Freistoß erst im Nachfassen klären. Aber nach gut 20 Minuten gelang es dem Sievershäger SV, das Spiel zunehmend in die Schönberger Hälfte zu verlagern. Zwingende Tormöglichkeiten kamen dabei trotzdem nicht zustande - vor allem deswegen, weil die Abseitsfalle der Westmecklenburger perfekt zuschnappte. Auch die wenigen zaghaften Konterversuche der Schönberger blieben zumeist im Ansatz stecken. Die beste Torgelegenheit vergab Robert Bullerjahn in der 38. Minute, als er eine Franke-Vorlage in Rückenlage über das Tor beförderte. Im Gegenzug erging es einem Volleyschuss vom Tom Körner nicht besser – auch er flog weit vom Ziel entfernt ins Aus. Ein total verunglückter Rückpass von Markus Thoms brachte dann vor der Pause doch noch das erste Tor. Thomas Haese erlief den Ball, scheiterte jedoch im ersten Versuch am glänzend reagierenden Benjamin Heskamp. Die Kugel kam aber in hohem Bogen zu Schönbergs Routinier zurück und dieser traf mit einem Volleyheber passgenau unter die Latte zur Schönberger Führung.
    Nach dem Wiederanpfiff spielte vor allem der Sievershäger SV. Die Maurinekicker wurden förmlich in die eigene Hälfte gedrängt und hatten in der Abwehr Schwerstarbeit zu leisten. Ein paar Spaßtouristen, die sich selbst wohl dem SSV-Lager zuordneten, sorgten in der Phase, in der der berühmt berüchtigte Sievershäger Angriffswirbel so richtig auf Touren kam, für eine Spielunterbrechung und dafür kann man diesen Leuten aus Schönberger Sicht eigentlich schon irgendwie dankbar sein. Es war die Zeit zum Luftholen und Neuordnen, denn anschließend blieb der SSV zwar weiter feldüberlegen aber insgesamt weniger durchschlagskräftig. Was an Bällen trotzdem auf das FC95-Tor kam, wurde vom gewohnt großartigen Gabor Ruhr weggefangen. Und mit zunehmender Spieldauer boten sich dem FC Schönberg 95 immer bessere Konterchancen, die aber allesamt nicht konsequent genug ausgespielt wurden. So blieb es bis zum Abpfiff ungemein spannend. Aber als dann aber Peter Brügmann nach 5 Minuten Nachspielzeit sein letztes Spiel als Schiedsrichter beendete, brachen auf Schönberger Seite alle Dämme. Zum 7. Mal konnten die Schönberger den Landespokal im Empfang nehmen und sie feierten diesen tollen Erfolg noch auf dem Platz überschwänglich mit ihren Fans.
    „Es hat nicht unbedingt die bessere Mannschaft gewonnen“, trauerte SSV-Coach Jens Hillringhaus vor allem den vergeben Chancen aus der zweiten Halbzeit nach. „Allerdings hätte Schönberg in den letzten 10 Minuten, als wir aufmachen mussten, den Sack auch zumachen können.“ Sein Gegenüber Axel Giere, Trainer des frischgebackenen Landespokalsiegers, befand: „So ist Fußball. Ein schwerer Fehler hat das Spiel entschieden.“


    Statistik


    FC Schönberg 95: Gabor Ruhr, René Sahmkow, Hannes-Michel Köhn, Sascha Woelki, Daniel Erpen-Köhn, Martin Krefta (60. Marco Pajonk), Niwar Jasim (66. Jonni Jahnke), Thomas Manthey, Tom Körner (87. Lukas Igbineweka Egbon), Daniel Bendlin, Thomas Haese


    Sievershäger SV 1950: Benjamin Heskamp, Tom Wilke (73. Jan Runge), Fabian Pieper, Robert Franke, Ryan Ernst Gyaki, Ihor Palahnyuk, Adrian Rakowski, Tim Schmitt, Markus Thoms, Robert Bullerjahn (66. Tim Hermann), Tobias Gregull


    Tor: Thomas Haese (41.)


    Gelbe Karten: René Sahmkow (14., Foulspiel), Marco Pajonk (71., Unsportlichkeit) – Markus Thoms (23., Foulspiel), Ryan Ernst Gyaki (49., Foulspiel)


    Zuschauer: 722


    Schiedsrichter: Peter Brügmann (Schwerin)


    Schiedsrichterassistenten: Marco Semrau, Dietmar Voß


    Vierter Offizieller: Tino Männer


    Fotos

    Also, die Version, die heute in Parchim die Runde machte:
    - Schöneiche soll sich aus der OL zurückgezogen haben
    - Damit soll MV einen weiteren Aufsteiger stellen dürfen
    - Sievershagen wollte nicht
    - Pampow wollte nicht
    - Waren wollte
    Alles ohne Gewähr... ;-)

    Bei SV Waren 09 hatte man wegen der Möglichkeit, „bei Erledigung der eigenen Hausaufgaben“ und bei einem Punktverlust des Sievershäger SV in der Abschlusstabelle noch auf Platz 2 zu klettern, zum Einen auf offensiven Tempofußball gesetzt und zum Anderen einen heißen Draht nach Bützow eingerichtet. Die eigenen Bemühungen waren auf jeden Fall schnell von Erfolg gekrönt, denn Tobias Täge traf bereits in der 4. Minute aus spitzem Winkel zum 1:0. Der SSV hingegen spielte vorerst nicht mit, denn er führte zunächst 0:1 in Bützow. Waren verfolgte dennoch weiter unbeirrt seine Marschrichtung und trieb die Schönberger von einer Verlegenheit in die nächste. Es ist praktisch unmöglich, all die guten Torchancen aufzuzählen, die sich die Gastgeber im ersten Durchgang erspielten. Gut für Schönberg: der SVW stand sich in seinem Tatendrang nach dem 1:0 entweder selbst im Weg oder er scheiterte am bärenstarken Gabor Ruhr. Frei von jeder Angst ging Schönbergs Torhüter auch dorthin, wo Schmerzen drohten und er konnte so wirklich jeden Ball, der gefährlich wurde, erfolgreich abwehren. Schönbergs beste Möglichkeit vor der Pause ergab sich nach einem über Martin Krefta, Thomas Haese und Tom Körner vorgetragenen Angriff. Tom Körner wurde von Nico Schwerin regelwidrig gestoppt, doch René Gradert kam mit dem fälligen Foulelfmeter nicht an Benjamin Wegener vorbei.
    Der zweite Durchgang zeigte in der 51. Minute, dass auch Benjamin Wegener ein Meister seines Fachs ist, denn er rettete bravourös gegen den freistehenden René Gradert. Praktisch im Gegenzug hatte Andy Purlinski auf der rechten Seite wenig Mühe, auf 2:0 zu erhöhen. Die nun folgenden Einwechselungen von Jonni Jahnke und Marco Pajonk sollten dem Spiel aber eine zu diesem Zeitpunkt nicht unbedingt zu erwartende Wende bescheren. Das 2:1, dass Marco Pajonk nach Vorarbeit von Martin Krefta erzielte, konnte der SV Waren 09 zwar 5 Minuten später mit dem 3:1 durch Ronny Buchholz kontern, doch es wurde immer deutlicher, dass das kräftezehrende Spiel der Gastgeber bei den sommerlichen Temperaturen zunehmend seinen Tribut forderte. Schönberg hatte aber noch Reserven und nutzte diese eindrucksvoll, um die eigentlich verlorenen Partie in den letzten Minuten zu kippen. Gabor Ruhr flitzte im Sprint an den keinesfalls langsamen Balljungen vorbei, um das Spielgerät schneller wieder auf den Rasen zu kriegen und die Offensivabteilung der Grün-Weißen produzierte nun erstklassige Gelegenheiten am Fließband. So drückte Marco Pajonk die Kugel mit dem unbedingten Willen, das Tor zu machen, zum 3:2 über die Torlinie. Jonni Jahnke war auf der linken Seite deutlich schneller als seine Bewacher und er behielt bei seinem Ausgleich die Übersicht. Und Marco Pajonk gelang aus Nahdistanz dann auch noch das inzwischen gar nicht mehr überraschende 3:4. Die zwischenzeitliche Meldung des heißen Drahts, dass Bützow ausgeglichen hatte, war dadurch bedeutungslos geworden. Der FC Schönberg 95 kann nach dieser Leistungssteigerung in der 2. Halbzeit auf eine sehr befriedigende Rückrunde zurückblicken und die Mannschaft feierte dies nach dem Abpfiff verdientermaßen und zu Recht ausgelassen.


    Statistik


    FC Schönberg 95: Gabor Ruhr, René Sahmkow, Hannes-Michel Köhn, Sascha Woelki, Martin Krefta, Niwar Jasim (59. Jonni Jahnke), Thomas Manthey, Tom Körner, Daniel Bendlin, Thomas Haese (77. Florian Zysk), René Gradert (59. Marco Pajonk)


    SV Waren 09: Benjamin Wegener, Michael Kaul, Nico Schwerin, Ronny Buchholz (85. Ronny Schlüter), Toralf Schult, Alkan Kuyucu, Stefan Haase, Chris Pfeifer, Tobias Täge, Björn Henning (88. Paul Kuternoga), Andy Purlinski


    Tore: 1:0 Tobias Täge (4.), 2:0 Andy Purlinski (53.), 2:1 Marco Pajonk (68.), 3:1 Ronny Buchholz (71.), 3:2 Marco Pajonk (81.), 3:3 Jonni Jahnke (86.), 3:4 Marco Pajonk (87.)


    Gelbe Karten: Thomas Manthey (10., Foulspiel) – Nico Schwerin (14., Foulspiel)


    Zuschauer: 385


    Schiedsrichter: Jan Scheller (Greifswald)


    Schiedsrichterassistenten: Ulf Kröger und Björn Wudke


    Fotos

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